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Stellensuchendenzahlen steigen weiter an
Der abgeflachte Trend dieses Herbstes ist im November gebrochen worden. Die Zahl der Stellensuchenden stieg um 3,3 Prozent auf 13'338 Personen (+432). Wie schon in den Vormonaten sind vor allem Fachkräfte, Männer und industrielle Branchen vom Anstieg am stärksten betroffen.
Ende November 2009 waren im Kanton St.Gallen 13'338 Personen als stellensuchend gemeldet, davon 8979 (+237) als arbeitslos. Das ergibt eine Stellensuchendenquote von 5,5 Prozent und eine Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent. Die Stellensuchendenzahlen haben um 3,3, die Arbeitslosenzahlen um 2,7 Prozent zugenommen. Weit überdurchschnittlich ist der Anstieg in den RAV-Regionen Sargans (+7,0 Prozent) und Wattwil (+6,6 Prozent). In den übrigen Regionen liegt sie im Mittel oder darunter. Der Anstieg erklärt sich mit saisonalen (etwa in der Baubranche) und strukturellen Effekten (Rückgang der Beschäftigung im 2. Sektor).
Stark von der gegenwärtigen Entwicklung betroffen sind die männlichen Stellensuchenden. Ihre Zahl hat in Jahresfrist um 71,0 Prozent zugenommen, diejenige der weiblichen um 51,0 Prozent (Gesamtzunahme: 61,8 Prozent). Trotzdem liegt die Stellensuchendenquote der Frauen mit 5,6 Prozent immer noch über derjenigen der Männer (5,4 Prozent). Analoges gilt für die Stellensuchenden aus Fachfunktionen. Bei ihnen betrug der Anstieg in zwölf Monaten 90,3 Prozent, bei den Hilfsfunktionen 36,3 Prozent. Im Industriesektor ist der Anstieg mit 90,5 Prozent doppelt so gross wie im Dienstleistungsbereich (+46,5 Prozent).
Kaum Unterschiede sind dagegen zwischen Ausländern und Schweizern auszumachen. Der Anstieg beträgt bei beiden Gruppen rund 62 Prozent, wobei die Quote der Ausländerinnen und Ausländer rund drei Mal grösser ist. Bei den Altersgruppen ist der Anstieg bei den 15- bis 24-Jährigen mit 66,8 Prozent etwas ausgeprägter als bei den 25- bis 49-Jährigen mit 63,4 Prozent und bei den 50-Jährigen und Älteren mit 54,3 Prozent.
Ende Monat befanden sich 1811 Personen (13,6 Prozent) in einem Kurs oder einem Einsatzprogramm, genau gleich viele gingen einem Zwischenverdienst nach. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen beträgt 808, dies sind 92 mehr als im Vormonat. Klar am meisten Stellen stammen nach wie vor aus dem Bau- und aus dem Gastgewerbe. 423 Betriebe haben für weit über 12'000 Mitarbeitende Kurzarbeit vorangemeldet.
