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Stilllegung der Asylzentren Neckertal und Wil

Seit dem ersten Quartal 2016 sinkt in der Schweiz die Anzahl eingereichter Asyl-gesuche markant. Deshalb sind die kantonalen Asylbewerberzentren nicht mehr voll ausgelastet. Der Kanton St.Gallen legt nun die Asylbewerberzentren in Wil und im Neckertal auf Ende November 2017 still.


Das Staatssekretariat für Migration geht in seiner Prognose für das laufende Jahr von etwa 24‘500 Asylgesuchen in der Schweiz aus. Das sind 2‘700 weniger als im Vorjahr und 15'000 weniger als 2015. Der Kanton St.Gallen ist verpflichtet, rund sechs Prozent der Asylsuchenden aufzunehmen. Bei 2'000 Personen je Monat entspricht dies rund 120 Neueintritten. Während der grossen Flüchtlingsbewegungen über die Balkanroute betrieb der Kanton St.Gallen bis zu zehn Asylzentren mit Platz für insgesamt über 1‘000 Personen. Diese Kapazitäten baut der Kanton jetzt wieder ab.

 

Bereits seit Ende März sind alle befristeten Unterkünfte geschlossen, insbesondere alle Zivilschutzanlagen und das Asylbewerberzentrum Bommerstein in Mols. Nun legt der Kanton im November zwei weitere Zentren mit total 130 Betten still. Es betrifft die mittlerweile kleinsten Einrichtungen: das Wohnfoyer Kreuzackerstrasse in Wil und das Zentrum für Asylsuchende Neckermühle im Neckertal/Oberhelfenschwil.

 

Das Zentrum für Asylsuchende Neckermühle dient seit 1996 als kantonale Unterkunft für maximal 80 Asylsuchende. Das Wohnfoyer Wil wurde im Herbst 2014 provisorisch für rund 50 Personen in Betrieb genommen. Von den Stilllegungen betroffen sind rund 22 Mitarbeitende. Ihre Arbeitsverhältnisse löst der Kanton auf Ende November 2017 auf. Ein Rahmenmassnahmenplan soll den betroffenen Mitarbeitenden helfen, die wirtschaftlichen Folgen der Kündigungen abzufedern.

 

 

 


Allgemein - Stilllegung der Asylzentren Neckertal und Wil (05.07.2017 13:56)


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