Zentrum für Asylsuchende Landegg

Kontakt

Zentrum für Asylsuchende Landegg

Postfach 47, 9034 Eggersriet

Tel: +41 58 229 82 31

E-Mail: abz.landegg@sg.ch

Zentrum für Asylsuchende Landegg

Oberhalb von Rorschacherberg, liegt die Landegg, ein ehemaliges Kur- und Seminarhotel. Seit März 2010 nutzt es der Kanton St. Gallen als Zentrum für Asylsuchende. Hier finden bis zu 125 Asylsuchende während eines Teils ihres Asylverfahrens Unterkunft und Betreuung. Ziel ist es, die Asylsuchenden in dieser Zeit auf einen selbständigen, eigenverantwortlichen Aufenthalt in der Schweiz oder auf die Rückkehr ins Herkunftsland vorzubereiten. Sie werden in der deut­schen Sprache unterrichtet und mit den hier geltenden Regeln und Gepflogenheiten vertraut gemacht. Kinder werden in der zentrumsinternen Primarschule eingeschult. Hausarbeit, Küche, Aussenarbeit und jegliche andere Aufgaben werden von den Asylsuchenden selbst übernom­men. Das Mitarbeiter-Team übernimmt dabei unterstützende, schulende, betreuende sowie administrative Aufgaben.

Zusammenarbeit Appenzell Ausserrhoden

Das Besondere an der Landegg ist deren kantonsübergreifende Lage. Während das Hauptgebäude des Zentrums auf dem Gebiet der Gemeinde Eggersriet/SG liegt, befinden sich weitere Nebengebäude mit zusätzlichen Unterkünften für Asylsuchende auf dem Gemeindegebiet von Lutzenberg/AR. Seit November 2010 werden gemäss einer Leistungsvereinbarung zwischen den beiden Kantonen St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden, Asylsuchende von beiden Kantonen untergebracht. Dabei stehen dem Kanton Appenzell Ausserrhoden ein Drittel der Gesamt-Plätze zur Verfügung.

Infrastruktur

Infrastruktur

Als ehemaliges Tagungszentrum sind die Gebäude und die vorhandene Infrastruktur bestens als Zentrum für Asylsuchende geeignet. In 2 verschiedene Häuser verteilen sich 45 Zim­mer mit insgesamt 125 Betten. Die Möblierung ist mit Bett, Nachttisch und einem Schrank eher schlicht gehalten.

Infrastruktur

Nebst den Zimmern der Asylsuchenden verfügt das Zentrum über einen gemeinsamen Ess­raum, einen Aufenthaltsraum mit TV und Gesellschaftsspielen, ein Kinderschulzimmer, ein weiteres Schulzimmer, und eine Waschküche. Die Grossküche und Lagerräume sind optimal für die Zubereitung grosser Nahrungsmengen.

Infrastruktur

Das Haus ist von einem Garten mit Sitzplätzen, einem Sandkasten, einer Schaukel, zwei Ping­pong-Tischen und einem Aussenschachbrett umgeben.

Rahmenbedingungen der Asylsuchenden

Die Asylsuchenden im Zentrum Landegg erhalten folgende Leistungen:

-       Ein Bett und ein Schrank in einem Mehrbettzimmer

-       3 Mahlzeiten pro Tag

-       Krankenversicherung und medizinische Grundversorgung

-       Einfache, notfallmässige Zahnbehandlung

-       Geld für Hygieneartikel: Erwachsene und Kinder 0.50/Tag

-       Geld für Kleidung: Erwachsene und Kinder 1.-/Tag

-       Taschengeld: nur Erwachsene 3.00/Tag

Betreuung

Betreuung

Die Asylsuchenden werden als eigenständige, selbstverantwortliche Menschen angegangen. Wir erwarten, dass sie sich mit Informationen zu ihren Chancen und Möglichkeiten sowie den Anforderungen und Schwierigkeiten innerhalb des ganzen Zentrumsbetriebs auseinanderset­zen und sich auf einen Aufenthalt in der Schweiz oder eine allfällige Rückkehr in das Her­kunftsland vorbereiten.

