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Fragen (FAQ) und Antworten rund ums Bauen

Fragen?

Fragen und Antworten


 

(1) Ich möchte ein Ein- oder Mehrfamilienhaus bauen. Wo finde ich Informationen zu den Themen Raumplanung, öffentliches Baurecht, Energie, Umwelt- und Gewässerschutz?

Anlaufstelle für den Bauwilligen ist die politische Gemeinde. Nehmen Sie daher mit dem Bauamt der politischen Gemeinde Kontakt auf.

 

Falls Sie Fragen aus dem Bereich Energie haben, empfehlen wir Ihnen, das Thema Energie zu studieren.

 

Falls Sie Fragen aus den Bereichen Umwelt- und Gewässerschutz haben, verweisen wir Sie auf das Vollzugshilfsmittel Umweltschutz.


 

(2) Wie soll ich vorgehen, wenn ich beabsichtige, einen grösseren industriellen oder gewerblichen Bau zu errichten?

Bauherren erleiden häufig erhebliche zeitliche und finanzielle Verluste, weil sie die tatsächliche und rechtliche Ausgangslage vor der Inangriffnahme der Projektierungsarbeiten zu wenig abgeklärt haben. Daher ist es von Vorteil, das Projekt den zuständigen kommunalen und kantonalen Instanzen möglichst frühzeitig - also auch schon, wenn erst eine Vision besteht - im Rahmen einer sogenannten "Projektbesprechung" zu unterbreiten.

 

Das Bauamt der Standortgemeinde ist erste Anlaufstelle und kann Bauherrschaften/Planer beraten und Kontakt mit der federführenden Stelle des Kantons aufnehmen.

 

Die Projektbesprechungen werden durch die federführende Stelle des Kantons organisiert und geleitet. Für Bauten und Anlagen in der Bauzone ist dies die Koordination Baugesuche im Amt für Umwelt und Energie (AFU) (Telefon 071 229 42 73 / Fax 071 229 46 88).


 

(3) Worum geht es bei einer Projekt-Besprechung? Welche gemeinsamen Ziele verfolgen wir?

  • Wir lernen uns gegenseitig kennen: Bauherrschaft, kantonale Behörden und Standort-Gemeinde
  • Offener und frühzeitiger Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten
  • Vertrauensbasis zwischen Bauherrschaft und den zuständigen Instanzen schaffen
  • Ihr Projekt ist vor dem Eintreffen des entsprechenden Baugesuches bei den zuständigen Instanzen bekannt
  • Projekt - Präsentation ( Varianten/Etappen/Zieltermine/...)
  • Erste grobe Einschätzung des Projekts oder der Projektvarianten durch das Behörden-Team auf Machbarkeit und eventuelle "Killer"
  • Wie gehen wir weiter vor? Welche Variante wird weiter verfolgt? Sind eventuell bilaterale Gespräche nötig?
  • Das Team der Behördenvertreter liefert die Rahmenbedingungen zum Projekt oder den Projektvarianten
  • Eventuell konstruktive Beiträge der zuständigen Behörden zur Problemlösung vermitteln (keine Planungs- und Ingenieurarbeiten)
  • Die während der Projekt-Besprechung durch die Sachbearbeiter der zuständigen Ämter skizzierten Rahmenbedingungen für ein bewilligungsfähiges Baugesuch liefern der Bauherschaft die Informationsgrundlage für ihre weiteren Entscheide.


 

(4) Wann braucht es überhaupt ein Baugesuch?

Das Errichten und Ändern von Bauten und Anlagen bedürfen einer Baubewilligung.

Zu den baubewilligungspflichtigen Änderungen gehören nicht nur alle baupolizeilich relevanten baulichen und betrieblichen Änderungen, sondern auch sämtliche umweltschutzrechtlich relevanten, insbesondere alle betrieblichen Änderungen, die Auswirkungen auf das Immissionsmass haben.

 

Führen Änderungen zu bau- und/oder umweltrechtlich relevanten Auswirkungen, so ist zwingend ein Baubewilligungsverfahren durchzuführen.


 

(5) Wo finde ich das Baugesuchsformular für den Bau oder die Umnutzung im Bereich Industrie und Gewerbe?

Das kantonale Baugesuchsformular mit Zusatzergänzungen für jede Gemeinde, kann mit einer interaktiven Software ausgefüllt werden.


 

(6) Wo muss ich das Baugesuch einreichen?

