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Ausstellung

Ansicht Kloster Magdenau, Wolfertswil

Ansicht Kloster Magdenau, Wolfertswil

Niemand ist zum Unmöglichen verpflichtet – Emblemmalerei im Vestübel des Klosters Magdenau; Bild: Eliane Dürst

Niemand ist zum Unmöglichen verpflichtet – Emblemmalerei im Vestübel des Klosters Magdenau; Bild: Eliane Dürst

Des einen Glanz, des andern Glut

Kunst im Kloster Magdenau

 

20. Mai bis 9. Juli 2017

Vernissage 20. Mai

Zisterzienserinnenkloster Magdenau, Degersheim 

 

«Des einen Glanz, des andern Glut» - so der Titel der Ausstellung - ist die erste Station der losen Reihe Kulturraum S4, initiiert und durchgeführt durch das Amt für Kultur des Kantons St.Gallen. Der Kulturraum rund um den Säntis entlang der Bahnlinie S4 möchte dem kulturellen Erbe – in diesem Fall dem Zisterzienserinnenkloster Magdenau – im Dialog mit zeitgenössischem Kulturschaffen verstärkt Aufmerksamkeit, vielleicht auch überraschende oder neuartige Sichtbarkeit geben.

 

Kulturerbe im Dialog mit aktueller Kunst

Kunst als Spiegel der Gesellschaft hilft, uns selber im Weltgefüge zu erkennen und über Möglichkeiten und Unmöglichkeiten nachzudenken. Der kulturelle Reichtum des Kantons soll in Verbindung von Geschichte, Gegenwart und Zukunft und mittels einer losen Reihe von Ausstellungen an unterschiedlichen Orten verstärkt ins Bewusstsein geholt werden.

Seit über 770 Jahren dient das Kloster Magdenau, idyllisch gelegen in den Hügeln zwischen Flawil und Degersheim, dem klösterlichen Leben. Mit grosser Selbstverständlichkeit ordnen hier bis heute Klosterfrauen ihr Leben nach den Regeln des heiligen Benedikt, beten und arbeiten und pflegen zudem eine explizite Gastfreundschaft für alle, die Ruhe suchen und die Stille schätzen. Das denkmalgeschützte Zisterzienserinnenkloster ist aber auch ein Hort kunsthistorischer Schätze, die insbesondere im historischen Gästetrakt des Klosters und in der Kirche zu finden sind und in denen sich trotz der Abgeschiedenheit des Klosters das Weltgeschehen spiegelt.

 

Bedeutung in der Abgeschiedenheit

Während einer begrenzten Zeit von sieben Wochen soll dem Kloster in seiner kulturellen und gesellschaftlichen, sowohl historischen wie aktuellen Bedeutung besondere Aufmerksamkeit zukommen. Eingeladen sind drei Künstlerinnen und drei Künstler, deren Interesse an Orten wie diesem sich im Schaffen spiegelt. Peter Dew, Manon, Jonathan Meese, Sarah Elena Müller gemeinsam mit Birgit Kempker, sowie Alfred Sturzenegger werden Werke entwickeln und auswählen, die den Ort reflektieren und erlebbar machen.

 

Leben, Lieben, Sterben

Zur Verfügung stehen ausserhalb der Klausur befindliche Räumlichkeiten im Gästetrakt auf drei Etagen. Die Ausstellung bietet die Möglichkeit, das Einzigartige und Aussergewöhnliche des bis heute aktiven Frauenklosters Magdenau verstärkt ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rufen und das klösterliche Leben, seine Geschichte(n) und Schätze näher zu bringen. Ergänzt wird die Ausstellung mit einem dichten Veranstaltungsprogramm. «Des einen Glanz, des andern Glut» trägt zur Auseinandersetzung mit der Aktualität des Ortes, aber auch mit dem Leben, Lieben und Sterben bei.

 

Zum Titel der Ausstellung

UNIUS SPLENDOR ALTERIUS ARDOR – Des einen Glanz, des andern Glut: Der Titel der Ausstellung ist einem der Embleme entlehnt, die im zweiten Stock des Gästehauses im Zisterzienserinnenkloster Magdenau die Wände im Vestibül als Zyklus umziehen. Es sind mit kurzen Texten kombinierte Freskenmalereien, bedeutungsvoll und rätselhaft zugleich. Embleme dieser Art waren im 17. Jahrhundert, als auch der Magdenauer Zyklus entstand, verbreitet und beliebt und dienten in ihrer allegorischen Deutung zur Memorierung religiöser Lehrsätze, moralischer Verhaltensregeln und allgemeiner Lebensweisheiten. Der Magdenauer Zyklus ist einer der frühesten und eigenwilligsten dieser Art in der Schweiz.

 

Zwischen Eitelkeit und Selbsterkenntnis

Das Emblem «Des einen Glanz, des andern Glut» zeigt einen Spiegel, der in der Landschaft steht und auf den die Sonne einstrahlt. Der Spiegel - hier in einer schmucken, eleganten, der Zeit entsprechend üppigen Ausformung - ist ein Bild für Eitelkeit und Selbstverliebtheit, bekannt etwa durch die Geschichte des Narziss in der griechischen Mythologie, der sich in sein eigenes Spiegelbild verliebt und von dieser unstillbaren Liebe aufgezehrt wird. Auf der andern Seite ist der Spiegel aber auch ein Bild für Selbsterkenntnis, Wissen und Wahrheit, für das Reflektieren über sich und die Welt. Zwischen diesen beiden Polen von Verbrennen und Erkennen bewegt sich das Menschsein, und hier setzen die künstlerischen Beiträge an.


Begleitveranstaltungen

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Führungen

Führungen auf Anfrage


Öffnungszeiten

Kloster Magdenau 

9116 Wolfertswil

 

Donnerstag/Freitag            16 bis 19 Uhr

Samstag                            11 bis 17 Uhr

Sonntag                             14 bis 17 Uhr

 

Auffahrt Donnerstag 25. Mai, Pfingstsonntag 4. Juni, Pfingstmontag 5. Juni von 14.00 -17.00 Uhr

 

Eintritt frei