Professen unter Abt Gallus Alt (Teil 2: 1667-1687)

Professen unter Abt Gallus Alt (Teil 2: 1667-1687)


48. Simon Wagenhauser

P. Simon (Benedikt) Wagenhauser von Mimmenhausen bei Salem. Geboren am 23. April 1647. Er kam am 6. Oktober 1664 an die Schule in St.Gallen. Profess 20. März 1667. Subdiakon 31. Mai 1670; Diakon 23. Mai 1671; Priester 2. April 1672. Primiz 19. April 1672.

 

Seit dem 2. August 1674 lehrte er praktische Theologie in St.Gallen. Vom 1. Oktober 1681 an war er als Lehrer in St.Johann tätig. Am 15. September 1686 kam er zum erwählten Abt von Murbach, P. Kolumban in Hesingen, als Kaplan, von wo er am 24. August 1699 heimkehrte. Hier betätigte er sich als Beichtvater des Konvents. Er starb am 30. März 1720.[i]

 

Schriften:

 

Notae in universam Philosophiam traditam a P. Eusebio Weissenbach mon. S. Galli. Scripsit Fr. S. W. 1665-1667, Mscr. 1614, Papier 2°, unpag. (Sch., p. 498). (369)

 

[i] Stipplin, Band 196, p. 876.


49. Mathias Hann

P. Mathias (Peter) Hann von Bürs bei Bludenz. Geboren am 24. Juli 1647. Profess 20. März 1667. Subdiakon 31. Mai 1670; Diakon 23. Mai 1671; Priester 2. April 1672. Primiz 24. April 1672.

 

Seit dem 26. Oktober 1676 finden wir ihn als Pfarrer in Hemberg, bis er am 25. September 1677 zum Professor der spekulativen Theologie ernannt wurde. Am 20. September 1680 wurde er Notarius Apost. Mit andern Mitbrüdern (s. o.) schickte ihn Abt Gallus am 7. Januar 1681 nach Salzburg, wo er in beiden Rechten den Doktorgrad erlangte. 1684, 24. November, kam er für einige Zeit nach Rheinau, wo er Kirchenrecht lehrte; 1687 kehrte er zurück.[i] Dann lehrte er Kirchenrecht in St.Gallen, bis er am 12. August 1690 als Propst von Peterzell und zugleich als Pfarrer von Hemberg fortkam. 1693 finden wir ihn aber in Neu St.Johann, wo er am 25. Mai des folgenden Jahres Küchenmeister wird. Von dort musste man ihn schwerkrank am 19. November 1694 in einer Sänfte nach St.Gallen bringen, wo er am 24. Dezember 1694, erst 47 Jahre alt, starb.

 

Schriften:

 

a) Gedruckte:

 

Flores angelici, hoc est selectae quaestiones e prima D. Thomae in fasciculum collectae . . . ad publicum examen (praeside P. Mathia) propositae Gabr. Messerschmied, Paul Vogler, Augustin. Schweickhard, Carl. Beszler. Anno 1679 die (5.) mens. (Aprilis). Ohne Druckvermerk. 12°, 11 S. – Stiftsbibliothek St.Gallen GG. M. 7, 5 (Grolig).

 

b) Ungedruckte:

 

Compendium philosophiae et theses physicae. Mscr. 1200, 8°, 349 S. (Sch., p. 423; die Angabe Scherers: von 1628 kann nicht richtig sein.) (370)

 

[i] Die Angabe von Rothenflue, dass er von 1684-1685 Pfarrer in Wildhaus war, ist darum wohl kaum richtig.


50. Robert Leu

P. Robert (Viktor Fidelis) Leu von Stans. Geboren am 16. September 1652 als Sohn des Johann Jakob Leu, Hauptmann, Ritter und Statthalter,[i] und der Anna Maria Zelger. Er kam am 24. März 1666 nach St.Gallen. Profess 29. Juni 1669. Subdiakon 23. September 1673; Diakon 22. September 1674; Priester 19. September 1676. Primiz 27. September 1676.

 

1678, am 19. Oktober, kam er nach St.Johann, wo er bis am 11. Oktober 1679 blieb. Daheim lehrte er Theologie, ehe er vom 9. Januar bis 13. September 1681 zum Studium der Rechte nach Salzburg ging. Zwei Tage nach seiner Heimkehr wurde er Instruktor scholarium. Am 19. September 1682 schickte ihn der Abt nach Murbach, von wo er aber wegen Heimweh schon am 16. Dezember 1683 wieder heimkam. Von 1689-1690 war er (nach Rothenflue) Pfarrer in Hemberg. Bis zum 30. Juni 1694 versah er sodann das Vestiarium in St.Gallen. Nach einer Aufzeichnung war er auch Pfarrer in Stein. Er starb am 10. März 1697, wahrscheinlich infolge eines innern Apostem, wie der Abt und andere meinten, «weswegen er sich schon vile Zeit beklagdt, undt hat ihme circa praecordia gross stechen vhndt schmertzen verursacht.»[ii] (371)

 

[i] Nachkomme einer Tochter des sel. Bruder Klaus.

[ii] Abt Leodegar. – Stipplin, Band 196, p. 883; ibid. der Stammbaum der Familie, der zeigt, wie er ein Nachkomme des sel. Nikolaus v. Flüe war.


51. Kilian Wirth

P. Kilian (Georg) Wirth von Lichtensteig. Geboren am 13. September 1649. Er kam am 10. August 1666 nach St.Gallen. Profess 29. Juni 1669. Subdiakon 2. April 1672; Diakon 23. September 1673; Priester 22. September 1674. Primiz 29. September 1674.

 

Von 1675-78 wirkte er als Syntax- und Musiklehrer in Kempten. Am 19. Oktober 1678 wurde er Lehrer der Grammatik in St.Gallen. Am 9. September 1683 wurde er nach St.Johann geschickt, von wo er am 23. Januar 1688 zurückkehrte, worauf er Kapellmeister ward. Dazu wurde er am 17. März 1691 noch Untercellerar. Von 1712-1718 weilte er im Exil, übernahm alsdann, heimgekehrt, wieder die Kapellmeisterei, von der er 1720 befreit wurde. Er starb am 22. April 1726.[i] (372)


[i] Stipplin, Band 196, p. 892; Band 257.


52. Deicola Schmid

P. Deicola (Johann Michael) Schmid von Trostelfingen. Geboren am 29. September 1649 als Sohn des Johann Schmid und der Maria Beuckler. Er kam am 15. Oktober 1666 nach St.Gallen. Profess 29. Juni 1669. Subdiakon 2. April 1672; Diakon 23. September 1673; Priester 22. September 1674. Primiz 30. September 1674.

 

Am 25. Dezember 1674 wurde er zweiter Caeremoniar. Am 16. April 1676 kam er nach St.Johann, wo er bis 1683 Kustos war, dann versah er die Pfarrei Nesslau bis zum 10. Dezember 1686, wo er als Pfarrer nach Ebringen ging. Hier starb er am 10. Januar 1695 an einer pestartigen Krankheit, die er bei einem Krankenbesuche aufgelesen hatte.[i] (373)

 

[i] Stipplin, Band 196, p. 900.


53. Br. Jodocus Segmüller

Br. Jodocus (Johann) Segmüller von Altstätten. Geboren am 26. Februar 1641. Profess 29. Juni 1669. Er wurde am 12. Juni 1679 Krankenbruder und starb am 24. Mai 1700 «an der hitzigen Krankheit», wie Abt Leodegar 610) bemerkt.[i] (374)


[i] Diarium I, 1003.


54. Br. Benedikt de Contrin

Br. Benedikt (Anton) de Contrin aus der Obern Bündt.[i] Geboren am 1. Mai 1637. Profess 29. Juni 1670. Er wurde 1671 nach Konstanz zu den Jesuiten geschickt, damit er dort die Fastenzeit über die Kochkunst erlerne. Er starb aber schon am 4. August 1676. (375)

 

[i] Alias Disentis.


55. Br. Notker Baumgartner

Br. Notker (Georg) Baumgartner von Mörschwil. Geboren am 25. Januar 1643. Profess 29. Juni 1670. Bis zum 22. Dezember 1676 war er Koch in St.Johann, dann in St.Gallen. Gestorben am 1. Juli 1689. (376)


56. P. Rapert Zarlin

P. Rapert (Otmar) Zarlin von Ravensburg. Geboren am 16. Novemher 1652. Er kam am 4. Dezember 1664 nach St.Gallen. Profess 29. Juni 1671. Subdiakon 22. September 1674; Diakon 19. September 1676; Priester 2. Juni 1677. Primiz 20. Juni 1677.

 

1678, 19. Oktober, wurde er zum Griechischlehrer ernannt. Am 27. November 1679 kam er als Kapellmeister nach St.Johann, kehrte aber schon am 28. November 1679 nach St.Gallen zurück, wo er Unter-Archivar wurde. Am 14. November 1683 erfolgte seine Ernennung zum Instruktor der Schüler, zweiten Vorsänger im Chor und zum Lehrer der Rechtschreibung. Am 31. Oktober 1684 wurde er Kapellmeister und im Dezember 1684 Notarius Apost., 1685 Untercellerar; dafür wurde er vom Gesangsunterricht befreit. Am 2. August 1686 bestellte ihn der Abt zum Korrektor der Druckerei; davon wurde er befreit, als er am 19. Oktober 1686 «Archonta» (Archivar) und Kapitelssekretär wurde. Letzteres Amt gab er am 18. Mai 1689 ab, übernahm es aber am 1. April 1693 wieder und behielt es bis zu seinem Tode. 1696, 9. Mai, wurde er Kustos der Bruderschaft U. L. Frau; blieb es aber nur 11 Monate. Am 20. April 1701 wurde er P. Kolumban als Mitarbeiter am Archiv beigegeben. Später übernahm er die Leitung des Archives selbst; erhielt aber am 30. Januar 1718, weil alt, einen Gehilfen in P. Cölestin. Am 24. November 1718 wurde er Konsistorialrat. Er starb am 1. Dezember 1720, «frater utilis et laboriosus Archivista».[i]

 

Schriften:

 

Monasterii Sintlacis Augiae Fundatorum, Benefactorum et Abbatum eorumque a Romanis Pontificibus, Regibus et Imperatoribus concessorum Privilegiorum nec non Donariorum, non quidem omnium sed quorundam tantum Epitome. Ex annalibus Augiensibus desumptum (reicht bis 1629). Stiftsarchiv St.Gallen. Band 340b. (377)

 

[i] Abt Josef, Diarium I. 350. – Stipplin, Band 196, p. 906. – Band 257, wo aber nicht alle Angaben stimmen. – Wegelin, Denkschrift, p. 62.


57. Gerald Wielath

P. Gerald (lsaak) Wielath von Kappel im Gebiet der Abtei Weingarten. Geboren am 25. Februar 1652. Er kam am 31. Januar 1667 nach St.Gallen. Profess 29. Juni 1671. Subdiakon 23. September 1673; Diakon 22. September 1674; Priester 19. September 1676. Primiz 4. Oktober 1676.

 

Zuerst war er «Refectorarius (?), quod officium ipse petierat», wie Abt Gallus bemerkt. Am 29. Juni 1678 kam er sodann nach St.Johann. Von 1680-1681 war er Pfarrer in Nesslau (Rothenflue), wurde am 6. November 1681 solcher in Ebringen. Am 15. Dezember 1686 aber musste er heim, da er des Lebens nicht mehr sicher war (bei einem Kreuzgang durch Wolfenweiler), wie v. Arx in seiner Geschichte von Ebringen schreibt. Am 9. April 1687 wurde er Brüderinstruktor in St.Gallen, kam aber noch im gleichen Jahre als Pfarrer nach Hemberg, von wo er 1689 nach Stein ging. Am 30. Oktober 1689 wurde er wieder Pfarrer in Nesslau und kam am 15. November 1691 als Unterpfarrer nach St.Gallen. Am 21. November 1691 wurde er Lehrer der Grammatik und Syntax in Rorschach; im Oktober 1695 daselbst Küchenmeister. Am 3. Oktober 1696 kam er als Pfarrer in Stein nach Neu St.Johann, wo er am 16. November 1701 selber Pfarrer wurde. Am 11. Oktober 1702 erfolgte – nachdem er kurz vorher Professor in St.Johann geworden war – seine Ernennung zum Pfarrer von Peterzell. Hier starb er am 29. April 1703, am Feste des hl. Notker.

