Zukunft des St.Galler Obstbaus sichern

Obstbau

Mit dem Projekt St.Galler Obstbau 2015 will der Kanton Wege finden, damit auch in Zukunft professioneller Obstbau auf Hoch- und Niederstamm möglich ist. Nebst wirtschaftlichen Aspekten sollen ökologische Überlegungen weitgehend berücksichtigt werden.


Im zu Ende gehenden Jahr erlitten die Hoch- und Niederstammobstbauern durch den Feuerbrandbefall grosse wirtschaftliche Schäden. Die physische und psychische Belastung, die diese Situation auslöste, ist immer noch gross. In seinem Bekämpfungskonzept richtet sich der Kanton nach den gesetzlichen Vorgaben des Bundes und den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen aus dem In- und Ausland. Demnach werden die stärksten Bakterienstreuer in Hoch- oder Niederstammkulturen entfernt, damit die robusteren Bäume eine Überlebenschance haben. Gegen die Rodung von Hochstämmen wird bekanntlich mitunter heftiger Widerstand geleistet, was sowohl die Bauern wie die Vollzugsorgane in sehr schwierige Situationen bringt.

 

Obstbau entflechten – Ökologie bewahren

 

Mit dem Projekt Obstbau 2015 will das Volkswirtschaftsdepartement die Voraussetzungen schaffen, dass trotz Feuerbrandgefahr der professionelle St.Galler Obstbau eine Zukunft hat. Ziel ist die Erarbeitung einer umfassenden Strategie, damit der Tafel- und Mostobstanbau sowohl auf Niederstämmen wie auf Hochstämmen weiterhin möglich ist. Dabei sollen die Funktionen des Obstbaus für Landschaftsbild und Ökologie möglichst erhalten bleiben. Es geht darum, verschiedene Massnahmen zur Eindämmung der Feuerbrandgefahr zu prüfen sowie Hochstamm- und Niederstammobstbau zu entflechten. Das Projekt wurde von Regierungsrat Josef Keller initiiert und steht unter der Federführung des Landwirtschaftsamtes. Es ist vorgesehen, die betroffenen Kreise wie Obstproduzenten, Obstverwerter, Gemeinden und Naturschutz in das Projekt einzubeziehen.


Allgemein - Zukunft des St.Galler Obstbaus sichern (20.12.2007 08:42)