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Wasserkraft

 

Die Wasserkraft deckt knapp 20 Prozent des elektrischen Energiebedarfs im Kanton St.Gallen. Die Energieproduktion aus Wasserkraft im Kanton St.Gallen beläuft sich auf über 600 GWh je Jahr. Diese Leistung erzeugen rund 160 Anlagen.

 

1 grosse Anlage> 50 MW Leistung Gigerwald-Mapragg, Pfäfers 
11 mittlere Anlagen 1 - 10 MW Leistung z.B. Chapfensee-Plons, Mels 
rund 150 kleine Anlagen < 1 MW Leistung z.B. KW Isenhammer, Flawil 
Produktion von Elektrizität im Kanton St.Gallen im Jahr 2016 (in Prozent)

Produktion von Elektrizität im Kanton St.Gallen im Jahr 2016 (in Prozent)

Die Abteilung Wasserkraft trägt durch das Abwägen zwischen Schutz- und Nutzung der Gewässer zu einer nachhaltigen, umweltverträglichen Energieproduktion im Kanton St.Gallen bei.

 

Die Abteilung arbeitet eng mit den beteiligten Fachstellen zusammen und pflegt den direkten Kontakt zu Kraftwerksbetreibern und -planern, Bürgerinnen und Bürger sowie zu den Umweltorganisationen.

Aktuelles

Gesamterneuerung Chapfensee-Plons

Dank des schönen und trockenen Wetters konnten die Arbeiten auf der Baustelle ‚Chapfensee-Plons‘ in Mels zügig voran getrieben werden. Das Kraftwerk wird auf seiner ganzen Länge, von den Quellfassungen im Gebiet Mädems (1700 m ü.M.) bis zur Wasserrückgabe in die Seez in Plons (475 m ü.M.), erneuert.

Die Staumauern des Chapfensees, der See ist ein beliebtes Erholungsgebiet, wurden bereits im Winter renoviert und neu abgedichtet. Im Frühjahr / Sommer 2019 wird das Kraftwerk des Elektrizitätswerks Mels wieder mit voller und neuer Kraft Strom produzieren können.

Gewässerschutzgesetz - Sanierung GSchG2011 

Als Gegenvorschlag zur Initiative "Lebendiges Wasser" beschloss das Parlament im Dezember 2009 verschiedene Änderungen des Gewässerschutzgesetzes (abgekürzt GSchG). Diese traten am 1. Januar 2011 in Kraft. Die Änderungen betreffen die Renaturierung der Gewässer und geben zwei Stossrichtungen vor. Die eine betrifft die Förderung von Revitalisierungen und die Sicherung und extensive Bewirtschaftung der Gewässerräume. Die zweite Stossrichtung betrifft die Reduktion der negativen Auswirkungen der Wasserkraftnutzung. Dabei sollen die Auswirkungen von Schwall und Sunk unterhalb von Wasserkraftanlagen vermindert, der Geschiebehaushalt reaktiviert und die Fischgängigkeit wiederhergestellt werden.

 

Die kantonale Planung ergab, dass bei insgesamt 72 Anlagen 85 Anlageteile sanierungsbedürftig sind. Die meisten davon (rund 70 Anlagen) müssen Massnahmen zur Wiederherstellung der Fischwanderung (Auf- /Abstieg) umsetzen.

 

Aktuell versendet der Kanton entsprechende Sanierungsverfügungen an die Kraftwerksbetreiber, sodass diese die Planung der Massnahmen vorantreiben und Unterstützungsbeiträge bei der Swissgrid beantragen können.

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