 

Als er Pfarrer von Peterzell war, trug sich mit seiner Person um das Fest Maria Himmelfahrt[i] folgende merkwürdige Begebenheit zu: Es sahen ihn nämlich P. Rapertus Zarlin, Archivar, und Br. Benedikt, Konventbruder,[ii] «clare et distincte» in St.Gallen, da er doch natürlicherweise nicht dort sein konnte. Ein Bruderkandidat, namens Johann Georg, der daran dachte, zu den Kapuzinern zu gehen, hatte mit ihm in seiner Berufsfrage eine längere Unterredung. Als man P. Gerald später davon sprach, war er sehr bestürzt und beteuerte, damals nicht in St.Gallen gewesen zu sein. P. Seraphin Kälin, der diese Begebenheit berichtete, erzählte als Senior (s. u.) noch viel von diesem überaus frommen Geistesmann, der sich grossen Bussübungen unterzog, sehr seeleneifrig war und alle Ämter floh. Kurz vor seinem Tode sang er noch das «Regina coeli».[iii]

 

Schriften:

 

a) Gedruckte:

 

1. Trialogus Catholicae Fidei oder unüberwindliche Glaubens-Vestung wider alle Feind des wahren Glaubens. – Getruckt zu Einsiedeln Durch Johann Heinrich Ebersbach. Anno 1693. 12°, 131 S. – Stiftsbibliothek Einsiedeln Dd 1291 u. X 988 (Grolig).

 

2. Decalogus orthodoxae fidei, das ist Zehen Gespräch vom wahren Christlichen Glauben zwischen einem Doggenburgischen Priester, Praedicanten und Landtsmann. Beschrieben von R. P. G. W. 1693. Getruckt zu Einsiedeln. Durch Johann Heinrich Ebersbach. 12°, 380 S. – St.Gallen. Stiftsbibliothek EE L IV. 11. Stiftsbibliothek Einsiedeln X 989 (Grolig).

 

Ob das gleiche 1693 in 8°, 380 S., in St.Gallen ebenfalls erschien, wie Grolig meint, bezweifle ich, denn dem St.Galler Exemplar (ohne Sign.) fehlt das Titelblatt.

 

Gegen diese Schrift liess Hottinger in Zürich erscheinen: Schrifftnasz-Vertheidigung der evangelischen Lehr und Kirchen gegen P. Gerald Wielandts, unter dem Namen Decalogus und Trialogus auszgegebenen Gesprächen vom wahren Glauben. Getruckt zu Zürich MDCXCV (1. Theil 15 Bll., 376 S.; 2. Theil 389 S., 7 Bll.) und Kürzere Widerlegung deren Zehen Gespräche, welche P. G. Wielandt . . . an das Licht gegeben. (Zürich) MDCXCV (112 S.), Grolig. Abt Leodegar verbot P. Gerald zu antworten, um nicht eine unnütze Polemik weiterzuführen (v. Arx III., p. 274).

 

3. St.Gallisches christliches catholisches Betbuch. Sankt Gallen 1694, Stiftsdruckerei, 12°, 475 S., 4 Bll. – Unvollständiges Exemplar in der Sammlung des Stiftsarchivars Dr. J. Müller; diesem Exemplar ist beigebunden : Uebung der vornehmst und nothwendigsten Tugenden Morgens und Abends wie auch under dem Opfer der Heil. Mess und Empfangung der Heiligen Sacramenten zu gebrauchen. Mit beygesetzter Litaney Von der Allerheiligsten Dreyfaltigkeit. Gedruckt in dem Fürstl. Gottshaus St.Gallen 1731, 14 Bll., unpag.; nicht vollständig. Autor unbekannt (Grolig).

 

Die dritte Auflage erschien 1731: St.Gallisches Christl. Catholisches Bett-Buch. In welchem lauter wohlgegründete, und approbierte Andachten begriffen, inner- und ausser dem Gottesdienst an Sonn- Feyr- Werk- und Bett-Tägen zu gebrauchen. Der dritte Truck. Getruckt u. zu finden in d. fürstl. Gottshausz St.Gallen. 1731, 12°, 475 S., 4 Bll. – Stiftsbibliothek St.Gallen. Ohne Sign. (Grolig).

 

4. Christliche catholische Lehr für die christliche Jugendt. 12°, St.Gallen 1701. (Nach Band 233 des Stiftsarchivs; ob gedruckt?) (Grolig).

 

5. Lust und Lieb zum Todt, das ist gründtlicher Beweisthumb, dass ein rechter Christ den Todt nit forchten etc. sambt angehängter gross. Kunst seelig zu sterhen. Getruckt zu Costantz 1702, 8° (Nach Band 233 des Stiftsarchivs St.Gallen).

 

Die zweite Auflage erschien 1769 in St.Gallen (4 Bll. S. 9-282, 3 Bll.): Lust und Lieb zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu Sterben. Das ist gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle. Samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückselig sterben könne. Beschrieben durch . . . Schon mehrmalen (?) in Druck gegeben, anjetzo aber zu grosserem Trost und Nutzen eines jeden guten Christen wiederum auf ein neues aufgelegt. Gedruckt und zu finden im Fürstl. Gottshauss St.Gallen. 1769, 4 Bll., S. 9-282, 3 Bll. – Stiftsbibliothek Einsiedeln Sd 1240 (Grolig). Eine neue (3.?) Auflage erschien 1790 wieder in St.Gallen. 8°, 1 Bll., S.5-282, 3 Bll. In der Sammlung von Stiftsarchivar Dr. J. Müller (Grolig).

 

Diese Schrift muss nicht wenig Aufsehen erregt haben, denn am 10. Dezember 1701 liess ihn der Abt von St.Johann per Expressen heimrufen, weil er «scabiose, ja scandalose Sachen» ohne Erlaubnis habe drucken lassen. (Diarium Leodegarii). Am 15. Dezember wurde ein eigenes Concilium abgehalten, «wegen P. Geralds composition ordini et statui religioso indigna»; doch konnte er am 27. Dezember wieder nach St.Johann zurückkehren. (v. Arx III., p. 274).

 

b) Ungedruckte:

 

1. Dedicatio Ecclesiae S. Joannis. Geschrieben von P. G. W. Scholarum moderatore 1680. – Stiftsarchiv St.Gallen, Band 1375c, unpag.

 

2. Confessio apostolicae orthodoxae et catholicae Fidei, ejusdem legitima explicatio etc. conscripta a me F. Geraldo Parocho in Stein 1698. Mscr. 8°. Erwähnt in Band 233 des Stiftsarchivs St.Gallen. (Ob gedruckt?).

 

3. Veritas catholica decerpta ex opere Jacobi Kelleri S. J. Rectoris Collegii Monacensis (+1631). Ausgezogen von P. Gerald W. stud. theol. 1674. Mscr. 1147, Papier 8°, unpag. (Sch., p. 415).

 

4. G. Wielandt gegen J. J. Hottingers helvet. Kirchengeschichte. (Erster Teil Zürich 1698). Derselbe über das katholische Glaubensbekenntnis, 79 Bll. (Ist wohl dasselbe, das unter Nr.2 oben aufgeführt ist.) – Mscr. 1148, Papier 4°, von 1699 (Sch., p. 416).

 

5. Lust und Liebe zum Tod. Autograph zu dem Druck s. o. unter den gedruckten Schriften Nr.5. Vorgebunden eine Autobiographie Wielandts. 8 Bll. in 16°, Mscr. 1149, Papier 4°, unpag. (Sch., p. 416). (378)

 

[i] Das Jahr wird nicht genannt.

[ii] Der ihm auch den Tisch deckte.

[iii] Stiftsarchiv St.Gallen, Fasz. XXIX, 12. Cfr. v. Arx III, 274. – Stipplin, Band 196, p. 912.


58. Burkhard Heer

P. Burkhard (Andreas) Heer von Rorschach. Geboren am 2. August 1653. Profess 29. Juni 1671. Subdiakon 19. September 1676; Diakon 12. Juni 1677; Priester 19. September 1682. Primiz 11. Oktober 1682.

 

Aus dem Leben dieses Mannes wissen wir nur, dass er von 1691 an der Stiftsbibliothek vorstand bis 1705, wo der frühere Bibliothekar P. Hermann Schenk (s. u.) von Ebringen zurückkehrte und am 22. April 1705 wieder Bibliothekar wurde. Doch blieb P. Burkhard als zweiter Bibliothekar. Die Beiden sollten einen zweifachen Katalog: «classico et alphabetico ordine» anlegen und alle wertvollern Bücher von Wil, Rorschach und St.Johann nach St.Gallen schaffen. Bei Weidmann (p. 85/86) ist folgende Notiz über P. Burkhard verzeichnet: «P. B. H., bibliothecarius et director typographiae etc. eruditus, et versatus in linguis hebraica, graeca, latina et italica, composuit analysin in Psalmos etc.» Ex foliis inscriptis: «Scriptores et Professores linguarum hebraicae, arabicae et syriacae.» P. Burkhard starb am 14. Oktober 1707.

 

Schriften:

 

Analyse über die Psalmen, Hebräisch abgefaßt. Erwähnt bei Weidmann p. 78 und 85. (Heute verloren). (379)


59. Viktor Suter

P. Viktor (Karl Josef) Suter von Appenzell. Geboren am 28. Novemher 1651 als Sohn des Statthalters Ulrich Suter und der Maria Philippa Geiger. Er kam am 13. Oktober 1667 nach St.Gallen. Profess 29. Juni 1671. Subdiakon 23. September 1673; Diakon 22. September 1674; Priester 19. September 1676. Primiz 29. September 1676.

 

P. Viktor kam am 11. Oktober 1679 nach St.Johann, von wo er am 18. September 1684 nach St.Gallen zurückkehrte. Am 5. Mai 1687 wurde er nach Murbach geschickt, kam am 6. September 1691 wieder heim und ging am 9. Oktober nach St.Johann. Von dort kehrte er am 4. Juni 1693 wieder nach St.Gallen zurück, wurde am 3. Juli Kantor; musste aber am 2. August 1695 neuerdings nach St.Johann, wo er wohl in der Folge blieb, denn wir treffen ihn 1705 dort und wissen, dass er am 27. April 1714 daselbst gestorben ist. P. Viktor war ein guter Organist und war wohl stets in dieser Eigenschaft tätig.[i]

 

Schriften:

 

Vitae Patrum Sangallensium ad imitationem aliorum conscriptae. Mscr. 1425, Papier 4°, 1696 geschrieben. 120, 107, 161, 21 S. und ein unpaginierter Teil zu 27 und 7 Bll. (Sch., p. 479). Das genauere Inhaltsverzeichnis dieser wichtigen Schrift – die freilich stark auf frühern, bes. Stipplin fusst – siehe unter den Quellen. (380)

 

[i] Stipplin, Band 196, p. 920.


60. Hermann Schenk

P. Hermann (Christoph) Schenk von Konstanz. Geboren am 5. März 1653. Er kam am 5. April 1668 nach St.Gallen. Profess 29. Juni 1671. Subdiakon 22. September 1674; Diakon 22. September 1676; Priester 12. Juni 1677. Primiz 24. Juni 1677.

