
MeDIswiss - Medical Data Interchange Swiss
Der Verein für Informatik im Gesundheitswesen (VIG) startet zusammen mit T-Systems Schweiz und ihren Technologiepartnern das zukunftsweisende eHealth Projekt MeDIswiss. In mehreren Ausbauschritten soll im Kanton St. Gallen eine E-Health Plattform zum datenschutzkonformen Austausch medizinischer Daten zwischen Leistungserbringern anfänglich erprobt und später im Gesundheitswesen der Ostschweiz aufgebaut werden.
Der Kanton St.Gallen beauftragte den VIG mit der Erarbeitung einer kantonalen E-Health Strategie. Diese sieht als mittelfristiges Ziel vor, bis 2010 den strukturierten Austausch medizinischer Daten (eines sog. Patient Record Summary) mindestens zwischen den stationären Einrichtungen des Kantons St.Gallen sicherstellen zu können. Dazu soll schrittweise eine kantonsübergreifende E-Health Interoperabilitätsplattform aufgebaut werden. Auf Basis dieser Plattform sollen mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie Spitäler, Ärzte und andere Teilnehmer im Gesundheitswesen miteinander vernetzt werden, um medizinische Daten sicher und schneller untereinander auszutauschen und damit ihre Leistungen effektiver zu erbringen. Das Projekt MeDIswiss stellt die konsequente Umsetzung dieser Strategie dar.
Für die Bürgerinnen und Bürger können später auf dieser Plattform elektronische Gesundheitsdienste wie z. B. das elektronische Patientendossier angeboten werden. Bisher werden medizinische Patientendaten wie Röntgenbilder, Arztbriefe und Laborbefunde meist bei verschiedenen Ärzten und in Papierform gelagert. Sie müssen für neue Behandlungen erst aufwändig zusammengesucht werden. Damit der Arzt insbesondere im Notfall schneller auf Behandlungsunterlagen eines Patienten zugreifen kann und um teure Doppeluntersuchungen zu vermeiden, soll ein Institutionen übergreifendes elektronisches Patientendossier eingeführt werden.
Gesundheitspolitisches Ziel des Kantons ist es, die Mobilität der Patienten und Bürger innerhalb der Schweiz wie auch in anderen Ländern Europas zu gewährleisten. Die Grenzkantone der Ostschweiz sind besonders vom internationalen Austausch von Patientendaten mit ihren EU-Nachbarn der Euregio Bodensee betroffen.
Zusammen mit T-Systems Schweiz und ihren Technologiepartnern werden die Anforderungen an eine E-Health Basisinfrastruktur spezifiziert, in der „Modellregion Ostschweiz“ geplant, aufgebaut und getestet. Angestrebt wird eine Interoperabilität der IT-Systeme nicht nur in der Euregio Bodensee. Die Architektur soll auch Modell für eine gemeinsame Architektur der GDK-Ost sein und mit Nachbarkantonen gemeinsam abgestimmt und verbindlich verabschiedet werden.
Das Projekt soll wissenschaftlich begleitet werden und klare Nutzenaspekte aufzeigen.
| Netzwoche 01-02/2007 |
|---|
Verantwortlich für den Inhalt
E-Health
| Gesundheitsdepartement Kanton St.Gallen | |
| Adresse: | Davidstrasse 27 |
| PLZ/Ort: | 9001 St.Gallen |
| Telefon/Fax: | 058 229 34 81/ 058 229 39 62 |
- E-Mail: info.ehealth[at]sg.ch
- Lageplan neues Fenster