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Gerichte

Die Organisation der st.gallischen Gerichte weist verschiedene Instanzen auf: Die erste Instanz bilden die Kreisgerichte, die zweite ist das Kantonsgericht. Daneben bestehen verschiedene Spezialgerichte wie das Handelsgericht oder das Verwaltungsgericht.

Bei Streitigkeiten zwischen zwei Parteien (Zivilprozess) und bei Vergehen gegen das Gesetz (Strafprozess) beurteilt als erstes eines der acht Kreisgerichte den Fall. Ist eine der beiden Parteien mit dem Urteil nicht einverstanden, wird der Fall an das Kantonsgericht in St.Gallen weitergezogen und unter Umständen von dort weiter an das Bundesgericht. Nur urheberrechtliche Streitigkeiten werden direkt vor dem Kantonsgericht verhandelt, ohne vorher einem Kreisgericht vorgelegen zu haben.

 

Das Handelsgericht ist für geschäftliche Streitigkeiten zwischen Parteien zuständig, die im Handelsregister eingetragen sind. Die Anklagekammer ist eine selbstständige richterliche Aufsichtsbehörde für das Untersuchungsverfahren. Sie wacht darüber, dass die Strafverfolgungsbehörden das Strafprozessrecht einhalten.

 

Die Verwaltungsrekurskommission beurteilt Rekurse und Klagen gegen bestimmte Verfügungen und Entscheide der Behörden von Gemeinden und Kanton.

 

Das kantonale Versicherungsgericht behandelt Rekurse und öffentlich-rechtliche Klagen gegen Verfügungen oder Einspracheentscheide im Bereich des Sozialversicherungsrechts des Bundes. Ausserdem behandelt es Rekurse gegen Verfügungen in einigen Bereichen des kantonalen Verwaltungs- und Sozialversicherungsrechts.

 

Das Verwaltungsgericht ist hauptsächlich zuständig für Beschwerden gegen Regierung und Verwaltung. Zudem beurteilt das Verwaltungsgericht auch Beschwerden gegen Entscheide der beiden unteren Verwaltungsgerichtsinstanzen, dem Versicherungsgericht und der Verwaltungsrekurskommission.