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Fliessgeschwindigkeit bestimmen

Grün eingefärbte Sitter bei Weissbad

Die Umweltämter der Kantone Appenzell Innerrhoden und St.Gallen färbten am 17. Juli die Sitter ein, um die Fliessgeschwindigkeit des Flusses zu bestimmen. Die aus dem Markierversuch gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen, Gewässerverschmutzungen zu bewältigen.


Die Sitter wurde grün eingefärbt

 

Die Fliessgeschwindigkeit liefert wertvolle Informationen, um beispielsweise bei einem Öl- oder Chemieunfall zu wissen, wie viel Zeit den Einsatzkräften bleibt, um flussabwärts Massnahmen zu treffen. Die Wasserversorger wiederum können bei einem Unfall mit wassergefährdenden Flüssigkeiten die Gefährdung ihrer Fassungen in der Nähe des Flusses abschätzen. Für die wichtigen Bodenseezuflüsse wurden bereits in früheren Jahren Markierversuche durchgeführt. Sie sind auch für weitere wichtige Flüsse im Kanton St.Gallen geplant.

 

Ablauf des Markierversuchs

 

Die Sitter fliesst auf einer Strecke von über 70 Kilometern vom Quellgebiet in Appenzell Innerrhoden bis zur Einmündung in die Thur bei Bischofszell durch vier Kantone. Für die Bestimmung der Fliessgeschwindigkeit wurde in Weissbad AI und in St.Gallen ein Farbstoff (Uranin) ins Flusswasser gegeben. An mehreren Stellen zwischen Appenzell und Bischofszell wurden in den nachfolgenden Stunden Proben entnommen, um die Durchgangskurve des Farbstoffes und daraus die mittlere Fliessgeschwindigkeit zu bestimmen.

 

Gesundheitlich unbedenklicher Farbstoff

 

Die Sitter wies als Folge der Einfärbung ab Weissbad bis zur Einmündung in die Thur bei Bischofszell während einiger Stunden einen deutlich sichtbaren Grünstich auf. Der eingesetzte, geruchlose Markierstoff Uranin ist gesundheitlich unbedenklich und stellt für Fauna, Flora und für die Trinkwasserversorgungen keine Gefahr dar. Auch für Badende ist der Farbstoff harmlos.


Bauen, Raum & Umwelt - Fliessgeschwindigkeit bestimmen (18.07.2016 07:12)


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