
Statistiken
Im Kanton St.Gallen leben rund 480'000 Einwohner auf einer Fläche von 2026 Quadratkilometern. Damit ist St.Gallen flächenmässig der sechstgrösste Kanton der Schweiz (nach Bern, Graubünden, Wallis, Waadt und Tessin), bevölkerungsmässig der fünftgrösste (nach Zürich, Bern, Waadt und Aargau).
Die Wohnbevölkerung des Kantons St.Gallen hat in den letzten zehn Jahren kontinuierlich leicht zugenommen. Der Anteil der Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft hat sich in den letzten zehn Jahren von 19,6 auf 21,8 Prozent erhöht, am stärksten in den von einem starken Wirtschaftswachstum geprägten Jahren 2007 und 2008.
Altersstruktur
Gut drei von fünf Personen der St.Galler Wohnbevölkerung befinden sich im erwerbsaktiven Alter. Die Frauen sind aufgrund ihrer längeren Lebenserwartung in den höheren Altersklassen deutlich übervertreten.
Auch die regionale Altersstruktur wird sich stark verändern. Gemäss der Prognose wird der Anteil der 65-Jährigen und Älteren, der heute zwischen 15 und 18 Prozent liegt, bis ins Jahr 2035 auf bis zu 28 Prozent ansteigen. Dies geht überwiegend zu Lasten des Anteils der erwerbsfähigen Bevölkerung im Alter zwischen 20 und 64 Jahren. Die stärkste Zunahme des Anteils der 65-Jährigen und Älteren wird hierbei für die Wahlkreise Toggenburg, Werdenberg und Sarganserland prognostiziert, während sich die Altersstruktur in der Stadt St.Gallen wahrscheinlich am wenigsten ändert. Als städtisches Zentrum und Hochschulstandort wird sie auch künftig auf junge Erwachsene eine hohe Anziehungskraft ausüben.
Konfessionen
Laut Volkszählung neues Fenster2000 sind rund 52 Prozent der St.Galler Wohnbevölkerung römisch-katholisch und rund 28 Prozent reformiert. Etwa 6 Prozent gehören dem Islam an, rund 3 Prozent einer ostkirchlichen Religionsgemeinschaft. Einen nicht unerheblichen Anteil machten die konfessionslosen Bürgerinnen und Bürger mit ca. 6 Prozent aus. Etwa drei Prozent gaben bei der Volkszählung keine Auskunft zu ihrer Konfession.
Verglichen mit den Volkszählungen der Jahre 1970, 1980 und 1990 hat die Zahl Konfessionsloser und religiöser Minderheiten kontinuierlich zugenommen, während die Zahl der Katholiken und Protestanten ebenso kontinuierlich abgenommen hat. 1970 waren 34 Prozent der St.Gallerinnen und St.Galler Protestanten, rund 64 Prozent Katholiken. Die Anteile der übrigen Konfessionen, auch der Konfessionslosen, blieben unter einem halben Prozent.
Einkommen
Gemessen am Zentralwert ist das Lohnniveau im Kanton St.Gallen mit CHF 5'230 um rund 270 Franken tiefer als in der Gesamtschweiz, jedoch um rund 70 Franken höher als in der Gesamtostschweiz. Die Differenz zum Kanton Zürich macht gut 700 Franken aus.
Beschäftigung
Im Kanton St.Gallen waren im Jahr 2008 rund 57 Prozent der Beschäftigten im Dienstleistungssektor angestellt, rund 39 Prozent arbeiteten in der Industrie und die restlichen 4 Prozent in landwirtschaftlichen Betrieben. Rund 246'000 Menschen arbeiteten Teil- oder Vollzeit in rund 29'000 Arbeitsstätten, das Risiko der Arbeitslosigkeit ist im Kanton St.Gallen im gesamtschweizerischen Vergleich etwas tiefer (Stellensuchendenquote von 5,1% im Vergleich zu 5,5% schweizweit).
Bildung
Im Jahr 2000 haben 26,5 Prozent der St.Gallerinnen und St.Galler zwischen 25 und 64 Jahren nach der obligatorischen Schule keine weitere Ausbildung absolviert. Damit liegt ihr Anteil 1,1 Prozent über dem schweizerischen Durchschnitt. Deutlicher über dem schweizerischen Durchschnitt liegt in St.Gallen der Anteil derjenigen, die eine Berufsausbildung als höchste Ausbildung haben. Ihr Anteil liegt bei 47,9 Prozent, im schweizerischen Schnitt sind es 44,5 Prozent. Der Anteil der Hochschulabgänger liegt deutlich unter dem schweizerischen Durchschnitt von 9,7 Prozent: In St.Gallen sind es 5,9 Prozent.
Die Zahl der Personen, die ihre Studienberechtigung im Kanton St.Gallen erlangt haben und sich in einem Hochschulstudium befinden, hat in den letzten Jahren wegen der Zunahme im Fachhochschulbereich laufend zugenommen. Nur rund ein Sechstel der St.Gallerinnen und St.Galler, studieren an der Universität St.Gallen. Das hängt damit zusammen, dass das Studienangebot der UNISG auf die Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften sowie internationale Beziehungen beschränkt ist.
Wahlen
Die Stimmbeteiligung der St.Gallerinnen und St.Galler an eidgenössischen Abstimmungen lag zwischen 1981 und 2005 bei 42,2 Prozent und damit unter dem gesamtschweizerischen Schnitt von 43,5 Prozent. An kantonalen Abstimmungen nahmen durchschnittlich 32,7 Prozent der Stimmberechtigten teil. Fanden während der kantonalen Abstimmungen nicht gleichzeitig eidgenössische statt, sank die Stimmbeteiligung auf 25,2 Prozent.
Die Mehrheit der Stimmbevölkerung des Kantons St.Gallen nimmt eine moderat konservative Haltung ein (gemäss einer Untersuchung des Bundesamtes für Statistik). Städtische Gebiete, wie St.Gallen, Rapperswil oder Wil, sind in ihrem Stimmverhalten eher gemässigt liberal. Bei den Kantonsratswahlen 2008 erhielt die SVP 29,2 Prozent der Stimmen, die CVP 25,4 die FDP 118, die SP 15,1, die Grünen 5,4 und übrige Parteien 6,8 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag 2008 bei 35,3 Prozent.