
eVersichertenkarte
Die Einführung einer elektronischen Versichertenkarte wird nicht nur die Prozesse in den Spitälern verändern: Sie wird auch die Datenqualität massgeblich verbessern. Für einen Grenzkanton stellen die zunehmende Mobilität der Bürger (Patienten-, Arbeits- und Freizeitströme) und die unterschiedlichen technischen Entwicklungen Herausforderungen dar, denen er sich frühzeitig zu stellen hat.
Gemäss der Versichertenstatistik aus dem Jahre 2003 sind heute rund ein Drittel der sanktgaller Bürger im Besitze einer Versichertenkarte, die auf dem Covercard-System (Magnetkarte) von Ofac basiert. Diese Zahl wird sich mit der Einführung der neuen Krankenversicherungskarte – die auf der Rückseite den Anforderungen der europäischen Union für den Ersatz des Formulares E111 dient – im Jahre 2006 sprungartig erhöhen, was von Seiten der Leistungserbringer nur begrüsst werden kann.
Gesundheitsversorgung ohne Grenzen
Die Einwohner des Fürstentum Liechtenstein werden im ersten Quartal des Jahres 2006 flächendeckend mit einer Versichertenkarte nach dem
Covercard-System ausgestattet sein. Bereits seit dem Frühjahr 2005 sind die Versicherten der Freiwilligen Krankenkasse Balzers mit der Covercard ausgestattet worden. Über H-Net oder HIN haben die liechtensteinischen Leistungserbringer die Möglichkeit, auf die im Covercard-System abgelegten Stamm- und Versicherungsdaten zuzugreifen und zeitnah in ihre Applikationen zu übernehmen.
Im benachbarten Vorarlberg steht die Umsetzung des e-Card-Systems (Mikroprozessorchip) kurz vor seiner Vollendung: bereits sind 345'000 Vorarlberger im Besitze der e-Card und 360 Leistungserbringer sind im e-Card System mit dem zentralen Versicherten-Rechner über das Gesundheitsnetz Vorarlberg (GNV) integriert.
Pilot eVersichertenkarte
In Zusammenarbeit mit unseren Partnern H–Net und Ofac wurden in ausgewählten Pilot-Institutionen die Voraussetzungen für den sicheren und authentifizierten Zugriff auf das Covercard-Rechenzentrum geschaffen. Je nach dem zur Anwendung gelangenden Spital-Verwaltungssystem (OPALE oder SAP-ISH) können die zur Verfügung gestellten Daten direkt in die Applikation übernommen werden oder deren Darstellung erfolgt im Web-Browser.
Nach Ablauf der auf sechs Monate beschränkten Pilot-Phase werden die gewonnenen Erkenntnisse und Prozesse analysiert. Daraus sind die notwendigen technischen, organisatorischen sowie rechtlichen Rahmenbedingungen zu definieren, welche dann als Empfehlungen in die «e-Health-Strategie für die Institutionen im Gesundheitswesen des Kantons St.Gallen» einfliessen.
Erste Erkenntnisse des seit Mitte August 2005 laufenden Piloten sind bereits mit den Partnern in intensiven Gesprächen lösungsorientiert diskutiert worden. In welchem Umfang eine Erweiterung ins benachbarte Vorarlberg mit den laufenden Projektzielen vereinbart werden kann, werden die anstehenden Gespräche zeigen. Es ist davon auszugehen, dass die Publikation der Resultate (www.vig.ch) ab dem 2. Quartal 2006 vorliegen.
| eVersichertenkarte (1062 kb, PDF) | 24.10.2005 |