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Gleichstellung

Das Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung (KIG) lanciert eigene Projekte, beteiligt sich an schweizerischen Kampagnen und vernetzt Akteurinnen und Akteure aus dem privaten und dem öffentlichen Bereich, die sich für die Gleichstellung der Geschlechter einsetzen. Es informiert die Öffentlichkeit über themenspezifische Angebote und unterstützt privates Engagement für die Gleichstellung der Geschlechter mit finanziellen Beiträgen und Wissen.

AKTUELLES

«Reg dich nicht so auf, es war doch nur Spass»

Fachtagung zum Thema Alltagsdiskriminierung
Dienstag, 14. November 2017, 13.30 bis 17.30 Uhr

Subtile Diskriminierungsformen sind alltäglich. «Für eine Frau ist das ganz passabel», «Du sprichst ja gut Deutsch» oder «Reg dich nicht so auf, es war doch nur Spass» sind Aussagen, die dem alltäglichen Denken und Handeln entspringen. Abwertende oder vermeintlich nett gemeinte Umgangsformen zeigen sich auch im nonverbalen Umgang. Sie führen bei den Betroffenen oftmals zu einem Gefühl von Minderwertigkeit oder Nicht-Zugehörigkeit.

 

An der diesjährigen Fachtagung sind Alltagssexismus und neue Medien, rassistische Witze und Arbeitsmarktdiskriminierung konkrete Themen über die Franziska Schutzbach und Rohit Jain mit den Teilnehmenden ins Gespräch treten. Ziel der diesjährigen Fachtagung ist es, subtile Diskriminierungen im Alltag zu erkennen und zu thematisieren. Gemeinsam mit den Teilnehmenden werden konkrete Beispiele aus unterschiedlichen Lebensbereichen formuliert und mögliche Handlungsstrategien im Umgang damit entwickelt.

 

Angesprochen sind Fachpersonen der Integrations- und Gleichstellungsarbeit, Behördenvertreterinnen und Behördenvertreter sowie die interessierte Öffentlichkeit.

 

Anmeldung bis 31. Oktober 2017. Die Teilnahme ist kostenlos. 


Studie zur Wirkung des Gleichstellungsgesetzes (GIG) in den Kantonen

Das GIG verbietet die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts im Erwerbsleben; von der Anstellung über den Lohn, die Weiterbildung und die Kündigung bis zur sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz.

 

20 Jahre nach Inkrafttreten des GlG stellt sich die Frage nach dessen Wirkung im Alltag. So scheitern die wegen Diskriminierung aufgrund des Geschlechts erhobenen Klagen in einer Mehrzahl der Fälle, wie eine aktuelle Analyse der kantonalen Rechtsprechung nach dem GlG aufzeigt.

 

Untersucht wurden gegen 200 kantonale Gerichtsentscheide aus den Jahren 2004 bis 2015. Dabei zeigte sich u.a., dass das GlG bei der Rechtsprechung oft nicht berücksichtigt wurde und die Zahl der Fälle, in denen es um Diskriminierung von Schwangerschaft und Mutterschaft geht, stark angestiegen ist und ein Drittel der Urteile Fälle von Lohndiskriminierung betrifft.

Fragen zur Gleichstellung allgemein

  Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung
  Amt für Soziales
Adresse: Spisergasse 41
9001 St.Gallen
Telefon: 058 229 21 62