Accesskeys

Bedeutung der einheimischen Gäste und der Gäste aus neuen Märkten steigt

Schiff im Rorschacher Hafen

In den vier St.Galler Tourismus-Destinationen entfiel im Jahr 2016 das Gros der Logiernächte auf die einheimischen Gäste. Ihr Anteil an den Logiernächten lag zwischen 51 Prozent am Zürichsee und 81 Prozent im Toggenburg und ist im Vorjahresvergleich überwiegend gestiegen. Am stärksten war der Anstieg im Heidiland mit einem Plus von vier Prozentpunkten. Aber auch den Gästen aus den neuen Märkten Russland, China, Golfstaaten und Indien kommt eine steigende Bedeutung zu.


Zu diesem Ergebnis kommt die Fachstelle für Statistik des Kantons St.Gallen in ihrem "Jahresbericht 2016 zum Aufenthaltstourismus".

 

Eine vertiefende Analyse zur Herkunft der Gäste ergab, dass in drei der vier St.Galler Destinationen die Gäste aus den neuen Märkten Russland, China, Golfstaaten und Indien an Bedeutung gewonnen haben. In den Destinationen Heidiland, St.Gallen-Bodensee und Zürichsee ist der auf diese Länder entfallende Anteil am Logiernächtetotal aller ausländi­schen Gäste zwischen 2005 und 2016 um drei (St.Gallen-Bodensee) bis 20 Prozent­punkte (Heidiland) angestiegen. Im Heidiland entfiel im Jahr 2016 gar jede vierte Logier­nacht ausländischer Gäste auf Besucherinnen und Besucher aus einem dieser Länder. Der Bedeutungszuwachs in den drei Destinationen ging überwiegend zulasten der klassischen Märkte (Nachbarländer, Grossbritannien, Niederlande, USA). Im Toggenburg spielen die Gäste aus den neuen Märkten hingegen unverändert nur eine marginale Rolle.

 

Erneuter Rückgang der Logiernächtezahlen

 

Über alle Herkunftsländer betrachtet verzeichnete die St.Galler Hotellerie im Jahr 2016 jedoch erneut einen Nachfragerückgang. Trotz gestiegener Ankunftszahlen lag die Anzahl der Logiernächte 2016 im Kanton St.Gallen auf dem tiefsten Stand der letzten 25 Jahre.

 

Unter den vier St.Galler Destinationen fällt der Vorjahresvergleich sehr heterogen aus. Im Toggenburg stabilisierten sich Ankünfte und Logiernächte auf tiefem Niveau. In der Desti­nation Zürichsee gingen die Ankünfte um vier Prozent und die Logiernächte um fünf Pro­zent zurück. Die stärksten Rückgänge verzeichnete mit minus acht (Ankünfte) resp. minus neun Prozent (Logiernächte) das Heidiland, wobei diese Entwicklung stark durch einzel­betriebliche Ereignisse beeinflusst war. Die Destination St.Gallen-Bodensee verzeichnete hingegen starke Zuwächse der Ankunfts- (+12%) und Logiernächtezahlen (+9%).

 

Die Gäste verbrachten im Jahr 2016 durchschnittlich 2,1 Tage im jeweiligen Hotelleriebetrieb, was einen Rückgang von 0,1 Tagen gegenüber dem Vorjahr entspricht. Alle vier Destinationen verzeichnen einen Rückgang der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer im etwa gleichen Ausmass.

 

Auslastung der Betten ist gesamtkantonal leicht gestiegen

 

Die Bettenauslastung der St.Galler Hotellerie lag im Jahr 2016 mit 26,4 Prozent etwas höher als im Vorjahr. Einen vergleichsweise starken Anstieg der Bettenauslastung um 1,2 Prozentpunkte auf knapp 31 Prozent gab es in der Destination St.Gallen-Bodensee. Während die Auslastung im Toggenburg und im Heidiland mit gut 19 bzw. 25 Prozent ungefähr auf Höhe des Vorjahresniveau verharrte, sank sie am Zürichsee um 1,7 Prozentpunkte auf immer noch vergleichsweise hohe 34 Prozent.

 

Der Jahresbericht 2016 zum Aufenthaltstourismus erscheint als Ausgabe Nr. 61 in der Reihe "Statistik Aktuell" der Fachstelle für Statistik des Kantons St.Gallen. Er kann unter www.statistik.sg.ch kostenlos elektronisch bezogen werden. Gedruckte Exemplare sind für 25 Franken unter Tel. 058 229 34 86 erhältlich.


Allgemein - Bedeutung der einheimischen Gäste und der Gäste aus neuen Märkten steigt (10.08.2017 08:29)


Servicespalte