
Auch kleine Unfälle können grossen Schaden anrichten
65 Mal mussten Mitarbeiter des Schadendienstes des kantonalen Amtes für Umwelt und Energie (AFU) letztes Jahr ausrücken. Insgesamt wurden dem AFU 79 relevante Schadenfälle gemeldet. Die meisten wären vermeidbar gewesen.
Zu den häufigsten Ursachen für Schädigungen der Umwelt gehören nach wie vor der leichtsinnige Umgang mit Gülle, Heizöl und Dieselöl, aber auch Transport- und Verkehrsunfälle. Meistens führen die fehlerhafte Bedienung von Anlagen oder mangelndes Gefahrenbewusstsein dazu, dass ein Bach, das Grundwasser oder der Boden verschmutzt werden. Die Zahl der Fälle ist gegenüber 2009 leicht angestiegen.
Im vergangenen Jahr gab es keine einzelnen Ereignisse, die Aufsehen erregten. Doch auch kleine Schadenfälle können die Umwelt schädigen. Eine Gewässerverschmutzung kann den gesamten Fischbestand im betroffenen Gewässer vernichten. Gemäss der Statistik sind seit dem Jahr 1989 Gewässerverschmutzungen, durch Gülle und Abwasser, die häufigste Ursache für Fischsterben.
Wenn bei Schadenfällen die negativen Folgen für die Umwelt klein bleiben, ist dies meistens den lokalen Einsatzkräften zu verdanken. Dank der richtigen Ausrüstung und ihrem grossen Know‑how können sie rasch und gezielt eingreifen. Der Pikettdienst des Amtes für Umwelt und Energie berät Feuerwehr, Polizei und Gemeinde vor Ort bezüglich Massnahmen, die getroffen werden müssen, damit die Umwelt möglichst wenig geschädigt wird. Oft werden nach Schadenfällen auch Sanierungen ausgelöst.
Die Anstrengungen für Information und Prävention im Umgang mit umweltgefährdenden Stoffen und beim Bau von Anlagen lohnen sich und müssen fortgesetzt werden. Der Schadendienstbericht des Jahres 2010 ist auch online unter http://www.umwelt.sg.ch/home/Themen/wasser/Vollzug_Gemeinden/gewaesserschutzpolizei.html neues Fenster abrufbar.
Bauen, Raum & Umwelt - Auch kleine Unfälle können grossen Schaden anrichten (16.05.2011 08:07)