Nr. 37

 

Rudolfus (1161)

 

Im Liber Viventium findet sich zum Jahre 1161 die Stiftung eines gewissen Heinrich, sowie seiner Geschwister an das Kloster unter Abt Rudolf, dem Dekan Manegold und dem Propst Suigero.[i] Das «Praeceptum» Kaiser Friedrich I., wodurch er einen langwierigen Streit des Klosters mit seinen Vögten entscheidet, die Grenzen des Hoheitsgebietes der Abtei genau umschreiben lässt und die Vogtei zu Handen des Reiches nimmt, wird allgemein als unecht betrachtet.[ii]

 

Leu sagt, dass dieser Abt gleich anfangs mit dem Vogte des Klosters, Heinrich, Streitigkeiten bekommen hätte, die durch kaiserlichen Entscheid 1161 beigelegt wurden. 1174 habe er die Kirche in Ragaz erbaut, neben der auch ein Siechenhaus erstellt wurde. Die Abtei habe er trotz der Heimkehr seines Vorgängers beibehalten. – Nach Eichhorn hiess der Vogt Heinrich von Zwingburg. Beide geben als Todestag den 23. Dezember 1177 an. – Auf welchen Abt Rudolf die Eintragung im ältesten Nekrologium (von zweiter Hand): «19. März Rud. Abb.» stimmen soll, lässt sich nicht sagen


[i] Wegelin, Reg. 46.

[ii] Wegelin, Reg. 45.