Kulturprojekte begleiten, koordinieren, fördern

16 Gemeindepräsidenten und der Leiter des Amtes für Kultur haben am Freitag, 27. Januar 2006, in Buchs den Verein "Südkultur" gegründet und einen Vorstand gewählt. Ab April 2006 entwickelt der Verein - vorerst während einer zwölfmonatigen Pilotphase - die Leitlinien der regionenverbindenden Kulturförderung und bündelt die Mittel dafür.


Im November brachten die Trägergemeinden und der Kanton das Projekt in Walenstadt ein erstes Mal auf den "Siedepunkt". Am 27. Januar haben nun die Gemeindepräsidenten und der Leiter des Amtes für Kultur in Buchs formell den Verein "Südkultur" gegründet. Er soll die Leitlinien der regionenverbindenden Kulturförderung entwickeln, als gemeinsame Plattform die Kulturprojekte der Region begleiten und koordinieren sowie die Förderbeiträge aus einer Hand ausrichten. Am 1. April beginnt die Pilotphase, die bis zum 31. März 2007 dauert und anschliessend ausgewertet wird. Mitglieder im Verein "Südkultur" sind die Gemeinden Amden, Alt St.Johann, Bad Ragaz, Buchs, Gams, Grabs, Mels, Pfäfers, Quarten, Sargans, Sennwald, Sevelen, Walenstadt, Wartau, Weesen und Wildhaus sowie der Kanton St.Gallen.

 

Vorstand mit Co-Präsidium

 

Die Gründungsversammlung hiess die Statuten gut und wählte einen neunköpfigen Vorstand. Das Co-Präsidium teilen Ferdinand Riederer, Gemeindepräsident von Pfäfers, und Hans Schmid, Leiter des Kantonalen Amtes für Kultur. Die weiteren Vorstandsmitglieder heissen Theres Aschwanden, Architektin, Sargans/Zürich, Alois Ebneter, Gemeindepräsident von Alt St.Johann, Betty Grob, Kulturvermittlerin, Sargans, Ernst Hanselmann, Gemeindepräsident von Buchs, Bernarda Mattle, Künstlerin, Grabs, Martin Ulrich, Musiker, St.Gallen, und Peter Zehnder, Verleger und Projektmoderator, Zürich. Das Amt für Kultur übernimmt die Geschäftsführung; sie wird von Hans Schmid und seinem Stellvertreter Florian Eicher wahrgenommen.

 

Der Vorstand wird die spannende Aufgabe, wie sich Versammlungsleiter Ferdinand Riederer freute, mit Herzblut und Weitblick anpacken. Neben dem breiten Dialog und der Konzeptarbeit wird die Beurteilung von Beitragsgesuchen eine Hauptaufgabe des Vorstandes sein. Die Gründungsversammlung legte deshalb Wert darauf, das Gremium mit Persönlichkeiten zu besetzen, die in unterschiedlicher Weise einen Bezug zur Kultur und zur Region haben. Sie sollen den Blick für grundsätzliche Fragestellungen öffnen, einen lebendigen Bezug zur Kultur und zur Region haben und den Zugang zu Netzwerken ermöglichen, die über das Gebiet von "Südkultur" hinausreichen.

 

Taufname gesucht

 

Mit dem Vorstand hat "Südkultur" einen starken Paten. Offen bleibt noch die Frage nach dem passenden Taufnamen. Der Begriff "Südkultur" begeistert die einen und stört die andern. Die Gründungsversammlung hat darum beschlossen, die Bevölkerung einzuladen, beim Finden des Namens mitzuwirken. Vorschläge können bis 23. Februar 2006 beim Amt für Kultur, Regierungsgebäude, 9001 St.Gallen, kultur(at)sg.ch eingereicht werden. Der Name muss einfach, kurz, prägnant, einprägsam und treffend sein. Er soll deutlich den Bezug zur Kultur und zur Region herstellen. Der Vorstand wird im März über den Namen entscheiden. Der Gewinnerin oder dem Gewinner winkt ein bescheidener Preis in Form eines Kulturerlebnisses, das zum Namen passt.

 

Geld von drei Seiten

 

Den Fördertopf von "Südkultur" finanzieren in erster Linie die beteiligten Gemeinden und der Kanton. Weitere Gelder fliessen von Dritten zu, zum Beispiel aus dem Casinofonds der Regionen Sarganserland-Walensee und Werdenberg. Für die einjährige Pilotphase und die anschliessenden neun Monate Auswertung bezahlen die Gemeinden total 280'000 Franken. Der Kanton schiesst den gleichen Betrag zu.

 

27. Januar 2006


Allgemein - Kulturprojekte begleiten, koordinieren, fördern (27.01.2006 00:00)