
Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Die demografischen Veränderungen werden in den nächsten Jahren auch im Kanton St.Gallen zu einem Fachkräftemangel führen. Daher wird es immer wichtiger, dass Arbeitgebende den Anforderungen der Mitarbeitenden an die Balance zwischen Beruf und privatem Leben entgegen kommen. Besonders für Familien mit Kindern im Vorschulalter ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie von zentraler Bedeutung. Sie sind deshalb auf genügend externe Betreuungsmöglichkeiten und attraktive Arbeitsangebote angewiesen.
Der Kanton St.Gallen als Arbeitgeber hat diese Bedürfnisse erkannt und macht ernst mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Es wurde eine Reihe von Massnahmen entwickelt, die in den nächsten Jahren schrittweise umgesetzt werden. Ein erstes konkretes Beispiel ist eine Broschüre rund ums Thema Nachwuchs, die werdende Eltern und deren Vorgesetzte dabei unterstützen will, schon im Vorfeld einer Geburt gemeinsam nach tragfähigen Lösungen zu suchen. Weitere Schritte zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie betreffen die Durchsetzung von Teilzeit auch auf Führungsebene für Frauen und Männer sowie die Schaffung neuer Arbeitszeitmodelle.
Von den Innovationen sollen neben Eltern auch andere Mitarbeitende, die beispielsweise Angehörige betreuen oder pflegen, profitieren können.
Teilzeitmann – Ganze Männer machen Teilzeitkarriere
Männer.ch lanciert Kampagne
Nur jeder zehnte Mann im erwerbsfähigen Alter arbeitet Teilzeit, obwohl gemäss der St.Galler Studie "Vereinbarkeit von Beruf und Familie – Was Männer wollen!"mehr als 50 Prozent der Männer, vor allem der Väter, ihr Arbeitspensum reduzieren würden, um mehr Zeit für die Familie zu haben. Das soll sich nun ändern. Mit finanzieller Unterstützung des Bundes startete Männer.ch am 6. November 12 das Projekt "Teilzeitmann". Erklärtes Ziel der Deutschschweizer Kampagne ist es, dass bis 2020 zwanzig Prozent der Männer in der Schweiz Teilzeit erwerbstätig sind. Die Verantwortlichen von Männer.ch sind überzeugt, dass vermehrte Teilzeit auch bei Männern zu einem selbstbestimmteren Leben und damit einer höheren Lebensqualität führt. Und je mehr Männer – auch mit Führungsverantwortung – Teilzeit arbeiten, desto mehr werden auch viele gut ausgebildete Frauen dies tun können. >Weitere Informationen neues Fenster
Yes we care. Broschüre über Betreuungs-Arrangements
Die Studie zeigt mit Momentaufnahmen, wie Menschen in unterschiedlichen Haushalten betreut werden. Diese Arbeit – Care-Arbeit genannt – ist für das Funktionieren unserer Wirtschaft und Gesellschaft lebensnotwendig. Sie wird vorwiegend unbezahlt von Frauen geleistet und wird zunehmen, da es immer mehr pflegebedürftige Menschen gibt. Die 14 beeindruckenden Portraits zeigen die Vielfalt der Arbeit, aber auch deren Bedeutung für unsere Lebensqualität. Zugleich heben sie hervor, wie belastend und verantwortungsvoll die Care-Arbeit in Privathaushalten ist. > Weitere Informationen neues Fenster
Was Männer wollen! Studie zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben
Mit der Studie "Was Männer wollen!» erhob Pro Familia im Auftrag des Departementes des Innern die Bedürfnisse der Männer, wenn es um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht. Klicken Sie hier, um weitere Informationen abzurufen
Männerprojekte für mehr Gleichstellung im Erwerbsleben
Auch Männer stehen in ihrem privaten und beruflichen Leben Herausforderungen gegenüber, die einen direkten Bezug zur Gleichstellung haben.
Die vom Eidgenössischen Büro für Gleichstellung von Frau und Mann EGB lancierte Initiative «Make it work. Männerprojekte für mehr Gleichstellung im Erwerbsleben» will männerspezifische Aspekte der Gleichstellung im Erwerbsleben aufzeigen und vermitteln, wie Projekte mit Zielgruppe Männer mit Unterstützung der Finanzhilfe realisiert werden können.
Hilfe zur Selbsthilfe bei der Kinderbetreuung
Der Bedarf nach formeller Kinderbetreuung (Krippe, Tagesfamilie, Kinderfrau) ist ungebrochen gross, es fehlen schweizweit mindestens 50'000 Plätze. Viele Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren sind zuhause unbeaufsichtigt. Die Internetplattform esgehtauchso springt in die Lücke und hilft Familien, ihre Kinderbetreuung auf privater Basis zu organisieren. Über die Plattform lässt sich beispielsweise eine Partnerfamilie in der Nachbarschaft zur gegenseitigen Unterstützung bei der Kinderbetreuung finden. Auch können neu Zugezogene für sich und ihre Kinder Anschluss suchen. Es werden ausschliesslich ehrenamtliche Angebote vermittelt.
Für weitere Information wenden Sie sich an:
| Kontakt: | Departement des Innern |
|---|---|
| Dienststelle: | Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung |
| Ansprechperson: | Brigitte Meyer |
| Adresse: |
Regierungsgebäude
9001 St.Gallen |
| Telefon: | 058 229 21 62 |
St.Galler Agenda zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie
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