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Weiterbildungstag der Wald-Wild-Lebensraum-Kommission

Weiterbildungstag der Wald-Wild-Lebensraum-Kommission

Am 7. Juni 2017 fand in Anwesenheit von Regierungsrat Bruno Damann der sechste Weiterbildungstag "Wald-Wild-Lebensraum" im Neckertal statt. Das Thema war „Landschaft Neckertal: Lebensraum, Aufwertungsmassnahmen und Jagd“. Die Wald-Wild-Lebensraum-Kommission (WWLK) will mit diesem Anlass den Vertretern der Interessengruppen Wald, Jagd und Landwirtschaft eine Plattform für Weiterbildung, Austausch und Förderung des gegenseitigen Verständnisses anbieten. Der Anlass stiess auf ein reges Interesse.


Der St.Galler Massnahmenplan Wald-Wild-Lebensraum, der im Juni 2015 vom Volkswirtschaftsdepartement erlassen wurde, sieht unter anderem Massnahmen zur Verbesserung des Lebensraums im Wald und Offenland vor. Weil im Neckertal schon seit fast 20 Jahren verschiedene Projekte für die Aufwertung der Landschaft und des Lebensraums realisiert werden, hat die WWLK den jährlichen Weiterbildungsanlass in Hemberg durchgeführt.

 

Mensch und Natur beeinflussen Landschaft

 

Die Landschaft des Neckertals ist primär geprägt durch das geologische Ausgangsgestein, durch Gletscher geformte Talschaften und durch das niederschlagsreiche Klima. Dies alles führte zu einer grossen landschaftlichen Vielfalt. Landschaften sind aber auch ständigen Veränderungen ausgesetzt. Natürliche Phänomene wie Stürme und der Einfluss der Menschen prägen das Landschaftsbild. Die Streusiedlungsentwicklung, die Waldentwicklung und die Moorausbeutung im Salomonstempel im Hemberg sind Beispiele dafür.

 

Eingriffe und Anreize der Landwirtschaft

 

Die Landwirtschaft gestaltet die Lebensräume und die Landschaft stark: Einerseits durch einschränkende Eingriffe wie zum Beispiel Vorschriften zum Ausbringen von Dünger und Pflanzenschutzmitteln oder den ökologischen Leistungsnachweis. Dieser Nachweis ist eine der Grundbedingungen, um im Rahmen der Direktzahlungen Beiträge zu erhalten. Andererseits setzt die Politik verschiedene Anreize. Mit Beiträgen sollen gewisse Leistungen abgegolten werden. Dazu gehören nebst dem Gesetz zur Abgeltung ökologischer Leistungen (GAöL) insbesondere die Direktzahlungen an Landwirte.

 

Die Waldbewirtschaftung als Gemeinschaftsprojekt 

 

Im Jahr 2006 startete das Landschaftskonzept (LK) Neckertal. Das Hauptziel des Konzepts ist die Aufwertung des Gesamtlebensraums. Entscheidend für die Aufwertung sind die Massnahmen im Wald, beispielsweise die Förderung von ökologisch wertvollen Waldstandorten, die Aufwertung von Waldrändern, die Reaktivierung von Wald-Weiden und die Offenhaltung von Waldwiesen. Das ganze Projekt beruht auf der Freiwilligkeit der Vertragspartner und wird durch externe Mittel (Stiftungen, Bund, Kanton) finanziert. Durch die eigene Mitwirkung nehmen die Grundeigentümer am Projekt und an der regionalen Wertschöpfung teil. Das ganze Projekt wird von einer Erfolgskontrolle begleitet.


Allgemein - Weiterbildungstag der Wald-Wild-Lebensraum-Kommission (08.06.2017 09:05)


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