 

P. Hermann wurde am 19. Oktober 1678 Unterarchivar. Schon am 18. September 1680 erfolgte seine Ernennung zum Bibliothekar und Notarius Apostolicus. Am 25. Oktober 1682 wurde er mit P. Otmar Meyer nach Mailand geschickt, um sich dort in Mathematik auszubilden. Am 23. Juni 1683 kehrte er zurück und versah das Amt eines Bibliothekars weiter. Als solcher empfing er am 31. Juli 1683 Mabillon. Daneben wurde er am 29. Dezember dieses Jahres Lehrer der Humaniora und Direktor der Typographie. Am 14. September 1684 erfolgte seine Ernennung zum Paedagogus. Im September 1687 musste er für P. Burkhard die Humaniora übernehmen. Abt Cölestin ernannte ihn am 26. März 1687 zu seinem Amanuensis und Sekretär; dafür wurde er von der Präfektur frei. Dazu wurde er am 12. Juli 1687 Unterstatthalter in Sankt Gallen, kam aber schon am 3. November als Küchenmeister nach Rorschach. Von dort aus hatte er zugleich die Kaplanei Untereggen zu versehen. Am 17. September 1691 wurde er zurückberufen und als Subprior nach Luders (Murbach) geschickt. Von dort kehrte er am 22. November 1692 zurück und wurde wieder für kurze Zeit Bibliothekar und Lehrer der Rhetorik.[i] Am 15. Juni 1693 erfolgte seine Ernennung zum Küchenmeister und Almosenspender, sowie zum Lehrer des Griechischen. Am folgenden 10. September wurde er Lehenpropst. Am 17. September 1694 wurde er wieder Unterstatthalter. 1696, 12. Januar, geleitet er den zum Kardinal erhobenen Cölestin Sfondrati nach Rom, wo er bis zu dessen Tod, am 4. September gleichen Jahres, bei ihm blieb. Am 4. Dezember war er wieder in St.Gallen. Am 7. März 1697 erfolgte seine Ernennung zum Statthalter von Ebringen, wo er bis zum 9. Dezember 1704 blieb. Dann wurde er am 22. April 1705 wieder Bibliothekar und am 10. November gleichen Jahres Beichtiger in Notkersegg. Am 27. November dieses Jahres wurde er Pfalzrat und am 4. Dezember Lehenpropst. Am 17. Februar 1706 starb er, erst 53 Jahre alt.

 

Als P. Hermann Statthalter in Ebringen war, berichtete er am 30. Mai 1700 dem Abte, dass ihm durch den Barnabiten Vize-Provinzial P. Paul Paraviccini die Stelle eines kaiserlichen Bibliothekars in Wien angeboten worden sei. Der Abt liess ihm durch einen Expressen berichten, er möchte sich auf eine eventuelle Abreise bereit machen. Weiter verlautet aber in der Angelegenheit nichts mehr.[ii] Nach v. Arx[iii] lehnte er auf Befehl des Abtes ab. Schon dieser Umstand zeugt für den grossen Ruf P. Hermanns. Mabillon[iv] schreibt von P. Hermann: «Pater Hermannus bibliothecarius vir doctus et linguarum sciens. Unde redeo ad bibliothecam, in qua, praeter editos, magna est veterum optimae notae librorum copia, ex quibus multa in nostros usus collegimus adjuvante Hermanno». – Ziegelbauer[v] schreibt: «Hermannus Schenk bibliothecae Praefectus latine, graece, hebraice, italice, gallice, hispanice doctus. Nec tot linguarum cognitio in eo sterilis et infoecunda fuit, sed elegantes complurium librorum versiones enixa est.» – Eine Übersicht über seine Werke zeigt, dass auch das von Weidmann (p. 84) ihm gespendete Lob keineswegs übertrieben ist: «Es gränzt beinahe ans Unglaubliche, wie viel dieser gelehrte und besonders an Sprachkenntnissen ausgezeichnete Mann gearbeitet und gesammelt hat».[vi]

 

Schriften:

 

a) Gedruckte:

 

1. Vollkommenheit des Christhenthumbs, gezogen aus der Sittenlehr Christi Jesu. In frantzösischer Sprach beschrieben von R. P. R. Rapis Soc. Jesu. In die Teutsche übersetzt durch P. Herman Schenk etc. Zu Constantz 1696, 12° (Nach dem Verzeichnis in Band 233 des Stiftsarchivs St.Gallen.) (Grolig).

 

2. Vera et solida devotio complectens scientiam christiani circa explicationem sacramentorum ecclesiae. Autore Math. Beuvelet. Ex Gallico transtulit Hermannus Schenk. Ex typographia principali S. Galli 1699 per Jacobum Müller. 427 S., 2 Bll. – Stiftsbibliothek St.Gallen (ohne Sign.) (Druckvorlage in Mscr. 1153 [s. u.]). – Zürich. Kantonsbibliothek Rs 308 und 295. – Klosterneuburg Bc I. 702 und Th. dogm. I. 702 (Grolig).

 

3. Modus S. Regulam Sssmi P. N. Benedicti practice in opus et effectum reducendi. Ex Gallico in Latinum translatus abs R. P. Hermano Schenk, 8° (Nach dem Verzeichnis in Band 233 des Stiftsarchivs St.Gallen), (Grolig).

 

4. Trithemius Joh. Sponheimensis Tomus I. (et II.). Annalium Hirsaugiensium Opus nunquam hactenus editum et ab eruditis semper desideratum. Complectens historiam Franciae et Germaniae, gesta imperatorum, regum, principum, episcoporum, abbatum et illustrium virorum. Nunc primum in gratiam et utilitatem eruditorum e manuscriptis Bibliothecae monasterij S. Galli publicae luci datum. Cum licentia superiorum. Typis ejusdem mon. S. Galli. Anno 1690. Excudebat J. G. Schlegel. – Fol. Tom. I. 20 Bll., 616 S., 12 Bll.; Tom. II., 604 S., 13 Bll. – Stiftsbibliothek St.Gallen U 153. – Stiftsarchiv (ohne Sign.). – Vadiana Ga 775. – Zürich. Zentralbibliothek K IV. EE 3. – Staatsarchiv N 88, 89. – Dresden LB. (Grolig). Nach Wegelin, Geschichte der Buchdruckerei im Kanton St.Gallen (p. 85) ist P. Hermann Herausgeber dieses Werkes. Dito v. Arx III. 275.

 

b) Ungedruckte:

 

1. Collectanea P. Hermanni Schenk. Band 176, 177 des Stiftsarchivs St.Gallen.

 

2. Collectanea historica. Sind allem Anschein nach auch von P. Hermann gesammelt. Band 178 und 179 des Stiftsarchivs St.Gallen.

 

3. Epitome Historiae Abbatum S. Galli authore P. Herm. Schenk, Bibliothecario Monasterii S. Galli 1681. Band 176e, Stiftsarchiv St.Gallen. – Dasselbe ist auch enthalten in Band 205 (In gratiam Joa. Mabilloni Paris, composuit F. Hermannus Schenk, Bibliothecarius et Monachus S. Galli), Haller III. 1319.

 

4. Chronicon Monasterii S. Galli (Tomus III.) concinnatum a R. P. Herm. Schenk. Descriptum a RR. PP. Coelestino Schiess et Chrysostomo Baumgartner, Monachis S. Galli. Von Abt Kaspar 1442 bis zum Tode Bernhards II. 1630. Band 188 des Stiftsarchivs St.Gallen. Haller III. 1321.

 

5. Series Jurium Monasterii S. Galli. Collegit, scripsitque F. Hermannus Donati vulgo Schenk Monachus S. Galli anno 1694. Excerpte aus Urkunden etc. nach Materien geordnet mit Register. Band 829 des Stiftsarchivs St.Gallen. Band 830 enthält eine Kopie (ist wohl Haller III. 1320).

 

6. Extrackt fürstl. St.Gallischer Lehens-Documenten. Zu nothwendiger Nachricht jeweiliger: Lehen Vögte durch die RR. PP. Remaclum Curer und Hermannum Schenk, wie auch H. Joh. Jacob Schenkle dermaligen Lehenvogt mit nützlichen Anmerkungen zusammen verfasst anno 1679. Sogen. Goldes Buch der Lehenkammer, wegen seinem goldenen Schnitt so geheissen. Band 12 des Stiftsarchivs St.Gallen.

 

7. Excerptorum ex historia ecclesiastica ex Joanne Mabillonio etc. Tomus unus. Nach Weidmann, Verzeichnis der im Jahre 1712 nach Zürich entführten und nicht wieder zurückgegebenen Handschriften, p. 427. Cfr. Mscr. 1150 (s. u.).

 

8. Elogium und Itinerarium des Cardinals Cölestin Sfondrati, von Schenk verfasst, liegt nach Weidmann (p. 85) ebenfalls im Stiftsarchiv.

 

9. Excerpta ex Mabillonio et SS. Patri bus. Mscr. 1150. Papier 4°. Foliert bis Blatt 72 (Sch., p. 416). – Möglicherweise identisch mit Nr. 7.

 

10. Onofrius Manescal de apparitione spirituum. Lateinisch aus dem Spanischen übersetzt von P. Hermann, Mscr. 1152, Papier 4°, von 1701, unpag. (Sch., p. 416).

 

11. M. Beuvelet, Presb. Seminarii S. Nicolai, Tractatus de VII sacramentis. Aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt, 1697, Mscr. 1153, Papier 4°, 331 S. (Sch., p. 417). Gedruckt 1699 (s. o.) unter Nr. 2 der gedruckten Schriften.

 

12. P. Franc. Nepve (Neveu) S. J., De amore Christi. Aus dem Französischen ins Lateinische übersetzt von P. Hermann, 1697, Mscr. 1167, Papier 8°, 137 S. (Sch., p. 419).

 

13. Historiae rerum S. Galli, conscriptae 1681. Tomus III. der von Abt Pius angeordneten neuen Klosterannalen, Kopie. Umfasst die Jahre 1442-1630 und enthält viele wörtliche Urkundenauszüge, z. B. S. 142 und 345-350 die Confraternitätsbriefe des XV. und XVI. Jahrhunderts mit Seon, Berenberg, Seligenstatt, Bursfeld, S. 352-367 über Notkers Heiligsprechung; S.130-135 die Visitation von 1469 etc. Mscr. 1240, Papier 2°, 769 S. (Sch., p. 432). Das Autograph findet sich in Mscr. 1260, Papier 4°, 1170 S. (Sch., p. 436). Auch in Mscr. 656 soll sich eine Kopie finden, doch bemerkt Scherer dort nichts. Ein Epitome ex Chronico Hermanni Schenk befindet sich in Mscr. 1254, Papier 4°, 227 S. von einer Hand (Sch., p. 435), (s. o. Nr. 3).

 

14. Catalogus Codicum Manuscriptorum Bibliothecae S. Galli ante a. 1700, 113 S. mit den Anfangsworten der Texte und literar. Nachweisen. – Ferner: Benefactores Bibliothecae (angefangen 1680, 55 S.). Und ein von P. Pius Kolb geschriebenes Verzeichnis der wichtigsten gedruckten Bücher der Bibliothek. – Mscr. 1280, Papier Folio (Sch., p. 441). Über diese Arbeit vergl. Weidmann p. 82-85; 93-94 und 125-126.

 

15. Epitome historiae abb. S. Galli von P. Hermann Schenk. Vom hl. Gallus bis Abt Salomon. Mscr. 1419, Papier 4°, unpag., 25 Bll. (Haller III. 1319; Sch., p. 478; seine Bemerkung, dass es sich um eine Kopie aus Mscr. 1240 handle, scheint mir kaum richtig zu sein, denn dort wird nur der Zeitraum von 1426-1630 behandelt).

 

16. Collectanea Hermanni Schenk Tomi 3. – «Er sammelte kleine gute Schriften in Bände zusammen». v. Arx III. 274 (vielleicht identisch mit Nr. 1). (381)

 

[i] 18. Mai 1693.

[ii] Diarium Leodegarii I. 1005-1006.

[iii] III., p. 274.

[iv] Veter. Analect. Tom. V., p. 33s.

