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Die Glatt wird grün eingefärbt

Das Amt für Umwelt und das Amt für Wasser und Energie des Kantons St.Gallen färben morgen Donnerstag, 13. Juli, die Glatt ein, um die Fliessgeschwindigkeit des Flusses zu bestimmen. Die aus dem Markierversuch gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen, Gewässerverschmutzungen zu bewältigen.


Die Fliessgeschwindigkeit liefert wertvolle Informationen, um beispielsweise bei einem Öl- oder Chemieunfall zu wissen, wie viel Zeit den Einsatzkräften bleibt, um flussabwärts Massnahmen zu treffen. Die Wasserversorger wiederum können bei einem Unfall mit wassergefährdenden Flüssigkeiten die Gefährdung ihrer Fassungen in der Nähe des Flusses abschätzen. Für die wichtigen Bodenseezuflüsse wurden bereits in früheren Jahren Markierversuche durchgeführt. Sie sind auch für weitere wichtige Flüsse im Kanton St.Gallen geplant.

 

Ablauf des Markierversuchs

 

Die Glatt fliesst auf einer Strecke von über 25 Kilometern vom Quellgebiet in Schwellbrunn, Appenzell Ausserrhoden, bis zur Einmündung in die Thur bei Oberbüren. Dabei kommt der Wissbach, ein wichtiger Zufluss der Glatt, an der Kantonsgrenze hinzu. Für die Bestimmung der Fliessgeschwindigkeit wird in Tobelmüli, Gossau, grüner Farbstoff ins Flusswasser gegeben. An mehreren Stellen zwischen Gossau und Oberbüren werden in den nachfolgenden Stunden Proben entnommen, um die Durchgangskurve des Farbstoffes und daraus die mittlere Fliessgeschwindigkeit zu bestimmen.

 

Gesundheitlich unbedenklicher Farbstoff

 

Die Glatt weist als Folge der Einfärbung ab Tobelmüli, Gossau, bis zur Einmündung in die Thur bei Oberbüren während einiger Stunden einen deutlich sichtbaren Grünstich auf. Der geruchlose Markierstoff Uranin ist gesundheitlich unbedenklich und stellt für Fauna, Flora und für die Trinkwasserversorgungen keine Gefahr dar. Auch für Badende ist der Farbstoff harmlos.

 

 

 


Allgemein - Die Glatt wird grün eingefärbt (12.07.2017 08:31)


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