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Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Vater spielt mit seinem Sohn

Die demografischen Veränderungen werden in den nächsten Jahren auch im Kanton St.Gallen zu einem Fachkräftemangel führen. Daher wird  es immer wichtiger, dass Arbeitgebende den Anforderungen der Mitarbeitenden an die Balance zwischen Beruf und privatem Leben entgegen kommen. Besonders für Familien mit Kindern im Vorschulalter ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie von zentraler Bedeutung. Sie sind deshalb auf genügend externe Betreuungsmöglichkeiten und attraktive Arbeitsangebote angewiesen.

 

Der Kanton St.Gallen als Arbeitgeber hat diese Bedürfnisse erkannt und macht ernst mit der Vereinbarkeit  von Beruf und Familie. Es wurde eine Reihe von Massnahmen entwickelt, die in den nächsten Jahren schrittweise umgesetzt werden. Ein erstes konkretes Beispiel ist eine Broschüre rund ums Thema Nachwuchs, die werdende Eltern und deren Vorgesetzte dabei unterstützen will, schon im Vorfeld einer Geburt gemeinsam nach tragfähigen Lösungen zu suchen. Weitere Schritte zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie betreffen die Durchsetzung von Teilzeit auch auf Führungsebene für Frauen und Männer sowie die Schaffung neuer Arbeitszeitmodelle.

 

Von den Innovationen sollen neben Eltern auch andere Mitarbeitende, die beispielsweise Angehörige betreuen oder pflegen, profitieren können.


Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung, ein Erfolgsmodell

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Seit 11 Jahren gibt es Finanzhilfen vom Bund für die ergänzende Kinderbetreuung. Diese entsprechen einem grossen Bedürfnis: Seit Beginn des Impulsprogramms hat der Bund die Schaffung von 43'255 neuen Betreuungsplätzen unterstützt.

 

Die neueste Evaluation zeigt, dass das Impulsprogramm sein Ziel erreicht. Die Betreuungseinrichtungen tragen viel zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei. Ohne Betreuungsplatz müsste rund die Hälfte der befragten Eltern die Erwerbstätigkeit aufgeben oder reduzieren. Die Finanzhilfen wirken zudem sehr nachhaltig: 98 % der Kindertagesstätten und 95% der schulergänzenden Einrichtungen sind auch nach dem Ende der Finanzhilfen noch in Betrieb. Das Impulsprogramm ist bis 2015 bewilligt.

 

>Weitere Informationen


Jobs für Mama

Die Webseite Jobs für Mama bringt gut qualifizierte Mütter mit Unternehmen zusammen, die dem Fachkräftemangel mit flexiblen Arbeitsmodellen begegnen möchten. Die Gründerinnen leisten mit ihrer Online-Jobbörse einen wertvollen Beitrag zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.


Viel Neues für Väter und andere Männer

Die Website Swissdaddy enthält viele Informationen, aktuelle Artikel und Tipps für Männer, die Vater werden und schon Vater sind.


Buchtipp

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Kirschten, Uta: Work-Life-Balance. Herausforderungen – Konzepte – Praktische Erfahrungen. Espert Verlag 2014

 

Das Konzept der Work-Life-Balance wird seit der Jahrtausendwende immer wichtiger. Dies auch deshalb, weil durch den Einsatz der modernen Kommunikationsmittel die Gefahr der Entgrenzung zwischen Arbeit und Nichtarbeit steigt.

 

Besonders schwierig ist die Work-Life-Balance für erwerbstätige Mütter, da sie meistens die Hauptverantwortung für die Kinderbetreuung tragen. Mit flexiblen Arbeitszeiten, Home Office und aktiver Unterstützung bei der Vermittlung externer Kinderbetreuung leisten Unternehmen einen wichtigen Beitrag an die Vereinbarkeit.

 

Doch in Zeiten erhöhten Drucks im Erwerbsleben missachten Arbeitnehmende generell ihre eigenen Grenzen der Belastbarkeit. Da sind Vorgesetzte, die auf ihre eigene Work-Life-Balance achten, als Vorbilder gefragt.