[v] Historia liter. O.S.B. Part. II., p. 214 und 612.

[vi] Vgl. Weidmann, p. 82ff., wo seine Werke (wenigstens teilweise) aufgezeichnet sind. – v. Arx III, 273. – Ziegelbauer, Historia rei lit. O.S.B. IV. 477, 549, 550, 610, 660, 686/87.


61. Br. Johann Baptist Schweizer

Br. Johann Baptist (Karl) Schweizer von Konstanz. Geboren am 9. Februar 1651. Profess 29. Juni 1671. Subdiakon 23. September 1673; Diakon 22. September 1674.

 

Von Jugend auf schwächlich, fing er als Frater zu kränkeln an, weswegen der Abt ihn am 13. Juli 1675 zur Erholung nach St.Johann schickte. Man versuchte alles, dem Übel – Auszehrung – zu steuern; es war umsonst. Ein Blutsturz machte am 26. Januar 1676 dem erst Fünfundzwanzigjährigen ein Ende. P. Athanas Greutter setzte ihm folgendes Epitaph:

 

Quisquis sibi dicat, mea nomina quando leguntur,

Praecursor mortis forsitan iste meae.

 

«Fuit certe disciplinae amantissimus, obedientiam adeo coluit, ut in gravi infirmitate sua non aliter medico, quam cuicumque Superiori suo obediendum censeret. Id unice affligebat animum, quod communia onera non perinde cum aliis portare posset, quibus, si licuisset, etiam infirmo corpusculo colla subiecisset.»[i]

 

Schriften:

 

Seine Aufzeichnungen, die von seinem frommen, gottergebenen Leben und Leiden zeugen, finden sich kopiert in Mscr. 1429, fol. 130-135. (382)

 

[i] Stipplin, Band 196, p. 934. – Mscr. 1429, fol. 131.


62. Anton Betschart

P. Anton (Paul Ignaz) Betschart v. Schwyz. Geboren am 21. Dezember 1655 als Sohn des Johann Leonhard Betschart, Untervogt und Schiffmeister in Weesen, Landeshauptmann in Bellenz, und der Maria Regina Ceberg. Er besuchte zuerst die Schule in St.Johann und kam von dort am 31. Mai 1667 nach St.Gallen. Profess 10. August 1673. Subdiakon 13. März 1677; Diakon 24. September 1678; Priester 16. März 1680. Primiz 21. März 1680.

 

Noch Frater, wurde er am 11. Oktober 1679 Lehrer der griechischen Sprache. Am 9. Mai 1681 begann er die Vorlesungen aus Philosophie, wurde aber am 1. Oktober dieses Jahres nach Salzburg geschickt, um dort die Rechte zu studieren. Am 13. September 1682 kehrte er heim, worauf er am 2. Oktober als Lehrer nach St.Johann ging. 1686, am 8. Dezember, wurde er Pfarrer in Nesslau, bis zum 30. Oktober 1689, worauf er für kurze Zeit nach St.Gallen zurückkehrte. Am 15. Februar 1690 wurde er Pfarrer in Peterzell, dazu am 18. Mai 1693 auch Propst daselbst. 1697, 30. September, kam er als Küchenmeister nach Rorschach, war dort zugleich Präfekt der Schule und Professor der Poesie. Auf Anhalten des Abtes von Kempten schickte Abt Leodegar P. Anton am 18. Oktober 1699 nach Kempten zur Erholung. Am 20. November 1699 kehrte er von Rorschach heim und wurde am 23. November Offizial. Daneben war er bis zum 10. November 1705 Beichtiger in Notkersegg, dann bis 1710 in St.Georgen. 1710, am 21. Juli, wurde er wieder zum Küchenmeister in Rorschach ernannt, wohin er am 4. August ging. Zugleich war er Beichtiger in St.Scholastika bis 1712. Nach dem Exil 1718 wieder heimgekehrt, wurde er am 24. November 1718 Consistorialrat. Am 29. Januar 1718 hatte ihn Abt Josef zugleich mit P. Raphael beauftragt, eine genaue Geschichte der Toggenburger Wirren zu verfertigen. Am 14. März 1719 übernahm er die Leitung der Schule in St.Gallen, wurde aber wegen Krankheit am 11. April 1720 davon befreit. Er erhielt den Auftrag, ein Lehrbuch für die Humaniora zu erstellen.[i] Schon am 21. Dezember 1720 bemerkte Abt Joseph, dass es ratsamer sei, «die inferiores scholas» nach dem Methodo, welchen P. Antonius und P. Mauritius componiert, zu docieren.» Nach seiner Befreiung von der Schule hatte P. Anton zunächst Rorschach aufgesucht, kehrte dann aber wieder zurück. Im Oktober 1722 erhielt er den Auftrag, den Fratres den Unterricht im Predigen zu geben. Sonst aber genoss er sein Otium. Als Abt Joseph die einzelnen «Camerae», d. h. Verwaltungskammern, wieder neu hergestellt hatte, bekam P. Anton das Toggenburg zugewiesen. Doch starb er bereits am 9. Dezember 1729.

 

Ein Bruder, Josef Anton, war als P. Ignaz in Fischingen eingetreten, während eine Schwester, Josepha Hildegard, in Dänikon den Schleier genommen hatte.

 

Schriften:

 

Arca in Diluvio Humanae vitae symbolum pro Felicissimo novi anni Pacifici Auspicio oblato Rmo ac Dno D. Francisco Abbati ad S. Ethonem, Hospiti apud S. Gallum et toti venerabili Conventui Abs RR. FF. S. Galli. Rectore R. P. Gallo pro tempore FF. juniorum moderatore. Composuit R. P. Antonius Bettschart et R. F. Athanasius Greutter. In Mscr. 1375 (f.). (383)

 

[i] Humaniorum studiorum cursum componere.


63. Athanasius Greutter

P. Athanasius Greutter von Rotmonten. Geboren am 24. August 1654. Er kam am 2. Juli 1668 an die Klosterschule. Profess 10. August 1673. Subdiakon 19. September 1676; Diakon 12. Juni 1677; Priester 18. März 1679. Primiz 3. April 1679.

 

P. Athanasius kam am 11. Oktober 1679 als Lehrer der Rhetorik und Poesie an die Schule. Vom 21. November 1681 bis zum 14. September 1682 fällt ein Aufenthalt an der Universität Salzburg.[i] Heimgekehrt, wurde er am 10. Oktober 1682 wieder Lehrer der Humaniora und Rhetorik. Seit dem 15. September 1683 lehrte er Logik und war daneben Unterpfarrer in St.Gallen; auch hatte er seit 1687 die Monatspredigten zu halten. 1691 wurde er nach Peterzell geschickt, um dort mit P. Anton die «Documenta rhetoricae» zusammenzustellen. Zugleich wurde er Pfarrer in Hemberg. 1693 kam er zu P. Anton wieder nach Peterzell, der dort Propst war, und wirkte als Pfarrer bis zum 15. Oktober 1697; dann ging er als Lehrer der Rhetorik nach Rorschach, lehrte aber im folgenden Jahre schon Philosophie. Am 19. Oktober 1699 schickte ihn Abt Leodegar nach Wil, als Stellvertreter des dortigen Pfarrers, Dekan Meile, der, weil zu alt, die Stelle nicht mehr selber versehen konnte. Wie lange er dort blieb, wird nicht gesagt. Er starb am 3. Februar 1705.[ii]

 

Schriften:

 

Theses de Theoria et Praxi etc. Typis Monasterii S. Galli Anno 1685. Erwähnt in Band 233 des Stiftsarchivs St.Gallen (Grolig). Siehe P. Anton Betschart.

 

Im Besitze von P. Athanas befand sich ein Manuscriptum turcicum (Mscr. 1715. Baumwollen Papier, 4°, 15 Bll.), wie eine beigefügte Notiz zeigt: «Librum hunc turcico charactere conscriptum P. Athanasio dono dedit anno 1689, 23. Febr. Dominus Laurentius Mayer Sangallensis Vice-colonellus in Morea, qui eum in suburbii Nigro-Pontani Moschea invenit, rapuit.» Die Handschrift wanderte 1712 nach Bern, wurde aber «Der Stiftsbibliothek St.Gallen eigenthümlich zurückgegeben den 27. Februar 1863» vom Oberbibliothekar Berns, Carl von Steiger (Sch., p. 505). (384)

 

[i] Mit P. Anton u.a.

[ii] Stipplin, Band 196, p. 945.


64. Chrysostomus Pfefferkorn

P. Chrysostomus (Lorenz) Pfefferkorn von Feldkirch. Geboren am 31. Dezember 1651. Profess 10. August 1673. Subdiakon 19. September 1676; Diakon 12. Juni 1677; Priester 24. September 1678. Primiz 16. Oktober 1678. – Er besuchte wohl die Schulen seiner Vaterstadt; von dort empfahl ihn P. Gabriel Bucelin[i] am 8. April 1672 zur Aufnahme in St.Gallen.

 

Abt Gallus sandte ihn am 27. Mai 1680 mit P. Pius nach Murbach, «aldorth den Gotssdienst zu fürderen.»[ii] Am 19. September 1682 kehrte er zurück und wurde am 10. Dezember 1683 Professor der Theologie. Offenbar war er in der Folge stets an der Schule tätig, denn noch 1696, am 27. Januar, finden wir seine Ernennung zum Lehrer des Zivilrechtes vermerkt. Am 9. Mai 1696 wurde er Proparochus.[iii] Am 22. April 1705 erfolgte seine Ernennung zum Subprior, welchen Posten er bis 1707 innehielt. Er starb am 22. Mai 1712.

 

Schriften:

 

Idea sapientiae divinae expressa juxta linguam hebreicam, Hebräisch von P. Chrysostomus Pf. Abt Gallus II. 1677 gewidmet. Mscr. 1518, Papier 4°, 254 Bll. (Sch., p. 492). (385)

 

[i] Von Weingarten.

[ii] Diarium IV. 316.

[iii] Das heisst Münsterpfarrer; der Dekan galt als der eigentliche Pfarrer, weshalb sein Stellvertreter den Namen Proparochus oder Ecclesiastes führte.


65. Dominikus Ritter

P. Dominikus (Jodocus) Ritter v. Altstätten. Geboren am 14. April 1655. Er wurde am 13. März 1671 in die Schule zu St.Gallen aufgenommen. Profess 10. August 1673. Subdiakon 13. März 1677; Diakon 24. September 1678; Priester 16. März 1680. Primiz 25. März 1680.

 

Mit P. Anton u. a. wurde er am 9. Januar 1681 nach Salzburg geschickt, um dort die Rechte zu studieren. Er kehrte am 3. September des nämlichen Jahres als Doktor der Rechte heim und begann am folgenden 10. Oktober Logik zu dozieren. 1683, am 10. Dezember, wurde er Professor der spekulativen Theologie. Als Fraterinstruktor und Professor der Theologie ging er am 3. November 1687 nach Kempten, von wo er am 24. Juni 1692 zurückkehrte, um in der Folge[i] als Lehrer der Philosophie in Rorschach zu wirken. Er kehrte am 4. August 1694 ins Stift als Offizial zurück. Am 12. Januar 1696 wurde er als Begleiter dem nach Rom reisenden Kardinal Cölestin mitgegeben, kehrte aber schon am 30. März nach St.Gallen zurück, da ihm der Aufenthalt in Italien gar nicht zusagte. Der Abt hätte lieber gesehen, er wäre länger geblieben, um Italienisch und zugleich die Gebräuche der römischen Kurie kennen zu lernen. Am 9. Mai 1696 wurde er Unterpfarrer in St.Gallen und übernahm zugleich am 13. Juni 1696 das Lehramt des Kirchenrechts. Er war auch Notarius Apost. geworden, denn am 14. Mai 1698 ging er als solcher zur Abtwahl in Salem. Am 16. Juni 1698 wurde er Subprior und Novizenmeister, las aber dabei immer noch Philosophie, bis im Oktober 1699. Er war zugleich Beichtiger in St.Scholastika; die dortigen Annalen rühmen besonders seine grosse Geduld und Sanftmut, wie auch seine weisen Ratschläge in weltlichen und geistlichen Dingen. Am 4. Februar 1703 erfolgte seine Ernennung zum Statthalter in Rorschach, welche Stelle er nach dem Exil von 1718 weiter beibehielt, bis er am 12. Januar 1719[ii] Statthalter in Wil wurde. Während des Exils war er in Wasserburg «Prokurator der Domestication». Von Wil kehrte er am 23. September 1722 als Senior heim, damit er, wie Abt Joseph bemerkt, «den Junioribus mit guttem exempel vorgehe.» Er starb am 21. September 1729.[iii]

 

Schriften:

 

a) Gedruckte:

 

1. Magno Eliae Divo Joanni Baptistae. Anno 1683, mon. S. Galli, 4°, 6 Bll. Thesen unter P. Dominik als Präses. Nach dem Verzeichnis von Scherer Nr. 265 (Grolig).

