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Wer wagt, gewinnt – der Weg zur Energiewende

Am Würdigungsanlass

Im Kanton St.Gallen tragen 46 Städte oder Gemeinden die Auszeichnung „Energiestadt“. Das Label Energiestadt zeichnet das freiwillige Engagement von Schweizer Städten und Gemeinden zur Verminderung des Energiebedarfs und des CO2-Ausstosses aus. Gestern wurden die St.Galler Energiestädte am jährlichen Energiestadtanlass geehrt. Neben der Würdigung gab Regierungsrat Marc Mächler einen Ausblick auf die neuen Fördermassnahmen des Kantons.


Der Tradition folgend hat der Vorsteher des Baudepartements die St.Galler Energiestädte zum jährlichen Energiestadtanlass eingeladen. Zum ersten Mal wurden die Vertreter der Energiestädte von Regierungsrat Marc Mächler begrüsst. Als St.Galler Energiedirektor dankte er ihnen für ihr grosses und für die St.Galler Energie- und Klimapolitik unerlässliches Engagement. Dem Motto „Wer wagt, gewinnt“ entsprechend wurde auch der Pioniergeist der Gemeinden hervorgehoben.

 

Gewürdigt wurden insbesondere die neu zertifizierten Gemeinden Goldach und Mörschwil und die Gemeinde Grabs, die als dritte St.Galler Gemeinde das Label in Gold erhalten hat. Zudem wurden die dreizehn erneut zertifizierten Gemeinden Eichberg, Eschenbach, Flawil, Gams, Kaltbrunn, Mels, Oberriet, Rorschacherberg, Sennwald, Sevelen, Thal, Waldkirch und Wittenbach geehrt.

 

Neue Förderungsmassnahmen

 

Ein kurzer Investitionshorizont verhindert in Unternehmen oft lohnenswerte energetische Effizienzmassnahmen. Genau hier möchte der Kanton St.Gallen mit seinen neuen Förderungsmassnahmen ansetzen. Regierungsrat Marc Mächler gab in seiner Ausführung einen Ausblick auf die erweiterte kantonale Energieförderung, die am 1. November 2016 in Kraft tritt: 

  • finanzielle Beiträge an freiwillige Betriebsoptimierungen;

  • die St.Galler KMU-Energieberatung und Energieberatung in der Landwirtschaft;

  • finanzielle Beiträge an energetische Investitionen mit langen Amortisationszeiten.


In seinem Referat zeigte der Unternehmer Stefan Merz die Chancen einer vertieften Zusammenarbeit zwischen dem ortsansässigen Gewerbe und Energiestädten auf. Er ermunterte die Gemeinden, die Zusammenarbeit vermehrt zu suchen und die Chancen zu nutzen.

 

Highlights aus den Gemeinden

 

Die vielfältigen energiepolitischen Aktivitäten der neu zertifizierten Gemeinden lassen zwei Trends erkennen: So koordinieren Gemeinden ihre Aktivitäten vermehrt in ihrer Region und planen wie auch verwirklichen Projekte gemeinsam. So können die vorhandenen Ressourcen effizient genutzt und zum Beispiel Energiekonzepte oder regionale Förderungsprogramme den regionalen Bedürfnissen angepasst werden. Weiter gewinnt das Thema Elektromobilität an Bedeutung. Mit vielfältigen Aktivitäten informieren die Gemeinden die Bevölkerung und ermuntern sie zum Umstieg auf klimafreundlichere Fahrzeuge. So erhält man zum Beispiel finanzielle Unterstützung beim Kauf eines Elektrofahrzeuges oder für die Erstellung der Ladeinfrastruktur.

 

Allen Energiestädten gemeinsam ist, dass sie ihren energie- und klimapolitischen Handlungsspielraum nutzen und ihre Aktivitäten mit dem Managementsystem „Energiestadt“ erfolgreich und kontinuierlich weiterentwickeln.


Allgemein - Wer wagt, gewinnt – der Weg zur Energiewende (25.08.2016 09:52)


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