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Steinachtobel als Deponiestandort ungeeignet

Das Amt für Umwelt und Energie hat in Zusammenarbeit mit den kantonalen Fachstellen die Einrichtung einer Grossdeponie im Steinachtobel umfassend geprüft. Es zeigte sich deutlich, dass das Projekt eine Vielzahl bundesrechtlich geschützter Tier- und Pflanzenarten im Steinachtobel massiv beeinträchtigen würde. Aufgrund der bestehenden eidgenössischen Natur- und Heimatschutzgesetzgebung erscheint das Projekt als nicht bewilligungsfähig. Die laufenden Planungsarbeiten werden eingestellt und die knappen Planungsressourcen auf erfolgversprechendere Projekte ausgerichtet.


Die uneingeschränkte Entsorgung des unverschmutzten Aushubs auf nahe gelegene Deponien ist für die Bauwirtschaft von grösster Bedeutung. Es gilt deshalb zum einen, die bestehenden Deponien möglichst optimal zu nutzen. Zum anderen müssen die Planungen der im kantonalen Richtplan festgesetzten Deponiestandorte rasch vorangetrieben und geeignete neue Standorte evaluiert werden. Vor diesem Hintergrund startete der Kanton 2015 die Untersuchungen für den Bau einer Grossdeponie im Steinachtobel.

 

Eignung umfassend geprüft

 

Die umfangreichen Erhebungen zum aktuellen Zustand von Flora und Fauna bescheinigen dem Steinachtobel eine Vielzahl an Tierarten und besonderen Lebensräumen. Zahlreiche vorgefundene Tier- und Pflanzenarten gelten als gefährdet und sind dementsprechend geschützt. Darüber hinaus werden vor allem die seltenen Schluchtenwälder als überaus schützenswert eingestuft. Im Gegensatz dazu erwies sich die Grossdeponie Steinachtobel aus bautechnischer und wirtschaftlicher Sicht als realisierbar.

 

Planungsressourcen fokussieren

 

Das Projekt Grossdeponie Steinachtobel erscheint aufgrund der bestehenden Natur- und Heimatschutzgesetzgebung als nicht bewilligungsfähig. Die laufenden Planungsarbeiten werden vor diesem Hintergrund eingestellt. Die knappen Planungsressourcen sollen zum einen auf erfolgversprechendere kleinere Deponieprojekte im Grossraum St.Gallen ausgerichtet werden. Die bereits im Richtplan festgesetzten Deponiestandorte Rütiholz (Häggenschwil) sowie Aachen und Riederen (Mörschwil) sind zur Projektreife voranzutreiben. Mit der nächsten Anpassung des kantonalen Richtplans werden weitere Standorte zur Festsetzung vorgeschlagen. Zum anderen gilt es, die bestehenden Deponiestandorte möglichst optimal weiter zu nutzen. Im Vordergrund steht dabei die Möglichkeit, das Volumen der bestehenden Deponie Tüfentobel erheblich zu erweitern. Ziel dieser Projektplanungen ist es, die Entsorgungssituation für unverschmutztes Aushubmaterial in der Region St.Gallen zumindest für die kommenden 15 Jahre abzusichern. Nicht zuletzt dank der Inbetriebnahme der Deponie Underbüel in Mörschwil besteht in den kommenden Jahren in der Region St.Gallen kein akuter Deponiemangel.

 

 


Allgemein - Steinachtobel als Deponiestandort ungeeignet (26.04.2017 08:22)


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