 

2. Theses theologicae de conscientia et sacramentis, quas propugnant praesidibus Ath. Pfefferkorn et D. Ritter . . . Joannes Bapt. Gembs, Lucas Grasz Anno 1686 Octobris die (27). Typis mon. S. Galli, 4°, 12 S. – Stiftsbibliothek St.Gallen GG. M. VII, 9 Adl. 12. – Sammlung Stiftsarchivar Wegelin, Nr. 23/10. (Grolig).

 

3. Procardica Cordis-Scientiae sive Positiones de Conscientia juridico-theologicae in foro fori et poli Hildegardino-Campidonensi Ense et stola judicante disceptanda propugnanda sub Praesidio P. Dom. Ritter Ord. S. Benedicti ad S. Gallum Professi. Defendentibus Plurime RR. RR. et Illustribus D.D. FF. Willibaldo Schliderer a Lachen, Theodoro L.B. a Prasberg, Josepho a Liebenfels, Gordiano a Bubenhofen, Ducalis Ecclesiae Campidonensis Professis et Ss. Theologiae ibidem Candidatis. Typis Ducal. Eccl. Campid. Anno 1689, 4°, 2 Bll., 5-29 S. – Stiftsbibliothek St.Gallen GG. M. VII, 9 Adl. 5. (Grolig).

 

4. Campi-Dona theoretico-practica sive Flores Theologici in campo Campi-Donae Theologico per triennium exculti, in fasciculum collecti et publico disputationis aestui expositi (15. Sept.) in ducali archisterio Campidonensi sub Praesidio P. Dominici Ritter ad S. Gallum Professi. – Defendentibus Plurime RR. et Illustribus FF. Willibaldo Schliderer a Lachen, Theodoro L. B. a Prasberg, Josepho a Liebenfels, Gordiano a Bubenhofen ejusdem Archisterii Campidonensis Professis. Typis Ducal. Monasterij Campidonensis Anno MDCXC, 4°, 3 Bll., 9-148 S. – Stiftsbibliothek St.Gallen GG. M. VII, 9 Adl. 4. (Grolig).

 

b) Ungedruckte:

 

1. Dominici Ritteri Exegesis Concordatorum 4, 1. Beilage zu den gedruckten Concordata von 1641 in Band 757 des Stiftsarchivs St.Gallen.

 

2. Exegesis sive Expositio succincta Concordatorum Monasterii S. Galli cum Episcopatu Constantiensi ex Scripturis Officialatus concinnata ab R. P. Dom. R. p. t. Officiali Illmi Principis S. Galli, 1695, 4°, Band 759 des Stiftsarchivs St.Gallen.

 

3. Güter Buch oder Extract aus allen Lehenbriefen des Hofs Wyl etc. Extrahiert aus Befehl Titl. Herrn Statthalters P. Dominik R. anno 1720. – Band 1412 des Stiftsarchivs St.Gallen. (386)

 

[i] Seit 29. Oktober 1692.

[ii] Alias 2. November 1718.

[iii] Band 257, p. 267.


66. Br. Magnus Bildstein

Br. Magnus (Martin) Bildstein v. Dornbirn. Geboren am 15. August 1646. Profess 10. August 1673. Am 12. Juni 1679 wurde er Hofpförtner. Gestorben am 1. Juni 1683. (387)


67. Br. Gallus Dütsch

Br. Gallus (Felix) Dütsch[i] von Elighausen, Thurgau. Geboren 1647. Profess 10. August 1674. Bis zum 26. Juni 1679 Hofpförtner, kam er alsdann ins Brüderhaus. Er starb am 13. Januar 1682 in Rorschach und wurde dort begraben. (388)

 

[i] Alias Deutsch.


68. Br. Karl Beßler

Br. Karl (Jodoc Anton) Beßler von Altdorf. Geboren am 26. Januar 1658 als Sohn des Landammann Johann Karl Emmanuel Beßler und der M. Barbara von Roll. Er kam am 10. Juli 1670 nach St.Gallen. Profess 6. Juni 1677. Subdiakon 16. März 1680. Er starb schon am 2. Juni 1680, erst 22 Jahre alt.[i] (389)

[i] Vgl. P. Notker Wettach, Die Urner Kapitularen im Kloster St.Gallen, Urner Neujahrsblatt 1918, p. 69.


69. Otmar Meyer

P. Otmar (Johann Bapt.) Meyer von Luzern. Geboren am 5. Januar 1657. Er kam am 22. August 1675 nach St.Gallen. Profess 6. Juni 1677. Subdiakon 16. März 1680; Diakon 29. März 1681; Priester 31. Mai 1681. Primiz 8. Juni 1681.

 

Am 25. Oktober 1682 schickte ihn Abt Gallus zugleich mit P. Hermann Schenk nach Mailand, damit sie dort besonders Mathematik studieren würden. Am 25. Juni 1683 kehrten Beide zurück, worauf P.Otmar am 10. Dezember Vorsteher der Klosterschule wurde. Im Dienste der Schule scheint er auch gestanden zu haben, bis er am 12. Januar 1696 Küchenmeister in Wil wurde. Wie lange er dort war, ist nicht ersichtlich; doch beschäftigte er sich später, wie aus der unten angeführten Schrift hervorgeht, am Stiftsarchive. Er starb am 1. August 1711, erst 55 Jahre alt.

 

Schriften:

 

Chronicon Monasterii S. Galli von P. Magnus Brüllisauer. Kopiert von P.Otmar Meyer 1708. 2 Bände, Mscr. 1238 und 1239 der Stiftsbibliothek St.Gallen, 2°, 864 und 867 S. (Sch., p. 432). (390)


70. Br. Benedikt Seiler

Br. Benedikt (Zacharias) Seiler von Wil. Geboren am 13. Mai 1658. Profess 6. Juni 1677. Gestorben am 4. April 1715 in Bernang. (391)


71. Br. Josef Keckli

Br. Josef (Michael) Keckli[i] von Bezau. Geboren am 24. April 1647. Profess 6. Juni 1677. Am 7. April 1685 schickte ihn Abt Gallus nach Fischingen, «damit er Ordnung gebe, wie man die Fenster in die neue Kirche machen soll.»[ii] Er starb am 18. April 1686; «ein frummer und fliessiger Glaser.»[iii] (392)

 

[i] Alias Käckli.

[ii] Abt Gall, Diarium V. 210.

[iii] Abt Gall, Diarium V. 258.


72. Johann Bapt. Gemsch

P. Johann Bapt. (Johann Franz) Gemsch von Schwyz. Geboren am 24. Juni 1661 als Sohn des Dominik und der Anna Regina Imling. Profess 1. November 1679. Subdiakon 19. September 1682; Diakon 18. Dezember 1683; Priester 30. März 1686. Primiz 21. April 1686, Weisser Sonntag.

 

P. Johann Bapt. wirkte zuerst an der Klosterschule in St.Gallen als Lehrer der Theologie (siehe These). Mitte der 90er Jahre kam er als Professor nach dem Kloster Mariastein; der dortige Abt bat am 15. April 1697 den Abt von St.Gallen, er möchte ihm P. Johannes noch ein Jahr als Kirchenrechtsprofessor belassen, was Abt Leodegar, wenn auch ungern, zugab. Am 21. April 1698 kam er heim und wurde am 16. Juli Professor der Theologie. Am 16. August 1698 wurde er Küchenmeister und am 10. November 1702 Statthalter von St.Gallen; diese Stelle hielt er inne bis zu seinem Tode, am 13. Januar 1718.

 

Schriften:

 

Disputatio theologica de paradoxis seu abortivis fructibus probabilitatem ex materia restitutionis et injuriarum collectis, quam (Praeside P. Joanne Bapt.) propugnabunt Innocentius Hilg, Prof. Wiblingensis, Udalricus Strauss, Professus Sangallensis, Ildephonsus Berbig, Petrus Fechtig, uterque Professus in Augia Majore Anno MDCXC die (16.) Januarii. Typis Monasterii S. Galli Anno 1690. Excudebant Joa. Geo. Schlegel. 4°, 22 S. – Stiftsbibliothek St.Gallen GG. M. VII, 9 Adl. 9. (Grolig). (393)


73. Plazidus von Greuth

P. Plazidus (Franz Jakob) von Greuth aus Jestetten. Geboren am 15. Mai 1662. Profess 1. November 1679. Subdiakon 18. September 1683; Diakon 23. September 1684; Priester 21. September 1686. Primiz 6. Oktober 1686. P. Plazidus, ein Verwandter des P. Sebastian Göldlin, starb schon am 22. September 1687, erst 25 Jahre alt. (394)


74. Br. Abraham Thomas

Br. Abraham (Martin) Thomas v. Kempten. Geboren am 26. Oktober 1645. Profess 1. November 1679. Gestorben am 3. November 1690. (395)


75. Br. Jakob Mäder

Br. Jakob (Johann) Mäder von Mörschwil. Geboren am 18. April 1655. Profess 1. November 1679. Gestorben am 29. Juni 1696. (396)


76. Br. Sebastian Bradter

Br. Sebastian (Matthäus) Bradter von Burggratz, Kempten. Geboren am 16. Juni 1640. Profess 8. Dezember 1678. Gestorben am 20. April 1688. (397)


77. Br. Rochus Dobler

Br. Rochus (Petrus) Dobler von Appenzell. Geboren am 18. Januar 1645 (oder 1648). Profess 8. Dezember 1678. Anfangs 1679 wurde er Krankenbruder, musste aber krankheitshalber schon am 12. Juni 1679 nach St.Johann. Er kam dann wieder nach St.Gallen zurück, wurde aber am 19. November 1696 wieder nach St.Johann geschickt, von wo er am 8. November 1698 neuerdings nach St.Gallen zurückkehrte. Er starb am 25. J anuar 1701 an einem «schlegle», wie Abt Leodegar bemerkt.[i] (398)

 

[i] Nicht 25. Januar 1700, wie das Nekrologium 1442 hat.


78. Br. Konrad Schmid

Br. Konrad (Johann) Schmid von Aarburg (Bernergebiet). Er war Konvertit. Profess 16. Oktober 1680. Er starb schon am 4 Mai 1683. (399)


79. Br. Ulrich Bürki

Br. Ulrich (Bartholomäus) Bürki von Wittenbach. Geboren am 14. August 1642. Profess 16. Oktober 1680.[i] In Band X, 26, des Staatsarchivs Zürich[ii] findet sich ein: «Inventarium oder Verzaichnus der Sachen, welche dem KrankenWärter Br. Ulrich in dem Krankenhaus zu bewahren übergeben worden, Anno 1695 die 15. Julii.» Er starb am 25. Februar 1713 zu Wasserburg im Exil. (400)

 

[i] Nicht 8. Dezember, wie Scherer hat.

[ii] Abteil. St.Gallen.


