
Neue Regionalpolitik kann starten
Die Leistungsvereinbarung zur Neuen Regionalpolitik (NRP) für die Jahre 2008-2011 zwischen Bund und Kanton St.Gallen ist unterschrieben. Damit fliessen in den nächsten vier Jahren Bundesbeiträge von 6,42 Mio. Franken und Darlehen von 14 Mio. Franken in den Kanton St.Gallen.
Die Neue Regionalpolitik zielt darauf ab, die regionale Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Dies geschieht in erster Linie durch die Förderung innovativer Projekte, Initiativen und Programme. Die damit verbundene Verbesserung der regionalen Standortfaktoren löst Wachstumsimpulse aus und schafft attraktive Arbeitsplätze.
Kanton stockt Bundesbeiträge auf
Sämtliche Bundesbeiträge müssen durch den Kanton St.Gallen um mindestens denselben Betrag aufgestockt werden. Damit stehen dem Kanton für seine Regionalpolitik jährlich rund 3,2 Mio. Franken Beiträge à fonds perdu zur Verfügung und zinsfreies Kapital von 7 Mio. Franken. Diese Beiträge werden entsprechend dem kantonalen Umsetzungsprogramm für erfolgversprechende Projekte aus den Bereichen "Industrie, High-Tech, Dienstleistungen", "Tourismus", "Natürliche Ressourcen" sowie "Integrale Standortentwicklung" eingesetzt. Für die Umsetzung der NRP ist zudem eine starke regionale Organisation sehr bedeutend. Unter dem Titel "Stärkung des regionalen Managements" haben verschiedenen Regionen begonnen, ihre Organisationen und Strukturen auf die anhaltenden Herausforderungen des Standortwettbewerbes auszurichten.
Bereits bekannte Projektideen
Bereits jetzt sind verschiedene NRP-Projektideen bekannt: Im Bereich "Industrie, High-Tech, Dienstleistungen" hat das Amt für Wirtschaft zwei Studien in Auftrag gegeben. Das Institut für Technologiemanagement an der Universität St.Gallen erstellt eine Analyse über den Zustand des Wissens- und Technologietransfers (WTT) im Kanton St.Gallen. Die Ergebnisse werden Erkenntnisse über den möglichen Bedarf einer Weiterentwicklung des WTT-Prozesses liefern. Eine zweite Studie der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen befasst sich mit dem Aufbau eines Forschungsnetzwerkes auf dem Gebiet der Mikro- und Nanotechnologie. Die Studie dient der Abschätzung, inwieweit der Wirtschaftsstandort Rheintal durch Vernetzung der bestehenden Wissensträger und industriellen Wissensanwender sowie durch die Einbindung weiterer Forschungseinrichtungen gestärkt werden kann. Dieses Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Fürstentum Liechtenstein.
Aktive Standortentwicklung
Ziel der "Perlenkette Bodensee" ist die touristische Weiterentwicklung des Schweizer Bodenseeufers. Attraktive Wellness-Oasen, Gärten und Pärke, aber auch Tagungslandschaften sollen Touristen und Geschäftsleute anlocken und zum Verweilen einladen. Damit wird das Potenzial des Seeufers durch die Kantone Thurgau, Schaffhausen und St.Gallen optimal ausge-schöpft. Gleichzeitig werden gemeinsam neue touristische Angebote geschaffen sowie bestehende besser vernetzt. Ziel es, die Logiernächte am See zu steigern und das Image des Schweizer-Bodenseeufers aufzuwerten.
Die "Integrale Standortentwicklung" unterstützt regional koordinierte Entwicklungen von Wirtschafts- und Wohnstandorten. Investoren gewichten die Rechts- und Planungssicherheit bei ihren Standortentscheidungen immer stärker. Kann ein Wirtschaftsraum attraktive Standorte planerisch aufbereiten und Rechtssicherheit schaffen, so ist dies im Wettbewerb um interessante Investitionsvorhaben sehr vorteilhaft.
Weitere Informationen zur Neuen Regionalpolitik (NRP): www.standort.sg.ch neues Fenster
Allgemein - Neue Regionalpolitik kann starten (27.03.2008 07:46)