Betreuung

Das Zusammenleben von Menschen aus verschiedensten Kulturen, der ständige Wechsel der Bewohnenden, ihre unsicheren Lebensperspektiven und ihre vielfachen individuellen Probleme fordern das Betreuungsteam in verschiedenen Berei­chen. Mit einer klaren Hausordnung und einem 24-Stunden-Betrieb wird für Sicherheit und Ordnung im Zentrum gesorgt und versucht, den Asylsuchenden einen geregelten Tagesablauf zu geben.

Die Mitarbeitenden des Gesundheits- und Sozialdienstes kümmern sich um spezifische Anliegen der Asylsuchenden und sind Anlaufstelle für deren Probleme. Sie geben Hilfestellung beim Übersetzen offizieller Dokumente, stellen Urlaubsscheine aus und führen Gespräche. Gele­gentlich finden Informationstage zu HIV-Aidsprävention, Familienplanung, Zahnhygiene und sonstigen Gesundheitsfragen statt.

 

Der Hausdienst und die Haustechnik überwachen und kontrollieren die Asylsuchenden bei den Putz- und Umgebungsarbeiten. So sorgen sie für Sauberkeit und halten die Infrastruktur in gu­tem Zustand. Die Lehrkräfte und Betreuer leiten Deutschkurse und Beschäftigungsprogramme. Sporadische Aktivitäten wie Sport, Ausflüge und Beschäftigungsprogramme sorgen für Ab­wechslung und Bewegung. Neben der Schule werden Kindern mit Basteln, Spielen und sportli­chen Aktivitäten wichtige Fähigkeiten und ein gesunder Umgang miteinander beigebracht und ihre Entwicklung unterstützt.

Beschäftigung im Alltag

Beschäftigung im Alltag

Die Asylsuchenden nehmen aktiv die täglich anfallenden Aufgaben wie Haus- und Umge­bungsarbeit wahr. Das Zentrumsteam übernimmt dabei vorwiegend Kontroll-, Organisations- und Überwachungsfunktion. Auch die drei täglichen Mahlzeiten werden von den Bewohnern unter Anleitung unseres Küchenchefs in der zentralen Küche zubereitet. Bei Reparatur-, Renovierungs- und Umbauarbeiten werden die Bewohnenden bestmöglich einbezogen. In allen Arbeitsbereichen werden den Asylsuchenden unsere Schweizer Normen und Werte vermittelt sowie ihre Selbständigkeit und ihr Verantwortungsbewusstsein gefördert.

Schule

Schule

Erwachsene werden in einem Mehrklassensystem in die deutsche Sprache eingeführt. Ziel ist es, dass sie nach Verlassen des Zentrums Landegg den Alltag und das Leben in der Schweiz ohne grosse sprachliche Hindernisse meistern können. Der Fokus liegt deshalb beim Lernen deutscher Grundbegriffe und Formen sowie beim Lesen und Schreiben im lateinischen Alpha­bet. Der Schulbesuch ist obligatorisch.

 

Schulpflichtige Kinder besuchen täglich den obligatorischen Schulunterricht. Dort werden ihnen nicht nur das Alphabet und die deutsche Sprache, sondern auch übliche Schulgepflogenheiten und gutes Benehmen beigebracht. Weiter werden musische, motorische und feinmotorische Fähigkeiten gefördert. So sollen die Kinder vorbereitet werden auf eine rechtzeitige, reibungs­lose Einschulung in eine ordentliche Schule, nachdem sie vom Asylzentrum Landegg wegge­hen.

Öffentlichkeitsarbeit

Ein guter Kontakt mit den anliegenden Gemeinden sowie den unmittelbaren Nachbarn ist der Zentrumsleitung sehr wichtig. Das Zentrum soll einen Platz in der Gesellschaft einnehmen können und bei Problemen oder Unstimmigkeiten wird nach besten Möglichkeiten versucht, eine Lösung zu finden. Das Zentrum organisiert zudem Hausführungen, sowie einen Tag der offenen Tür. Interessierte sind jederzeit willkommen und können nach Absprache in der Landegg vorbeizuschauen.

 

Ebenfalls von grosser Bedeutung ist die Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei, der Feuer­wehr und den Behörden.

.