80. Andreas Bochsler

P. Andreas (Anselm, Andreas) Bochsler von Uznach. Geboren am 20. Februar 1663 als Sohn des Andreas Bochsler und der Barbara Gießmann. Er kam am 12. Mai 1677 nach St.Gallen. Profess 29. September 1681. Subdiakon 23. September 1684; Diakon 22. September 1685; Priester 20. September 1687. Primiz 12. Oktober 1687.

 

Am 1. Januar 1687 wurde er Gesangslehrer bei den Schülern, am 2. September 1690 zweiter Cantor, am 17. September 1693 Subkustos. Am 17. Juni 1697 kam er als Vorsteher der Schule nach St.Johann, wurde dort am 18. November 1699 Küchenmeister und kehrte am 11. März 1706 heim. Hier übernahm er die Aufsicht über den Garten, wurde am 20. September desselben Jahres wieder Gesangslehrer und im folgenden Jahre von neuem zweiter Cantor. Am 22. Dezember 1707 bestellte ihn der Abt zum Cellerar; am 10. Dezember 1710 von diesem Amte befreit, wurde er Subvestiarius. Aus dem Exil heimgekehrt,[i] übernahm er 1719 wieder die Sorge für den Garten, wurde Cellerar, zweiter Cantor und Musiklehrer. Am 8. August 1726 ernannte ihn Abt Joseph zum Gastpater, am 14. Dezember 1728 zum Kustos. Am 20. Oktober 1737 feierte P. Andreas seine Sekundiz und starb am 10. Januar 1742.[ii] (401)

 

[i] Vom 13. Mai 1715 bis 10. September 1718 weilte er in Rheinau.

[ii] Cfr. Band 257, p. 269.


81. Johannes von Andleren

P. Johannes (Franz Christoph) von Andleren aus Comburg (Francus de Comburg). Geboren am 10. August 1664 als Sohn des David v. Andleren und der Emilia Dorothea Schulz. Profess 29. September 1681. Subdiakon 22. September 1685; Diakon 21. September 1686; Priester 18. September 1688. Primiz 3. Oktober 1688.

 

P. Johannes wirkte zuerst als Lehrer in St.Gallen. Am 23. Februar 1695 wurde er Pfarrer in Ebringen. Von dort, am 16. November 1698, heimgekehrt, wurde er am 18. Oktober 1699 auf Verlangen des Abtes von Kempten mit P. Anton dorthin geschickt; kehrte aber bald wieder heim. Am 13. März 1700 wurde er Professor für kanonisches Recht. In einer Disputation, am 13. Oktober 1700, der offenbar der Nuntius beiwohnte, hatte sich dieser durch die von P. Johann verteidigten Thesen beleidigt gefühlt. Er schickte sie – wie er in den Besitz kam, wusste man nicht, da sie nicht gedruckt worden waren – nach Rom, und von dort vernahm Abt Leodegar am 17. Dezember 1702, dass sie sehr missfällig aufgenommen worden seien. P. Johannes sollte vorläufig als Lehrer suspendiert sein. Dem gegenüber beschwerte sich der Abt, dass die Thesen nichts gegen das kirchliche Recht enthalten hätten und nur fragmentarisch nach Rom gelangt seien. Weiter verlautet nichts mehr in dieser Angelegenheit. Doch wirkte P. Johannes Ende 1702 bereits nicht mehr als Lehrer des Kirchenrechts. Am 22. April 1705 wurde er Unterpfarrer und Katechet. Er starb am 13. Februar 1707. (402)


82. Jakob Kolb

P. Jakob (Konrad) Kolb von Füssen. Geboren am 30. Dezember 1663. Eltern: Matthäus Kolb und Maria Fischer. Profess 29. September 1681. Subdiakon 22. September 1685; Diakon 21. September 1686; Priester 10. April 1688. Primiz 2. Mai 1688.

 

Bald nach der Priesterweihe kam P. J akob nach St.Johann, wo er kurz nachher an Auszehrung erkrankte. P. Deicola von Ligerz – ein Murbacher Konventuale, der sich länger in St.Johann aufhielt[i] – bereitete ihn auf den Tod vor. Er starb, ein Bild der Einsiedler Gnadenmutter in den Händen haltend, gottergeben am 21. Juli 1690 und fand in Neu St.Johann seine letzte Ruhestätte. – Der erwähnte P. Deicola hat in seinen Aufzeichnungen: «Facta memorabilia sui temporis» auch von dem erbaulichen Ende P. Jakobs berichtet.[ii] (403)

 

[i] Zelator disciplinae monasticae et in omni literatura versatissimus.

[ii] Mscr. 1429, fol. 139a.


83. Lukas Jeremias Grass

P. Lukas (Ignaz) Jeremias Grass von Salzburg. Geboren am 30. Juli 1662. Eltern: Martin Grass und Appolonia Hausin. Er kam am 13. November 1679 an die Schule in St.Gallen. Profess 29. September 1681. Subdiakon 18. September 1683; Diakon 23. September 1684; Priester 21. September 1686. Primiz 13. Oktober 1686.

 

P. Lukas wurde zunächst am 30. Dezember 1689 Professor der Philosophie. Am 5. Dezember 1691 wurde er Kustos. Am 1. März 1692 ward er zum Professor der spekulativen Theologie bestellt. Am 31. Januar 1693 erfolgte seine Ernennung zum Notarius Apost. und Caeremoniar und am folgenden 17. September zum Brüderinstruktor. Am 30. November 1695 wurde er nach Murbach geschickt, von wo er am 31. Juli 1699 zurückberufen wurde. Am 19. August 1699 wurde er Offizial, verreiste aber schon am 5. Oktober 1699 mit P. Jodoc nach Rom. Er soll dort während des Jubeljahres 1700 in Sankt Paul als deutscher Beichtvater ausgeholfen, zugleich aber auch die Rechte studiert haben. Am 18. Januar 1700 wurde er Doktor beider Rechte und war am 24. Mai 1700 wieder in St.Gallen. Hier wurde er am 28. Juli 1700 Brüderinstruktor und am 19. August 1701 Küchenmeister. Daneben lehrte er seit dem 5. Mai 1704 weltliches Recht. Am 19. November 1704 erfolgte seine Ernennung zum Statthalter in Ebringen, wobin er am 24. November 1704 verreiste. Von dort aus wurde er im Juli 1712 in der Toggenburger Angelegenheit nach Wien geschickt, kehrte aber bald wieder nach Ebringen zurück. Anfangs Juli 1724 traf ihn daselbst ein Schlaganfall; P. Roman Schenklin wurde ihm am 13. September 1724 zu Hilfe geschickt. Am 18. April 1725 kam P. Lukas heim, ging aber, wie es scheint, bis 1728 nochmals hin. Am 12. August 1731 starb er in St.Gallen.

 

Schriften:

 

1. Diarium Romani Itineris PP. Lucae Grass et Jodoci Müller a die 5. Octobris 1699 usque ad 24. Maij 1701. 4°, Stiftsarchiv St.Gallen. Band 286.

 

2. Beschreibung der Herrschaft Ebringen und Norsingen. Stiftsarchiv St.Gallen, Band 1911b (das gleiche findet sich auch in Band 1911a). (404)


84. Markus Schertler

P. Markus (Johann Jakob) Schertler von Gossau. Geboren am 11. Oktober 1663. Eltern: Jakob Schertler und Emerentia Ochsner. Er kam am 4. Januar 1680 nach St.Gallen. Profess 29. September 1681. Subdiakon 20. September 1687; Diakon 18. September 1688; Priester 18. Dezember 1688. Primiz 9. Januar 1689.

 

Schon 1689 kam P. Markus ein erstes Mal nach St.Johann; von dort kehrte er am 17. September 1692 nach St.Gallen zurück, kam aber wieder dorthin, denn am 1. August 1695 kehrte er aufs neue ins Mutterkloster zurück. Schon am folgenden 16. August ging er wieder nach St.Johann, wo er zu Beginn des folgenden Jahres schwer erkrankte, so dass am 31. Januar 1697 der Arzt von St.Gallen aus hingeschickt werden musste. Er starb denn auch bereits am 14. Juni 1697, erst 34 Jahre alt. (405)


85. Br. Michael Schmid

Br. Michael (Johann) Schmid von Mörschwil. Geboren am 28. Dezember 1657. Profess 29. September 1681. Gestorben am 27. Mai 1688. (406)


86. Br. Gabriel Strebel

Br. Gabriel (Kaspar) Strebel von Muri. Geboren am 14. August 1655. Profess 29. September 1681. Gestorben am 11. Dezember 1732. (407)


87. Br. Joachim Eberle

Br. Joachim (Kaspar) Eberle von Wittenbach. Geboren am 2. April 1648. Profess 29. September 1681. Gestorben am 29. Juli 1707. (408)


88. Br. Zacharias Brägger

Br. Zacharias (Johann) Brägger aus dem Toggenburg. Geboren am 21. November 1660. Profess 29. September 1681. Vom 12. Oktober 1696 bis zum 4. März 1702 weilte er wahrscheinlich als Koch in St.Johann; denn am 2. Dezember 1702 wurde er in St.Gallen in die Küche verordnet, da man dort mit den weltlichen Köchen schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Er starb am 27. Februar 1712. (409)


89. Michael Wolff

P. Michael (Josef Anton) Wolff von Tablat. Geboren am 8. September 1665. Eltern: Johann Konrad Wolff und Barbara Pfister. Er kam am 30. Mai 1677 nach St.Gallen. Profess 29. September 1682. Subdiakon 21. September 1686; Diakon 20. September 1687; Priester 24. September 1689. Primiz 2. Oktober 1689.

 

Wahrscheinlich kam P. Michael schon bald nach seiner Priesterweihe nach St.Johann; denn von dort kam er am 29. September 1697 nach St.Gallen, als sein Bruder Bernhardin daselbst seine Primiz feierte. Ob er schon seit 1696[i] Pfarrer in Peterzell war, ist nicht sicher; doch liess ihn Abt Leodegar am 1. August 1698 von dort her heimkommen, weil er mit dem «Grimmen» behaftet war. Er schickte ihn am 13. August wieder hin. Nach Rothenflue wäre er aber doch 1698 von der Pfarrei befreit worden. Er starb «nach langwirrig ausgestandener Krankheit»[ii] am 6. April 1700 in Neu St.Johann, wo er auch begraben wurde. (410)

 

[i] Wie Rothenflue bemerkt.

[ii] Diarium des Abtes Leodegar.


90. Gabriel Hecht

P. Gabriel (Josef) Hecht von Wangen. Geboren am 30. Dezember 1664 als Sohn des Andreas Hecht und der Maria Egg. Er kam am 10. November 1678 nach St.Gallen. Profess 29. September 1682. Subdiakon 21. September 1686; Diakon 20. September 1687; Priester 4. Juni 1689. Primiz 24. Juni 1689.

 

Am 12. Juli 1692 wurde er nach St.Johann geschickt, wo er bis zum 26. Juni 1700 blieb. Hier wurde er am folgenden 22. Oktober Vorsänger im Chor und zugleich gab er Schreibunterricht an der Schule. Am 26. November 1704 kam er als Pfarrer nach Hemberg, von wo er 1706 zurückkehrte und seine frühere Tätigkeit als Schreiblehrer aufnahm. 1719, am 17. April, kehrte er aus dem Exil zurück,[i] worauf er am 26. April Bauherr wurde. Schon am 16. April 1720 wurde er als Propst und Pfarrherr nach Peterzell geschickt, von wo er am 27. Oktober 1721 als Pfarrer nach Alt·St.Johann ging. Dort blieb er bis zum 3. März 1723, um dann heimzukehren. Hier wurde er am 8. August 1726 Kustos. Am 24. Juni 1639 feierte er seine Sekundiz, wobei ihm zwei Jubilare, die Patres Andreas und Seraphin, assistierten. Er starb am 10. Januar 1745.

