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Steuererklärung noch einfacher ausfüllen

Steuererklärung noch einfacher ausfüllen

Rund 310'000 Personen im Kanton St.Gallen erhalten in diesen Tagen die Unterlagen für die Steuererklärung 2016. Mehr als die Hälfte der Steuerpflichtigen füllen die Steuererklärung nicht nur elektronisch aus, sondern reichen diese – nach dem Motto "klicken und schicken" – auch über das Internet ein. Mit einem neuen Prozessablauf wird das Ausfüllen zusätzlich erleichtert.


Der Kanton St.Gallen setzt stark auf elektronische Services, mit denen Bürgerinnen und Bürger ihre Geschäfte an sieben Tagen während 24 Stunden erledigen können. Mehr als die Hälfte aller Steuerpflichtigen reichen ihre Steuerdeklaration bequem übers Internet ein. Damit sich die Kundinnen und Kunden in der elektronischen Steuererklärung noch besser zurecht finden, wird der Prozessablauf neu visuell dargestellt. Der überarbeitete Eingabeassistent weist jeweils auf den aktuellen Bearbeitungsstand der Steuer-deklaration hin. Dadurch ist jederzeit ersichtlich, welche Teile der Steuererklärung bereits erledigt und welche noch auszufüllen sind. Schliesslich werden die Veranlagungsdaten verschlüsselt und über eine sichere Verbindung übermittelt.

 

Selbstanzeigen bleiben auf hohem Niveau

 

Mit 582 Fällen hat sich die Zahl der Selbstanzeigen im vergangenen Jahr gegenüber dem Jahr 2015 markant erhöht. Mehr Fälle gab es einzig im Jahr 2010. Betragsmässig konnte mit rund 169 Millionen Franken nicht versteuerter Vermögenswerte im 2016 das Spitzenresultat des Jahres 2014 (405 Millionen Franken) und des Jahres 2015 (304 Millionen Franken) nicht erreicht werden. Dennoch liegt das Ergebnis 2016 höher als in den Jahren 2010 mit 159 Millionen Franken, 2011 mit 123 Millionen Franken und 2012 mit 138 Millionen Franken. Seit Einführung der straflosen Selbstanzeigen im Kanton St.Gallen wurden kumuliert knapp 1,6 Milliarden Franken bisher nicht versteuerte Vermögenswerte angezeigt (Einzelheiten in Tabelle).

 

Verantwortlich für die hohe Zahl an straflosen Selbstanzeigen sind mutmasslich das Inkrafttreten des Abkommens über den automatischen Informationsaustausch mit den 28 EU-Mitgliedstaaten und weiteren Partnerstaaten per 1. Januar 2017, die hohe mediale Beachtung, die Diskussion um die Aufhebung des innerstaatlichen Bankgeheimnisses sowie der generelle Trend zu mehr Transparenz.

 

Aufteilung des hinterzogenen Vermögens neu erfasst

 

Ab 1. Januar 2016 wurden erstmals die hinterzogenen Vermögen detaillierter erfasst. Die Aufteilung erfolgte in einem ersten Schritt nach folgenden Ländern beziehungsweise Ländergruppen: Schweiz, Fürstentum Liechtenstein und übriges Ausland (Einzelheiten in Tabelle).

 

Auffallend ist, dass 42,5 Prozent – das sind rund 71,9 Millionen Franken – der hinterzogenen Vermögen aus dem Fürstentum Liechtenstein stammen. Scheinbar haben verschiedene Personen das Fürstentum Liechtenstein benutzt, um Schwarzgeld vor dem Schweizer Fiskus zu verstecken. Die Tatsache, dass diese Gelder 2016 offengelegt wurden, ist in erster Linie auf die laufenden Gespräche zwischen der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein über die Einführung eines automatischen Informationsaustauschs zurückzuführen.

 

Pendlerabzug beeinflusst Veranlagungen für 2016

 

Mit dem XI. Nachtrag zum Steuergesetz, der per 1. Januar 2016 in Kraft getreten ist, wurde für Unselbständigerwerbende eine Begrenzung des Fahrkostenabzugs eingeführt. Neu sind nur noch Kosten für Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte bis zum Betrag, der dem Preis eines Generalabonnements 2. Klasse für Erwachsene entspricht, abzugsfähig (für die Steuerperiode 2016 entspricht dies 3‘655 Franken). Diese Gesetzesänderung muss bei den Veranlagungen ab der Steuerperiode 2016 berücksichtigt werden.

 

Auswirkungen des XII. Nachtrags zum Steuergesetz

 

Der XII. Nachtrag zum Steuergesetz trat ebenfalls am 1. Januar 2016 in Kraft und ist für die Veranlagung der Steuerperiode 2016 relevant. Insbesondere wurden die Lotteriegewinnbesteuerung mit einer Freigrenze für Gewinne und der Abzug der damit zusammenhängenden Kosten neu geregelt. Zudem wurde der Selbstbehalt von 500 Franken bei freiwilligen Zuwendungen an steuerbefreite Organisationen ersetzt durch einen Minimalbetrag von 100 Franken. Weiter erfolgt eine Entlastung beim Eigenmietwert mit der Einführung eines Unternutzungsabzuges und mit der Schaffung einer Härtefallregelung. Weiter wurde ein proportionaler Steuersatz bei der Besteuerung von Kapitalleistungen mit Vorsorgecharakter eingeführt.

 

Grundlagen der Rechnung 2017

 

Die vorläufige Rechnung für die Kantons- und Gemeindesteuern 2017 beruht in der Regel auf der letzten rechtskräftigen Veranlagung bzw. auf der vorläufigen Steuerrechnung des Vorjahres. Sie berücksichtigt die seither eingetretene Einkommensentwicklung sowie die aktuellen Steuerfüsse für Kanton, Gemeinde, Kirche (soweit bereits bekannt) sowie die Feuerwehrabgabe. Der Steuerfuss für den Kanton beträgt unverändert 115 Prozent.


Allgemein - Steuererklärung noch einfacher ausfüllen (19.01.2017 10:36)


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