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Bau des Unterhalts- und Handwerkszentrums Strafanstalt Saxerriet

Die vorberatende Kommission des Kantonsrates empfiehlt, dem Bau des Unterhalts- und Handwerkszentrums der Strafanstalt Saxerriet zuzustimmen. Sie schlägt aber vor, den Kreditrahmen vorerst auf 8 Millionen Franken zu reduzieren.


Beim behandelten Bauvorhaben wurde das neue Immobilienmanagement des Kantons zum ersten Mal komplett angewendet. Bis 2014 musste die Regierung bei Hochbauten dem Kantonsrat detailliert darlegen, wie teuer das fertig geplante Bauprojekt zustande kommen wird. Seit 2014 nun wird der Kantonsrat früher in die Immobilienplanung miteinbezogen. So muss die Regierung in ihrer Botschaft neu die Eckpunkte sowie die Anlagekosten ausweisen, die aufgrund der benötigten Flächen- und Volumenkennwerte ermittelt werden.

 

Bei der Beratung des Berichts zum Bau des Unterhalts- und Handwerkszentrums (UHZ) gaben deshalb insbesondere die Baukosten zu reden. Als Resultat beantragt die Kommission unter der Leitung des Präsidenten Mirco Rossi, Sevelen, den Kreditrahmen auf insgesamt 8 Millionen Franken festzulegen statt wie geplant auf 9,8 Millionen. Sollte sich aber in der Detailplanung zeigen, dass sich die von der Kommission georteten Einsparungsmöglichkeiten – insbesondere bei den Planungskosten – nicht realisieren liessen, könnte die Regierung einen begründeten Nachtragskredit beantragen. Das Instrument des Nachtragskredites wurde von der vorberatenden Kommission jedoch klar als ultima ratio deklariert.

 

Handlungsbedarf ist offensichtlich

 

Die Kommission will aber ausdrücklich am geplanten Bauvorhaben, insbesondere an der vorgesehenen Nutzfläche und der geplanten Photovoltaikanlage, festhalten. Sie stellte nach der Begehung der betroffenen Gebäude und des Geländes einhellig fest, dass die bestehenden Standorte für Handwerks- und Unterhaltsarbeiten zu klein und viele Arbeitsabläufe entsprechend improvisiert sind. Mit dem Bau eines UHZ würden die Voraussetzungen geschaffen, um zweckmässige und arbeitsrechtlich konforme Arbeitsplätze anzubieten.

 

Dank der Zentralisierung der verschiedenen Standorte werden die Arbeitsabläufe mit dem Neubau zudem effizienter und die Vollzugsarbeit des Betreuungspersonals vereinfacht. Dazu könnten die baulichen und energetischen Mängel beseitigt werden. Zusätzlich spart die Strafanstalt Kosten, da insbesondere Unterhaltsarbeiten von Immobilien und des Fuhrparks verstärkt selber erbracht werden könnten. Das einheimische Gewerbe soll dagegen durch das UHZ nicht konkurrenziert werden.

 

Flexible Nutzung möglich 

 

Die seitlichen Gebäudebereiche des UHZ sind zweistöckig geplant. Im Erdgeschoss entstehen eine Schreinerei, eine Malerei, eine Reparaturwerkstatt und mehrere Büros. Im Obergeschoss sind die Materiallagerräume angesiedelt, die nicht nur aus rechtlichen Gründen, sondern auch zur längerfristigen Absicherung wichtiger Arbeitsaufträge nötig sind. Im mittleren Teil, der über die gesamte Gebäudehöhe reicht, finden die Agrowerkstatt und die Schlosserei Platz. Die Gebäudestruktur ist so geplant, dass künftige Nutzungsänderungen ohne grosse Eingriffe möglich sind. Ausserdem sind die Räume flexibel nutzbar.

 

Aufgrund des Bundesgesetzes über die Leistungen des Bundes für den Straf- und Massnahmenvollzug ist mit einem Anteil des Bundes in der Höhe von 25 Prozent an die Anlagekosten, also rund 2 Millionen Franken, zu rechnen. Dies führt schliesslich zu Kosten seitens des Kantons von 6 Millionen Franken.

 

Die Vorlage wird in der Junisession in erster Lesung beraten. Stimmt der Kantonsrat dem Vorhaben zu, ist der Baubeginn für das Jahr 2019 vorgesehen.

 

Die Vorlage der Regierung und die Anträge der vorberatenden Kommission finden sich im Ratsinformationssystem www.ratsinfo.sg.ch unter der Geschäftsnummer 35.17.02

 

 

 


Allgemein - Bau des Unterhalts- und Handwerkszentrums Strafanstalt Saxerriet (06.06.2017 11:31)


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