 

Schriften:

 

1. Principale palatium Felicitatis principalis Monasterij S. Galli, totiusque ejusdem Territorij erectum in Exilio anno Domini 1716. Enthält umfassende und vielseitige, in alle Zweige der klösterlichen Observanz eingreifende Reformationsvorschläge. – Stiftsarchiv St.Gallen, Band 375.

 

2. Descriptio Nova et accurata totius territorii Principalis S. Galli, Monasteriorum S. Galli et Johannis in Valle Thurae, Mappa suspensa in Curia Tigurina. – Bei Stipplin, Band 234, p. 374, bemerkt.

 

3. S. Eusebius Martyr, S. Galli Monachus Prima sui solemni Festivitate anno 1731 die 31. Januarii celebrata, in specialem S. Galli Patronum Electus, von F. G. H. Deutsch. – Stiftsarchiv St.Gallen, Band 387.

 

4. Isagoge ad Directorium. Mscr. 1097-1098. Papier 2°, 530 und 453 S. Geschrieben von P. Gabriel Hecht Anno 1739 und 1740. Mit einem Zusatz von P. Eusebius Speth am Ende von Band 1097 (Sch., p. 407).

 

5. St.Gallischer Baumeister oder Unterricht von der Baukunst (kompiliert aus I. B. Zahn, Jos. Furtenbach, Florian, Palladio, G. A. Böcken, dem Wienerischen Säulenbuch etc.), Mscr. 1099, Papier 2°, 160 S. Geschrieben 1726 von P. G. H. (Sch., p. 407).

 

6. Von P. Gabriel stammen die Kupferstiche in der Idea Sacrae Congregationis Helveto Benedictinae; ebenso auch andere Stiche. Über die Anlage der Bibliothek hat er in dem oben aufgeführten Werke Principale palatium etc. seine Ideen niedergelegt. Die grossen Bauten in St.Gallen fallen aber in die Zeit nach dem Tode P. Gabriels. (Vergl. Fäh, Die Stiftsbibliothek v. St.Gallen. St.Galler Neujahrsbl. 1929). In Mscr. 789 der Stiftsbibliothek Einsiedeln findet sich eine: Oratio pro Jubilaeo seu secundis Primitiis A. R. P. Gabrielis Hecht Wangensis (Argumentum: Fortiter et Suaviter) dicta in Conventu S. Galli, ipso die Jubilaei in Festo S. Joannis Baptistae 24. Junii Anno 1739 abs discipulo meo (i. e. P. Basilii Balthasar) Ignatio Francisco Xaverio Bernardo Georgio Godefrido Dayser a Sylbach Oenipontano. (411)

 

[i] Woher wird nicht gesagt. – Über P. Gabriel Hechts künstlerische Tätigkeit vergleiche Schweiz. Künstlerlexikon IV, S. 209, wo ausser den Kupferstichen für die Idea S. Congregationis etc. noch zwei Stiche zu P.H. Hegners Übersetzung Kremmer Amandus: Die klösterliche Disziplin (St.Gallen 1708) und ein Plan für den Neubau der Stiftsbibliothek genannt sind. Ein Plan des St.Galler Territoriums wird bei Haller erwähnt. – Der ebenfalls im Schweiz. Künstlerlexikon erwähnte P. Eugen Speth, der die Kupferstiche zu Sfondratis Cursus theologicus entwarf, ist nicht, wie es dort (III. 189) heisst, ein St.Galler Konventuale, sondern er gehört nach dem Stifte Salem.


91. Raphael Kolhund

P. Raphael (Christian) Kolhund von Kaufbeuren. Geboren am 5. Januar 1662. Eltern: Johann Kolhund und Katharina Griselmeyer. Er kam am 20. September 1680 nach St.Gallen. Profess 29. September 1682. Subdiakon 23. September 1684; Diakon 22. September 1685; Priester 30. März 1686. Primiz 28. April 1686.

 

1686, am 2. August, wurde er Subcaeremoniar; im folgenden Jahre Paedagogus der Schüler. Am 23. April 1688 kam er nach St.Johann, von wo er aber schon am 13. Januar 1688 nach St.Gallen zurückberufen wurde. 1691 kam er neuerdings nach St.Johann und wurde am 17. November 1691 Pfarrer in Nesslau, bis er am 9. Mai 1696 als dritter Pfarrer heimkam. Am 28. Juni 1697 wurde er Unterkustos, am 16. Juli 1698 zweiter Pfarrer in St.Gallen. Doch schon am folgenden 18. Oktober 1698 schickte ihn der Abt als Pfarrer nach Ebringen, von wo er am 31. Dezember 1703 podagrakrank heimkam. Von neuem ging er 1704 nach St.Johann, kehrte aber auch von hier, am gleichen Übel leidend, 1709 heim. Aus dem Exil in Neu-Ravensburg kam er 1718 nach Rorschach, war aber gezwungen, seines Gichtleidens wegen, vielfach das Bett zu hüten. Mit P. Anton beauftragte ihn Abt Joseph, den Zwölferkrieg historisch genau zu beschreiben. Am 2. Mai 1723 starb P. Raphael in Rorschach. (412)


92. Seraphin Kälin

P. Seraphin (Leodegar) Kälin v. Einsiedeln. Geboren am 25. Oktober 1663 als Sohn des Wilhelm Kälin und der Magdalena Schädler. Er trat am 22. Februar 1681 in die Schule zu St.Gallen ein. Profess 29. September 1682. Subdiakon 22. September 1685; Diakon 21. September 1686; Priester 10. April 1688. Primiz 9. Mai 1688.

 

Seinen ersten Posten erhielt P.Seraphin am 18. Mai 1689 als Unterarchivar. Am 30. Dezember 1689 wurde er Lehrer der Philosophie für die weltlichen Schüler. Am 1. März 1692 aber begann er den Philosophieunterricht bei den Fratres; daneben war er seit dem 10. September 1693 Cellerar. Seit 1696 war er Professor der Theologie und Suboffizial. Am 23. Juni 1699 wurde er Beichtiger in Notkersegg und am folgenden 16. Dezember Brüderinstruktor. Am 22. Oktober 1700 ernannte ihn der Abt zum dritten Vorsänger im Chor[i] und am 18. April 1701 zum Hortulanus. Am 27. Juli 1701 erfolgte seine Ernennung zum Pfarrer in Hemberg; zugleich wurde er am 12. Mai 1703 Propst von Peterzell. 1704, am 26. November, kehrte er als Küchenmeister nach St.Gallen zurück. Am 23. Januar 1709 wurde er Subprior in St.Johann, kam aber am 3. März 1711 wieder nach St.Gallen zurück und ging dann als Gehilfe des Statthalters P. Otmar nach Wil. Von dort wanderte er ins Exil, das er in Einsiedeln zubrachte; denn von hier wurde er am 21. Mai 1718 zurückberufen und als Pfarrer nach Hemberg geschickt. Schon am 4. September des gleichen Jahres aber erfolgte seine Ernennung zum Subprior in St.Gallen, wozu er am 21. Oktober noch Vestiarius wurde. Von letzterm Amte befreit, wurde ihm am 23. Oktober 1719 das eines Novizenmeisters übertragen. Später war er auch Kapellmeister und wiederum Vestiarius. 1733 wurde er als Subprior in St.Gallen entlassen und am 22. Februar als solcher nach St.Johann geschickt. Von dort konnte er auf sein Bitten hin endlich am 15. November 1740 in sein Kloster zurückkehren, um sich da, wie er gewünscht, auf den Tod vorzubereiten. Er starb am 28. November 1752, «seelig, ja heilig, in dem 90. Jahr seines Alters, 70. Jahr Profess und 64. Jahr Priester. Ware einstens mein Novizenmeister.»[ii] (413)

 

[i] Tertius Phonascus Chori.

[ii] Abt Cölestin II., Diarium IV. 538.


93. Br. Sergius Gnepler

Br. Sergius (Markus) Gnepler von Wangen. Geboren am 17. Mai 1654. Profess 17. Oktober 1683. Er kam am 4. März 1702 nach St.Johann für Br. Zacharias. Gestorben am 28. Oktober 1725. (414)


94. Br. Bachus Eugstler

Br. Bachus (Gerold) Eugstler von St.Gerold. Geboren am 18. April 1653. Profess 17. Oktober 1683. Gestorben am 4. März 1690. (415)


95. Beat Seiler

P. Beat (Josef) Seiler von Wil. Geboren am 25. April 1664. Eltern: Franz Seiler und Anna Schnezer. Er kam am 27. September 1680 nach St.Gallen. Profess 6. Mai 1685. Subdiakon 12. Juni 1688; Diakon 18. September 1688; Priester 24. September 1689. Primiz 9. Oktober 1689.

 

Das Nekrologium bezeichnet ihn als Pfarrer von Stein. – Er starb schon am 13. Juli 1695. (416)


96. Jodocus Müller

P. Jodocus (Franz Paul) Müller von Zug. Geboren am 7. April 1667. Eltern: Paul Müller und Verena Speck. Er kam am 25. Oktober 1681 nach St.Gallen. Profess 6. Mai 1685. Subdiakon 12. Juni 1688; Diakon 4. Juni 1689; Priester 24. April 1691. Primiz 29. Mai 1691. Sein Vater, Landvogt Müller, löste ihn 1686, 23. Februar, mit 800 fl. und etwas auf die erste hl. Messe aus.[i]

 

Am 2. Juni 1690 kam P. Jodoc an die Schule als Lehrer der Grammatik. Am 14. Dezember 1692 wurde er Lehrer der Syntax, am 10. September 1693 der Humaniora und Rhetorik und am 22. Januar 1695 der Philosophie. Am 30. November 1695 aber schickte ihn Abt Cölestin nach Murbach. Dessen Nachfolger, Abt Leodegar, aber beschloss am 12. Januar 1696 – nachdem P. Jodoc zwei Tage zuvor heimgekommen war – ihn nicht mehr dorthin zu senden, da er sich dort als weniger nützlich erwies. Er wurde darum am 16. Januar 1696 Paedagogus, bis zum 16. September 1697, worauf er wieder Philosophie dozierte. Am 24. Oktober 1698 wurde er neuerdings Präfekt der Schule und am 10. März 1699 Subvestiar. Am 3. Oktober 1699 wurde er zugleich mit P. Lukas nach Rom geschickt, um dort als Beichtvater während dem Jubeljahr in St.Paul auszuhelfen und zugleich, um Philosophie und Rechte zu studieren. Am 18. Januar 1701 wurde er auch Doktor beider Rechte. Am 21. April 1701 verliessen die Beiden Rom wieder und waren am 24. Mai 1701 daheim. Am 5. Juni 1701 erhielt er neuerdings den Auftrag, Philosophie zu lesen. Am 6. Februar 1703 erfolgte seine Ernennung zum Subprior und Novizenmeister. Schon am 22. April 1705 wurde er Dekan, welches Amt er auch während der Zeit des Exils beibehielt. Am 14. Januar 1722 wurde ihm endlich die vielmal begehrte Entlassung aus dem Dekanat bewilligt. Doch musste er schon am 23. September des gleichen Jahres als Statthalter nach Wil, von wo er am 2. März 1727 heimkam, um ein zweites Mal das Dekanat zu übernehmen. Bis zum 13. März 1734 versah er nochmals diese Stelle, worauf ihm die erbetene Entlassung erteilt wurde: «quia inutilem ad modernum officium deficiente in dies visu». Abt Joseph schrieb zu seinem Tode, am 22. Juni 1753: «Ware vill Jahr Decanus, magnus zelator Disciplinae monasticae, Mein Comprofess. R. i. p.»[ii]

 

Schriften:

 

Diarium Romani itineris RR. PP. Lucae et Jodoci capitularium S. Galli ab anno 1699 die 5. octobris usque ad 24. Maii anno 1701. Conscriptum abs R. P. Jodoco Capit. S. Galli, socio R. P. Lucae Poenitent. apud S. Paulum Romae in anno Jubilaei. Manuscript 465 (901) der Stiftsbibliothek Einsiedeln. (Meier Catalogus etc., p. 378). Idem in Band 286 des Stiftsarchivs St.Gallen. (417)

 

[i] Diarium des Abtes Gallus II. T. V. 250.