 


Teilzeitmann – Ganze Männer machen Teilzeitkarriere

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Die Kampagne von Männer.ch ist auf Kurs

Nur jeder zehnte Mann im erwerbsfähigen Alter arbeitet Teilzeit, obwohl gemäss der St.Galler Studie "Vereinbarkeit von Beruf und Familie – Was Männer wollen!"mehr als 50 Prozent der Männer, vor allem der Väter, ihr Arbeitspensum reduzieren würden, um mehr Zeit für die Familie zu haben. Das soll sich nun ändern. Mit finanzieller Unterstützung des Bundes startete Männer.ch am 6. November 2012 das Projekt "Teilzeitmann". Erklärtes Ziel der Deutschschweizer Kampagne ist es, dass bis 2020 zwanzig Prozent der Männer in der Schweiz Teilzeit erwerbstätig sind. Die Verantwortlichen von Männer.ch sind überzeugt, dass vermehrte Teilzeit auch bei Männern zu einem selbstbestimmteren Leben und damit einer höheren Lebensqualität führt. Und je mehr Männer – auch mit Führungsverantwortung – Teilzeit arbeiten, desto mehr werden auch viele gut ausgebildete Frauen dies tun können.

Wie die neuesten Zahlen zeigen, ist die Kampagne auf Kurs. Die Zahl der Männer, die den Schritt in die Teilzeit wagen und dazu ihre Geschichte erzählen, steigt: www.teilzeitkarriere.ch

 

>Allgemeine Informationen zur Teilzeitkampagne

 


Yes we care. Broschüre über Betreuungs-Arrangements

Die Studie zeigt mit Momentaufnahmen, wie Menschen in unterschiedlichen Haushalten betreut werden. Diese Arbeit – Care-Arbeit genannt – ist für das Funktionieren unserer Wirtschaft und Gesellschaft lebensnotwendig. Sie wird vorwiegend unbezahlt von Frauen geleistet und wird zunehmen, da es immer mehr pflegebedürftige Menschen gibt. Die 14 beeindruckenden Portraits zeigen die Vielfalt der Arbeit, aber auch deren Bedeutung für unsere Lebensqualität. Zugleich heben sie hervor, wie belastend und verantwortungsvoll die Care-Arbeit in Privathaushalten ist. > Weitere Informationen


Was Männer wollen! Studie zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben

Mit der Studie "Was Männer wollen!» erhob Pro Familia im Auftrag des Departementes des Innern die Bedürfnisse der Männer, wenn es um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht. Klicken Sie hier, um weitere Informationen abzurufen


Schriftzug Männerprojekte für mehr Gleichstellung im Erwerbsleben

Männerprojekte für mehr Gleichstellung im Erwerbsleben

Auch Männer stehen in ihrem privaten und beruflichen Leben Herausforderungen gegenüber, die einen direkten Bezug zur Gleichstellung haben.

Die vom Eidgenössischen Büro für Gleichstellung von Frau und Mann EGB lancierte Initiative «Make it work. Männerprojekte für mehr Gleichstellung im Erwerbsleben» will männerspezifische Aspekte der Gleichstellung im Erwerbsleben aufzeigen und vermitteln, wie Projekte mit Zielgruppe Männer mit Unterstützung der Finanzhilfe realisiert werden können.

 

Für weitere Informationen klicken Sie hier!


Hilfe zur Selbsthilfe bei der Kinderbetreuung

zwei Kleinkinder bim Spielen

Der Bedarf nach formeller Kinderbetreuung (Krippe, Tagesfamilie, Kinderfrau) ist ungebrochen gross, es fehlen schweizweit mindestens 50'000 Plätze. Viele Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren sind zuhause unbeaufsichtigt. Die Internetplattform esgehtauchso springt in die Lücke und hilft Familien, ihre Kinderbetreuung auf privater Basis zu organisieren. Über die Plattform lässt sich beispielsweise eine Partnerfamilie in der Nachbarschaft zur gegenseitigen Unterstützung bei der Kinderbetreuung finden. Auch können neu Zugezogene für sich und ihre Kinder Anschluss suchen. Es werden ausschliesslich ehrenamtliche Angebote vermittelt.

 

www.tandemfamilie.ch


Für weitere Information wenden Sie sich an:

Kontakt: Departement des Innern
Dienststelle: Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung
Ansprechperson: Brigitte Meyer
Adresse: Regierungsgebäude
9001 St.Gallen
Telefon: 058 229 21 62


St.Galler Agenda zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie

PDF-Datei St.Galler Agenda.pdf (1541 kB, PDF)    
PDF-Datei Erläuterungen zur St.Galler Agenda (96 kB, PDF)