
Über uns
Seit 1994 verfügt der Kanton St. Gallen über eine Einsatzgruppe Psychologische Erste Hilfe (PEH). Diese ursprünglich ausschliesslich für die Betreuung von Opfern und traumatisierten Helfern im Rahmen von Grossereignissen zuständige Gruppe wurde wegen zunehmenden Bedarfs Ende 2005 mit Zustimmung des Grossen Rates in eine Organisation umgewandelt, die neu auch niederschwellig zur Bewältigung sehr belastender alltäglicher Ereignisse eingesetzt werden kann. Die neue Gruppe wird im Auftrage des Gesundheitsdepartements durch die beiden Psychiatriesektoren Nord und Süd organisiert und umfasst rund 50 ausgebildete Einsatzpersonen.
Die PEH kann bei aussergewöhnlichen Ereignissen über die Sanitätsnotrufzentrale 144 jederzeit aufgeboten werden. Dabei gilt das Subsidiaritätsprinzip: Die PEH kommt als ergänzendes Angebot dann zum Einsatz, wenn die vor Ort zur Verfügung stehenden Organisationen an ihre Grenzen stossen.
Die Pikettorganisation der PEH wird durch Leitungsmitglieder geleistet (mit Pagern ausgerüstet). Diese mobilisieren bei Bedarf die nach den vier Spitalregionen aufgeteilten, im Dienst stehenden Teammitglieder.
Der PEH gehören Fachleute aus verschiedenen helfenden Berufen (Pflegefachpersonen, Fachpsychologinnen, Seelsorger, Sozialarbeiterinnen, Ärzte) sowie weitere speziell ausgebildete Personen aus Einsatzorganisationen (Samariter usw.) an. Sämtliche Teammitglieder nehmen regelmässig an Fortbildungen und Supervisionen teil.
Die PEH wurde 2006 vom Nationalen Netzwerk für psychologische Nothilfe NNPN als Einsatz- und Ausbildungsorganisation zertifiziert (siehe Homepage www.nnpn.ch neues Fenster).
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| Konzept PEH (63 kb, PDF) | 19.03.2009 | |||
Erkennen von seelischen Störungen nach potentiell traumatisierenden Ereignissen
Seit bald 30 Jahren ist unter der Bezeichnung „posttraumatische Belastungsstörung“ ein Krankheitsbild bekannt, das bei Menschen auftritt, die mit einer sehr belastenden, die leibseelische Unversehrtheit unmittelbar bedrohenden Situation konfrontiert worden sind. Derartige Ereignisse werden in der Folge oft in sich aufdrängenden Erinnerungen und Albträumen wiedererlebt.
Es kann ein andauerndes Gefühl von Betäubtsein entstehen und ein zunehmendes Vermeiden von Aktivitäten und Situationen, die Erinnerungen an das schreckliche Ereignis wachrufen. Konzentrationsschwierigkeiten, Nervosität, Schreckhaftigkeit und Angstzustände sind häufige Folgen der durch die Erlebnisse hervorgerufenen Anspannung. Oft versuchen Betroffene ihr Leiden durch Alkohol-, Medikamenten- oder Drogenmissbrauch zu dämpfen. Unbehandelt kann die Erkrankung einen chronischen (über Jahre oder gar Jahrzehnte anhaltenden) Verlauf nehmen.
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Klinik St.Pirminsberg
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