Anlaufstelle ist die Gemeinde. Für bewilligungspflichtige Bauten und Anlagen ist vor Beginn der Bauarbeiten bei der zuständigen Gemeindebehörde ein Baugesuch einzureichen.

 


 

(7) Wann ist ein Baugesuch (für Industrie- und Gewerbebauten) vollständig?

Das Baugesuch ist in der Weise abzufassen, dass die zuständigen Behörden ein Projekt vollständig auf seine Verträglichkeit mit dem massgebenden Recht überprüfen können.

 

Das Baugesuch muss daher alle für eine Beurteilung des Vorhabens notwendigen Unterlagen enthalten (z.B. Baugesuchsformular, Situationsplan, Grundriss, Ansichten, Schnitte und Kanalisationspläne). Je nach Vorhaben werden zudem weitere Unterlagen verlangt (z.B. Kurzbericht, Risikoermittlung, Umweltverträglichkeitsbericht usw.).

 

Das Bauamt der Standortgemeinde kann Bauherrschaften/Planer bezüglich der Vollständigkeit eines Baugesuches beraten und allenfalls auch Kontakt mit der federführenden Stelle des Kantons aufnehmen.

 

Die Gemeindebehörde prüft die Gesuchsunterlagen auf Vollständigkeit und veranlasst gegebenenfalls die Ergänzung. Bei Baugesuchen für Industrie- und Gewerbebauten hat die Gemeinde den kantonalen Stellen zu bestätigen, dass das Gesuch auf Vollständigkeit geprüft worden ist.


 

(8) Was passiert bei einem unvollständigen Baugesuch?

Unvollständige Baugesuche werden zurückgewiesen oder es werden Ergänzungen nachgefordert. Die Maximalfristen beginnen erst zu laufen, wenn das Baugesuch für alle zuständigen Behörden vollständig ist.


 

(9) Innert welcher Frist kann ich mit der Baubewilligung rechnen?

Die Maximalfrist für die Behörden beträgt in der Regel 13 Wochen ab Vollständigkeit des Baugesuches. Diese Frist setzt sich wie folgt zusammen:

 

  • 10 Wochen für die federführende Stelle des Kantons (Amt für Umwelt und Energie),
  • 3 Wochen für die politische Gemeinde

 

 

Bei den Maximalfristen handelt es sich um Ordnungsfristen, die grundsätzlich nicht überschritten werden dürfen. Das bedeutet, dass in Routinefällen die Fristen kürzer sein müssen. Ist die Einhaltung der Frist nicht möglich, wird dies vor deren Ablauf den Verfahrensbeteiligten unter Angabe der Gründe schriftlich mitgeteilt und eine neue Frist festgelegt.

 


 

(10) Sind die Behörden an Behandlungsfristen gebunden?

Bei allen Vorhaben muss die zuständige Behörde nach Gesuchseingang prüfen, ob die Unterlagen vollständig sind und den Gesuchsteller orientieren, falls das Gesuch ergänzt werden muss. Sind die Gesuchsunterlagen vollständig, beginnen die Fristen ab dem Datum des Gesuchseingangs zu laufen.

 

Bei den Fristen handelt es sich um Ordnungsfristen, die grundsätzlich nicht überschritten werden dürfen. Ist die Einhaltung der Frist nicht möglich, wird dies vor deren Ablauf den Verfahrensbeteiligten unter Angabe der Gründe schriftlich mitgeteilt und eine neue Frist festgelegt.


 

(11) An welche Stelle kann ich mich mit meinem Umweltanliegen wenden?

Für die Zuständigkeiten im Umweltbereich gibt es ein Verzeichnis, das auf diese Frage Antwort gibt.


 

(12) Wie kann auf der Baustelle Rücksicht auf die Umwelt genommen werden?

Von einer Baustelle gehen vielfältige Einwirkungen auf die Umwelt aus: Baumaschinen verursachen Lärm und Abgase. In der Regel wird Boden ausgehoben und abgelagert. Auch kann das Grundwasser betroffen sein. In vielen Fällen muss zuerst ein altes Gebäude abgebrochen und das Material entsprechend sortiert und behandelt werden.

 

Der Schweizerische Baumeisterverband hat unter dem Titel "Wo steckt die Umwelt auf der Baustelle - bau doch schlau" eine praxisnahe und informative Internetseite erstellt: www.baupunktumwelt.ch

Merkblatt Umweltschutz auf Baustellen

PDF-Datei AFU002: Umweltschut auf Baustellen (184 kB, PDF)   01.07.2017

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