Nr. 16
Waldo (920-949)
Waldo ist der Schwestersohn seines Vorgängers Salomon.[i] In der Gerichtsnotiz zum 8.3.920 erscheint er erstmals als Bischof von Chur, als das öffentliche Gericht zu Rankweil die von den Mönchen von St.Gallen auf Herausgabe der Abtei Pfäfers gegen Waldo geführte Klage zurückweist.[ii] Er kommt in der Folge in Pfäfers nicht mehr vor. Offenbar gingen ihm andere Angelegenheiten näher, so die Einfälle der Ungarn und der Sarazenen.[iii] In der Zeit der Unselbständigkeit des Klosters Pfäfers fasst im untern Rätien das neue Kloster Einsiedeln Fuss.[iv] Bischof Waldo von Chur wird am 17.5.949 begraben.[v]
[i] UBSüd St.Gallen I, 64-66 nr. 57f. Andere Namensformen: Ualdo, Vualto, Walto.
[ii] Ib., 68f. Nr. 62.
[iii] BiAChur, Catalogus in libro de feodis, vgl. dazu Bündner UB I, 92-94 nr. 113, 112-115 Nr. 138a, b, und Johann Georg Mayer, Geschichte des Bistums Chur I, Stans 1907, 123-128.
[iv] UBSüd St.Gallen I, 71-74 Nr. 65-69.
[v] Necrologium Curiense, hg. von Wolfgang von Juvalt, Chur 1867, 49.