[ii] Diarium II. 507.


97. Josef von Rudolphi

P. Josef (Wolfgang Ernst) von Rudolfis (Rudolphi) aus Laibach in Kärnten. Geboren am 16. Mai 1666 als Sohn des Johann Christoph von Rudolfis, Oberstlieutenant eines kaiserlichen Regiments und Kommandant in Konstanz, und der Maria Salome von Bernegg aus Bündten. Er kam am 14. Oktober 1683 nach St.Gallen. Profess 6. Mai 1685. Subdiakon 12. Juni 1688; Diakon 18. September 1688; Priester 23. September 1690. Primiz 1. Oktober 1690.

 

1691, 5. Dezember, wurde er Subkustos, am 4. Januar 1693 Subcellerar und am folgenden 10. September Lehrer der Grammatik, zugleich Unterküchenmeister, Gastpater und Subgranarius. Am 22. November 1694 wurde er Küchenmeister in St.Gallen, am 2. August 1696 in St.Johann und am 19. November 1699 in Rorschach. Von dort kam er am 29. September 1707 zurück und wurde Brüderinstrukor, am 13. August 1708 Kustos; dazu noch am 12. Oktober Beichtiger in Notkersegg. Am 5. Mai 1712 erfolgte seine Ernennung zum Subprior und am 16. Dezember 1717 wurde er in Neu-Ravensburg während dem Exil einstimmig zum Abte gewählt. Nach sehr segensreicher Regierung starb er am 7. März 1740 (s. Äbte).

 

Schriften:

 

a) Gedruckte:

 

Deo T. O. M. judici universorum . . . assistente Josephi hanc consumati studii coronidem . . . de proeessu judiciali d. d. d. Nicol. Schmier, Herm. Bauz, Euseb. Degen, Vict. a Salomonsegg. Typis monij S. Galli (um 1706). 4°, 31 S. – Zürich. Zentralbibliothek RRi. 221, Adl. 15. (Grolig).

 

b) Ungedruckte:

 

1. Tagebuch von 1717-1726 und 1727-1740. Band 272a, b des Stiftsarchivs St.Gallen. Dazu alphabetisches Register in Mscr.1420 der Stiftsbibliothek (Sch., p. 478).

 

2. Privatkorrespondenz des Abtes Josef mit seiner zahlreichen Verwandtschaft. Band 323-330 der Acta Monasterii S. Galli. – Stiftsarchiv St.Gallen. Band 331b enthält: Acta sub Josepho Abbate ab anno 1735-1739 incl. Amtskorrespondenz dieser Jahre.

 

3. Exhortationes, instructiones, monitiones Illmi Principis Abbatis Josephi propria manu. 1718-1733. 4°, Mscr. 1811 der Stiftsbibliothek St.Gallen.

 

4. Memoriale Principis et Abbatis Josephi quorundam Notabilium ad arcanam considerationem assumendorum. Ad bonum Status Monasterii S. Galli, tum in Spiritualibus quam temporalibus. 4°. (Autograph). – Band 832 des Stiftsarchivs St.Gallen. (418)


98. Br. Gallus Rissi

Br. Gallus (Marinus) Rissi von Wil. Geboren am 11. Juli 1663. Profess 6. Mai 1685. Gestorben am 2. Juni 1687. (419)


99. Br. Othmar Hanimann

Br. Othmar (Johann) Hanimann von Mörschwil. Geboren am 26. August 1660. Profess 6. Mai 1685. Gestorben am 26. Mai 1714 in St.Johann. (420)


100. Br. Magnus Lehner

Br. Magnus (Ulrich) Lehner v. Untereggen. Geboren am 2. April 1653. Profess 6. Mai 1685. Er kam am 11. Oktober 1696 von St.Johann zurück, litt an Engbrüstigkeit und starb am 14. Februar 1699 an einem «Catarrh suffocativum». (421)


101. Wolfgang Walther

P. Wolfgang (Johann Josef) Walther von München.[i] Geboren am 22. Dezember 1666. Er kam am 9. November 1681 nach St.Gallen. Profess 3. Juni 1686. Subdiakon 4. Juni 1689; Diakon 23. September 1690; Priester 14. April 1691. Primiz 1. Mai 1691.

 

P. Wolfgang kam am 5. Juni 1693 nach St.Johann, wo er den grössten Teil seines Lebens zubrachte. Zeitweise hielt er sich in St.Gallen auf, so vom 5. Juli bis 4. August 1694, 17. Dezember bis 22. Dezember 1695, 19. April bis 20. Juni 1701 usw. Während dem Exil ging er 1716 wieder nach St.Johann, kam jedoch von dort am 19. Dezember 1719 nach St.Gallen, um 1723 wieder dahin zurückzukehren; im August 1723 aber kam er wieder nach St.Gallen und kehrte am 29. Juli 1724 dahin zurück. Am folgenden 17. August erhielt der Abt Bericht, dass P. Wolfgang, als er von St.Johann nach St.Gallen reiten wollte, nach Herisau zum Prädikanten entflohen und von diesem nach Zürich geleitet worden sei. Sobald der Abt sich vergewissert hatte, dass P. Wolfgang in Zürich sei, liess er durch den Ortenhauptmann in Wil – der damals ein Zürcher war – in Zürich um die Erlaubnis nachsuchen, mit P. Wolfgang sich unterreden zu können, da dieser nicht ganz richtig im Kopf sei. Man schickte auf die zusagende Antwort von Zürich hin den Pfarrer Rüssi von St.Fiden nach Zürich, dem es gelang, ihn wieder umzustimmen. Er brachte ihn nach dem Kloster Fahr, wo er das Ordenskleid wieder anlegte. Am 1. September war P. Wolfgang wieder in St.Gallen, wo ihn der Abt, nach gehaltener Beratung am 4. September im Kapitel, mit einer öffentlichen Strafe belegte.[ii] Zur Strafe musste er als letzter Pater im Konvent anstehen. Da er sich aber gut einstellte, wurde er am 10. Juni 1726 wieder in der Seniorität über die ganz jungen Patres bis zu P. Aemilian vorgerückt und am 27. April 1729 wieder an den Ort seiner Profess eingesetzt. Die Kapitelsakten[iii] bemerken dazu: «mitius tractatus fuerat praesentium ob maximum defectum judicii et impotentiam mentis et hoc etiam fuit causa quod ad nullum officium promoveri potuerit.» Er starb am 22. Februar 1730. – Als Erbe hatte er ein «par silberne Meyenkrüeg und ein Reissbesteck, c. 90 fl. wert»[iv] erhalten. (422)

 

[i] Vermutlich wohnten seine Eltern in Goldach, denn er wird auch als Goldacensis bezeichnet.

[ii] Doch mehr poenis puerilibus, quam acribus, quia plane puer est sexaginta annorum. Cum talibus Ssmus Pater non vult districtionem Regulae servari; Abt Josef in seinem Tagebuch.

[iii] Band 366, fol. 130.

[iv] 70 loth à 17b.


102. Konrad Grüebler

P. Konrad (Franz) Grüebler von Wil. Geboren am 18. Mai 1668. Profess 3. Juni 1686. Subdiakon 4. Juni 1689; Diakon 23. September 1690; Priester 31. Mai 1692. Primiz 15. Juni 1692.

 

1693, 10. Dezember, wurde er Lehrer der Syntax; 1696, 16. Januar, Gesanglehrer und zwei Tage später Lehrer der Grammatik. In der gleichen Eigenschaft ging er am 18. Oktober 1697 nach Rorschach, von wo er – nach Aufhebung der Schule in Rorschach – am 3. Oktober 1699 nach St.Gallen zurückkehrte, um am 2. Juli 1700 als Lehrer nach St.Johann zu gehen. Hier wurde er anno 1702 Vorsteher der Schule. Am 7. Mai 1703 erfolgte seine Ernennung zum Pfarrer in Peterzell. Nach dem Exil wurde er am 22. Dezember 1718 Küchenmeister in Rorschach. Bis zum 20. Oktober 1728 versah er dieses Amt und kam dann am 27. Mai 1729 als Subprior und Vorsteher der Schule nach St.Johann, wo er am 19. Februar 1733 starb. (423)


103. Ulrich Strauß

P. Ulrich (Melchior) Strauß von Henau. Geboren am 7.[i] September 1667 als Sohn des Balthasar Strauß und der Ursula Gerschwiler. Er kam am 14. Oktober 1683 nach St.Gallen. Profess 3. Juni 1686. Subdiakon 4. Juni 1689; Diakon 23. September 1690; Priester 22. Dezember 1691. Primiz 6. Januar 1692.

 

P. Ulrich wurde am 10. September 1693 Lehrer der Grammatik. Am 22. Mai 1694 kam er nach St.Johann, von wo er am 3. Dezember 1695 nach St.Gallen zurückkehrte. Am 10. September 1698 wurde er Pfarrer in Hemberg, kehrte aber am 28. Juli 1701 als dritter Pfarrer nach St.Gallen zurück; zugleich wurde er vom 19. August bis zum 10. November 1702 Brüderinstruktor. Vom 23. März 1703 an versah er für den erkrankten Bartholomäus Hasler die Kaplanei St.Joseph in Gaiserswald, bis er am 15. September 1704 Propst und Pfarrer in Alt St.Johann wurde. Dort blieb er bis zum 31. Dezember 1718. Von da an bis zum 27. November 1720 versah er die Küchenmeisterei in Wil. Am 7. Dezember 1720 wurde er Beichtiger in Altstätten. Am 16. Januar 1722 erfolgte seine Ernennung zum Offizial. Gehörleidend suchte er am 26. Mai 1627 das Bad Pfäfers auf; alsdann wurde er am 5. Juli 1627 als Offizial entlassen, «dann das Pfefferser Bad das Gehör nicht restituieren könnte.» Am 18. August dieses Jahres schickte ihn der Abt «wegen seinem Gehör» bis auf Maria Geburt nach St.Johann, wohin er am folgenden 22. November endgültig kam. Er beschäftigte sich hier hauptsächlich mit der Neuordnung der Urbarien und Anniversarien der Pfarreien Wildhaus, Alt St.Johann, Stein, Nesslau, Krummenau und Kappel. Am 25. November 1729 konnte der Abt alle von P. Ulrich neu eingerichteten Urbarien der Kirchen im obern Toggenburg unterschreiben. Am 18. Mai 1731 war er in Wasserburg, um mit dem dortigen Pfarrer die Urbarien und Anniversarien neu einzurichten. Als er am 13. Mai 1733 nach Wil gehen wollte, wurde er in Gossau krank und musste in der Sänfte nach St.Gallen zurückgebracht werden, wo er am folgenden 21. April starb.

 

Schriften:

 

a) Gedruckte:

 

Disputatio Theologica de Paradoxis seu abortivis fructibus Probabilitatem ex materia restitutionis et injuriarum collectis (s. o. P. Johann Baptist Gemsch).

 

b) Ungedruckte:

 

Die oben erwähnten Urbarien und Anniversarien der verschiedenen Kirchen. (424)

 

[i] Alias 29.


104. Br. Isaac Buchlin

Br. Isaac (Franz) Buchlin von Berg. Geboren am 16.[i] Februar 1663. Profess 9. Juni 1686. Gestorben am 20. März 1740.[ii] (425)


[i] Alias 18.

[ii] Nach Nekrol. 1442; eine andere Notiz gibt den 16. März 1698 als Todestag an.


105. Br. David Federer

Br. David (Johann) Federer von Bernang. Geboren am 7. Juni 1647. Profess 9. Juni 1686. Er war lange Zeit vor seinem, am 16. März 1698 erfolgten Tode geisteskrank.[i] (426)

 

[i] Impos mentis.