
Spätmittelalter
1282
28. August: Abt Konrad von Ruchenberg erhält von König Rudolf von Habsburg die Regalien und wird in der Urkunde als Fürstabt ("princeps") bezeichnet. Der Abt ordnet die politische und wirtschaftliche Verwaltung des Klosters.
1349
Die Pest rafft im Pfäferser Gebiet mehr als 2000 Menschen hinweg.
1330-1361
Abt Hermann von Arbon führt das Kloster zu seiner spätmittelalterlichen Blüte. Er lässt zwanzig liturgische Handschriften neu schreiben.
neues Fenster
1362
Ein Teil des Klosters brennt ab. Neu entsteht ein gotisches Münster.
1362
10. Februar: Abt Johann von Mendelbüren wird Zürcher Bürger auf Lebenszeit.
1364
Konrad von Wolfurt stiftet die Pfründe der Maria-Magdalenen-Kapelle in Pfäfers und schenkt unter anderem ein Missale und einen Kelch.
1408
6. Juli: König Ruprecht bestätigt der Abtei den Loskauf der Vogtei von Graf Hans von Werdenberg-Sargans und bestimmt, dass das Kloster sich künftig den Vogt selber frei wählen könne. Damit ist der Höhepunkt der staatsrechtlichen Stellung des Klosters erreicht.
1386-1416
Abt Burkhard von Wolfurt bereichert das Kloster mit liturgischen Handschriften. Unter ihm wird um 1410 die Wallfahrtskapelle St.Leonhard bei Ragaz erbaut.
1437
Das Sarganserland wird durch die Ereignisse des Alten Zürichkriegs betroffen.
1446
6. März: Die Eidgenossen besiegen in der Schlacht bei Ragaz die Österreicher. Da Abt Friedrich von Reitnau die Österreicher nicht unterstützt, zieht er sich ein kaiserliches Strafmandat von 300 mailändischen Mark zu.
1456
Laut einer Urkunde vom 12. Oktober 1456 hat das Haus Habsburg sowohl die Schirm- als auch die Gerichtsvogtei Pfäfers inne.
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1483
Das Sarganserland wird eidgenössische Landvogtei der sieben, seit 1712 acht alten Orte, die von nun an ihre Schirmherrschaft im Sinne des spätmittelalterlichen Kirchenregiments über das Kloster entfalten.
1486
Die sieben Orte fordern von der Abtei Rechnungsablage.
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1494
Pfäfers verkauft mit Zustimmung der Eidgenossen alle Rechte zu Männedorf samt Kirchensatz an Einsiedeln.
1498
Abt Melchior von Hörnlingen muss sich vor den Eidgenossen ins Exil nach Feldkirch begeben.