Nr. 27
Ŏdalrichus (nach 1067)
Im Liber Confraternitatum Fabar.[i] findet sich ein Verzeichnis des «Thesaurus Fabariensis ecclesie, quem Odalrichus abba invenit». Sonst ist dieser Abt noch durch einen Eintrag im Liber viventium[ii] bezeugt: «Oudalrichus abb.». Im ältesten Nekrologium findet sich sein Todestag zum 6. November «Ulricus abbas». Das jüngere Nekrologium hat den 22. Juli 1080 als Todestag, ebenso Eichhorn.
Leu berichtet, dass er als Vorsteher des Frauenklosters bei Pfäfers 1067 Abt wurde. Er habe viel Gutes gewirkt, insbesondere habe er zur Reform des Klosters S. Valentinian in Chur beigetragen. Auf Bitten des Grafen Eberhard von Nellenburg habe er auch einige Konventualen nach dem Kloster Allerheiligen, der Stiftung dieses Grafen, gesandt. 1079 hätte aber die Pest in seinem Kloster so gehaust, dass er Mönche von Hirsau sich erbeten musste, worauf er zwei erhielt. Eichhorn weiss nichts von Allerheiligen und Hirsau, Suiter von Chur nichts.
[i] Pag. 119; M. G. Appendix, pag. 397.
[ii] Pag. 94; M. G. Confr. 382.