S-Bahn FLACH

Das grenzüberschreitende Bahnangebot zwischen der Region Werdenberg, dem Fürstentum Liechtenstein und Vorarlberg ist heute nicht optimal. Zehn Regionalzugpaare der ÖBB verkehren zwischen Buchs, Schaan und Feldkirch unregelmässig am Morgen, Mittag und Abend. Die Strecke ist durchgehend nur eingleisig, die Bahnhofinfrastrukturen sind veraltet. Der dichte Busverkehr wird im Stossverkehr stark behindert. Im betroffenen Raum bestehen starke Pendlerbeziehungen und häufig Verkehrsstaus. Der öffentliche Verkehr ist heute trotz Stausituationen zeitlich keine wirkliche Alternative zum Individualverkehr.

 

Mit dem S-Bahn FL.A.CH soll ein grenzüberschreitendes Bahnangebot geschaffen werden, welches auf die beiden Bahnsysteme der Schweiz und Österreich abgestimmt ist. Geplant ist in einem ersten Schritt zwischen Buchs und Feldkirch ein Angebotsausbau zu einem Halbstundentakt während den Hauptverkehrszeiten. Dies setzt den Bau eines Doppelspurabschnitts im Raum Tisis-Nendeln voraus. Mit diesem Ausbau können in Buchs bessere Anschlüsse in Richtung St.Margrethen und Sargans sowie in Feldkirch nach Bregenz und Bludenz realisiert werden.

 

In einem zweiten Schritt ist vorgesehen, die Zugsläufe über die Knoten Buchs und Feldkirch hinaus zu verlängern. Auf Schweizer Seite wird derzeit geprüft, ob und wie der Zug von Feldkirch über Buchs nach Sargans und Chur geführt werden könnte. Dies bedingt den Bau eines Doppelspurabschnitts im Raum Buchs-Sevelen, die Anpassungen von Weichenverbindungen im Bahnhof Buchs sowie den Ausbau der Stationen. Mit dem Zusatzzug könnten auch die Haltestellen Räfis-Burgerau, Weite, Sevelen und Trübbach bedient und für Bad Ragaz / Maienfeld ein Anschluss an den Intercity von Sargans hergestellt werden.

 

Über das Angebotskonzept für den Abschnitt Feldkirch-Buchs besteht eine Vereinbarung zwischen dem Kanton St.Gallen, Vorarl­berg und dem Fürstentum Liechtenstein vom Juni 2008. Der Landtag des Fürstentums Liechtenstein hat die Projektierungskosten für den Ausbau der ÖBB-Bahnlinie mit geschätzten Baukosten von rund 100 Mio. Euro bewilligt. Die Realisierung ist nach Sicherstellung der Baukostenfinanzierung bis Ende 2015 geplant.

 

Für den SBB-Abschnitt wird derzeit im Auftrag des Kantons St.Gallen eine Infrastrukturstudie für die Doppelspur Buchs-Sevelen sowie die Modernisierung der Stationen erarbeitet. Die Grobkostenschätzung für die notwendigen Infrastrukturausbauten beläuft sich auf rund 100 Mio. Franken. Doppelspurausbauten auf der internationalen Strecke sind notwendig, weil sich die Züge des Fern-, Güter- und Regionalverkehrs im eingleisigen Engpass gegenseitig behindern.

 

Die Doppelspurausbauten auf dem SBB-Abschnitt sollen zusammen mit den Ausbauten für den Intercity-Halbstundentakt Zürich-Sargans und die halbstündliche Bahnanbindung aus dem Rheintal realisiert werden. Der Bundesrat sieht diesen Ausbauschritt bis 2025 vor. Technisch wäre eine Realisierung bis 2018 möglich. Der Ausbau der Stationen für den Regionalverkehr kann voraussichtlich über das Agglomerationsprogramm Werdenberg-.Liechtenstein mit entsprechenden Bundesbeiträgen realisiert werden. Die Ausbauten für den Fern- und Güterverkehr als Bundesaufgabe und die 2. Etappe der S-Bahn FL.A.CH. sind zeitlich aufeinander abzustimmen und möglichst bis 2018 respektive vor 2025 zu realisieren.

 

Weitere Informationen zur S-Bahn FL.A.CH. http://www.regierung.li/uploads/media/S-Bahn_Folder.pdf

Für weitere Informationen:

  Amt für öffentlichen Verkehr
  Andreas Bieniok, Amtsleiter
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