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Ausrichtung des Lehrplans

Auf Bewährtem aufbauen

Der Lehrplan Volksschule integriert Entwicklungen aus den bestehenden Lehrplänen und baut sie zum Teil aus. Er berücksichtigt aber auch gesellschaftliche Entwicklungen und setzt neue Akzente. So erhalten beispielsweise die Naturwissenschaften im Lehrplan Volksschule ein stärkeres Gewicht. Der Lehrplan Volksschule beschreibt fachliche (z.B. in Mathematik oder in den Sprachen) und überfachliche Kompetenzen (z.B. Sozialkompetenz). Die Schülerinnen und Schüler erwerben diese Kompetenzen systematisch über die elf Kindergarten- und Schuljahre hinweg. 

Kompetenzorientierung

Der Lehrplan Volksschule formuliert seine Inhalte in Kompetenzen. Eine Kompetenz umfasst neben Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten auch die Bereitschaft zum Handeln.

 

Der Fokus liegt dabei auf der Anwendbarkeit. Schülerinnen und Schüler sind kompetent, wenn sie Wissen sowie Fähigkeiten und Fertigkeiten vernetzen und in (neuen) Handlungssituationen selbstständig anwenden können. Motivation, der Lernwille und die Selbstwirksamkeit unterstützen den Lernprozess und die Bereitschaft zum Handeln. 

 

Der Kompetenzerwerb erfolgt immer auch inhaltsbezogen - so steht im Unterricht auch der handelnden Umgang mit Sachen und Situationen im Fokus.

 

Der Erwerb erfolgt dabei längerfristig. Die Schülerinnen und Schüler erwerben die Kompetenzen in den einzelnen Fachbereichen systematisch über die elf Kindergarten- und Schuljahre hinweg. Lehrpersonen unterstützen die Schülerinnen und Schüler – deren individuellen Leistungsvoraussetzungen entsprechend – im Kompetenzerwerb.

Lehr- und Unterrichtsverständnis

Der Unterricht soll die Lernenden dazu anregen, bereits vorhandenes Wissen und Können aktiv und kreativ in immer wieder neuen Situationen einzusetzen. Die Kompetenzorientierung des Lehrplans Volksschule entspricht damit dem aktuellen Lehr- und Lernverständnis, an dem sich die Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen und die neueren Lehrmittel bereits heute orientieren. Passend zu diesem Lernverständnis ist ein Unterricht, der an dem Vorwissen und den Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler ansetzt und diesen Gelegenheit gibt, Wissen sowie Fähigkeiten und Fertigkeiten weiterzuentwickeln. 

Kompetenzorientierung im Unterricht

Bei der Kompetenzorientierung handelt es sich nicht um ein völlig neues Konzept des Unterrichts. Vielmehr baut der Lehrplan Volksschule auf der bereits verankerten Lernzielorientierung auf und entwickelt sie weiter. 

 

Für den Unterricht bedeutet Kompetenzorientierung,

  • dass das Vorwissen und die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler in den Unterricht einbezogen werden;
  • die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit haben, Sachen und Situationen eigenständig zu erschliessen und zu bearbeiten;
  • die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit haben zusammenzuarbeiten und sich über unterschiedliche Lernwege, Konzepte u.a. auszutauschen;
  • die Schülerinnen und Schüler dazu angeregt werden, das eigene Wissen und Können mit neu zu Lernendem zu vernetzen und auf neue Kontexte zu übertragen;
  • dass Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen Kompetenzentwicklung wahrnehmen und reflektieren;
  • dass sich die Lehrpersonen an den Kompetenzstufenbeschreibungen im Lehrplan und an den Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler orientieren sowie Binnendifferenzierung ermöglichen.

 


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