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St.Gallische Kulturstiftung verleiht Förder- und Kulturpreise in Uznach

Am Freitag, 29. April 2016, um 18:30 Uhr verleiht die St.Gallische Kulturstiftung im Kulturtreff Rotfarb in Uznach zwei Anerkennungs- und einen Förderpreis:


-    Pamela Dürr, St.Gallen, Autorin und Theaterregisseurin, Anerkennungspreis in der Höhe von 15'000 Franken

-    Stefan Vollenweider, Rapperswil, bildender Künstler, Anerkennungspreis in der Höhe von 15'000 Franken

-    Windbläss, Verein Toggenburger Hausorgel, Förderpreis in der Höhe von 15'000 Franken

 

 

 

 

Pamela Dürr, geboren 1970 und in der Stadt St.Gallen aufgewachsen, erhält den Anerkennungspreis für ihr bisheriges künstlerisches Schaffen als Schauspielerin, Regisseurin, Librettistin sowie als Theater-, Hörspiel- und Drehbuchautorin. Seit rund zwei Jahrzehnten widmet sich Pamela Dürr mit Leidenschaft diesen Bereichen. Sie bildete sich an der Hochschule für Musik und Theater in Bern zur Schauspielerin aus und machte sich nach einigen Engagements an deutschen Bühnen rasch einen Namen als Regisseurin und Autorin von Theaterstücken, Hörspielen und Drehbüchern. In ihrem Schaffen finden sich zahlreiche Werke für Kinder und Jugendliche. Ihre Hörspiele sind regelmässig auf verschiedenen Radiosendern in der Schweiz und in Deutschland zu hören (u.a. auf SRF 1, Deutschland Radio Kultur, Deutschlandfunk, RBB). Für ihr literarisches Schaffen erhielt Pamela Dürr 2005 einen Preis von der Schweizerischen Autorengesellschaft. Zudem betätigt sie sich auch als Theaterpädagogin. Hier gelingt es ihr immer wieder hervorragend, Kinder und Jugendliche für das Schauspiel zu begeistern und deren Ressourcen optimal zu nutzen.

 

Ein weiterer Anerkennungspreis geht an den Rapperswiler Künstler Stefan Vollenweider (1950 in Kaltbrunn geboren). Sein Werk umfasst verschiedenste Techniken und Werkkategorien wie Zeichnung, Druck, Objekt, Installation, Text sowie Kunst am Bau und Interventionen im öffentlichen Raum, wie die 2000 entstandene blau-weisse Gestaltung der SBB-Unterführung im Bahnhof Rapperswil. Zudem wirkte er jahrelang als passionierter Kunstpädagoge sowohl an öffentlichen Schulen (z.B. Hochschule für Technik Rapperswil, Schule für Gestaltung St.Gallen) wie auch in privaten Projekten. Er gehörte zudem zu den Mitgründern der IG Halle in Rapperswil. Grössere Ausstellungen waren 2003 in der IG Halle Kulturzentrum Alte Fabrik und 2010 im Kunst(Zeug)Haus in Rapperswil zu sehen.

 

Kennzeichnend für Stefan Vollenweiders künstlerisches Schaffen ist eine intensive Auseinandersetzung mit der vom Menschen gestalteten Umwelt, die sich aus einer präzisen Wahrnehmung und leidenschaftlichen Sammeltätigkeit entwickelt, die gefundenes und eigenes Material umfasst. Dabei fasziniert ihn das Provisorische, sich im Umbruch Befindliche, das er in einem konzeptuellen Schaffensprozess in äusserst vielfältigen Werken zur Anschauung bringt.

 

Ein Förderpreis wird an den experimentierfreudigen Verein für Toggenburger Hausorgel-Musik, den Verein Windbläss verliehen. Er kümmert sich um Pflege und Erweiterung dieser im Toggenburg tief verankerten Kultur, die bis ins 18. Jahrhundert zurück reicht. Die von hiesigen Handwerkern gebauten Orgeln standen in den Firstkammern wohlhabender Bauernhäuser und waren Ausdruck selbstbewusster religiöser Widerspenstigkeit. Sie dienten als musikalische Umrahmung privater Gottesdienste, die unabhängig von der Landeskirche in den Bauernhäusern stattfanden. Der Verein Windbläss ist Anlaufstelle für Hausorgel-Besitzer und fördert das Wissen um diese Tradition. Vor allem aber organisiert er Konzerte, welche Tradition und Avantgarde aufs Schönste zusammenbringen. Windbläss bläst vor allem vom Nesslauer Bühl, wo eine restaurierte Webstuben-Orgel zu den Veranstaltungen einlädt, in Kombination mit den unterschiedlichsten Instrumenten und Gesang. Für die Pflege dieses Kulturguts und für die experimentierfreudige Lebendigkeit erhält der Verein Windbläss den Förderpreis der St.Gallischen Kulturstiftung.

 

St.Gallische Kulturstiftung

Die St.Gallische Kulturstiftung zeichnet mit der Vergabe von Förder-, Anerkennungs- und Kulturpreisen besondere Leistungen aus. Dabei legt der Stiftungsrat Wert auf die Berücksichtigung verschiedener Regionen und Themen. Das Spektrum reicht vom Brauchtum bis zur Wissenschaft, von der bildenden Kunst bis zum Naturschutz. Neben diesen Preisen wird auch alle drei Jahre der „Grosse Kulturpreis der St.Gallischen Kulturstiftung“ verliehen, das nächste Mal im kommenden Dezember.


Allgemein - St.Gallische Kulturstiftung verleiht Förder- und Kulturpreise in Uznach (24.03.2016 09:27)


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